Olympia-Gold hängt um den Hals, Mathilde Gremaud (26) steht im Zielraum von Livigno. Dann zieht sie ihre Jacke etwas hoch. Darunter sind heftige Kratzspuren zu sehen, die mit ein wenig Blut vermischt sind. Was steckt dahinter? Wenige Minuten vor ihrem Lauf, der ihr olympisches Gold im Slopestyle einbrachte, hatte sich die Freiburgerin selber einen gehörigen Schrecken eingejagt.
Kurz vor Mittag und während des letzten Trainings, eine Art Einspringen vor dem Wettkampf, war sie schwer gestürzt. «Ich habe 30 Sekunden lang gedacht, dass alles vorbei ist», gesteht die Olympiasiegerin. «Es war wirklich heftig. Der Arzt und die Physiotherapeutin haben mich dann wieder etwas aufgepäppelt.»
Mit Schmerzmitteln ging es zur Titelverteidigung
Die Physiotherapeutin schlug ihr zwei Optionen vor: Entweder eine vollständige Kontrolle über mögliche Verletzungen durchzuführen – oder zu versuchen, einfach weiterzumachen. «Ich habe gesagt, dass wir weitermachen wollen», sagt sie lachend. «Sie klopfte mir auf die Schulter und gab mir ein paar Schmerzmittel.»
Etwas durchgeschüttelt startete die Greyerzerin also zu ihrem ersten Run. Gremaud: «Ich war bereits am Sonntag im Training gestürzt. Also habe ich mir heute Morgen gesagt: 'Atme durch, nimm dir Zeit und nimm die Herausforderung an.' Ich denke, das hat geholfen.»
Der Rest ist Schweizer Olympiageschichte. Gremaud reiht sich zunächst wegen sehr harter Benotung auf Rang 2 hinter der chinesischen Rivalin Eileen Gu ein, dann sticht die Titelverteidigerin mit einem überragenden zweiten Durchgang alle aus.
Den dritten Lauf absolviert Gremaud mit Schweizer Flagge um den Hals, der Sieg stand da bereits fest. «Sie haben sie mir um den Hals gehängt und so fest angezogen, dass ich keine andere Wahl hatte, als damit zu fahren», schildert die Olympiasiegerin.
160 WhatsApp-Nachrichten in eineinhalb Stunden
Mit einem Lächeln auf den Lippen zählte Gremaud um 15.30 Uhr, also eineinhalb Stunden nach ihrem Titelgewinn, 160 Glückwunschnachrichten auf WhatsApp. «Ich werde allen antworten, aber es wird eine Weile dauern», versprach sie. Zunächst gehts ums Regenerieren, auch wegen des heftigen Abflugs vor dem Final. Morgen (Anm. d. Red.: Dienstag) werde ich Schmerzen haben», sagt die Freiburgerin. Wenn man sich ihre Spuren ansieht, glaubt man ihr gerne.
Jetzt folgen – und nichts von Olympia verpassen. Mit der neuen Funktion bleibst du während der Winterspiele in Mailand/Cortina stets auf dem Laufenden. Ticker, Berichte, Analysen oder Reportagen – die ganze Palette der Berichterstattung wird dir als Follower automatisch aufs Handy gepusht. Mehr Infos gibts hier.
Follower werden ist ganz einfach. Unten auf den Button klicken, dannn auf der Olympia-Seite auf das Plus-Symbol. Danach kannst du dich einloggen, News-Pushs abonnieren (nur auf der App), und schon bist du ein Follower.
Jetzt folgen – und nichts von Olympia verpassen. Mit der neuen Funktion bleibst du während der Winterspiele in Mailand/Cortina stets auf dem Laufenden. Ticker, Berichte, Analysen oder Reportagen – die ganze Palette der Berichterstattung wird dir als Follower automatisch aufs Handy gepusht. Mehr Infos gibts hier.
Follower werden ist ganz einfach. Unten auf den Button klicken, dannn auf der Olympia-Seite auf das Plus-Symbol. Danach kannst du dich einloggen, News-Pushs abonnieren (nur auf der App), und schon bist du ein Follower.