Olympia-Boss wird bei Ukraine-Thema emotional
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Heraskevychs Helm-Debatte:Olympia-Boss wird bei Ukraine-Thema emotional

Diese Athleten sind auf dem Helm
Heraskewitsch ehrte diese Sportler – Blick zeigt dir wer

Wladyslaw Heraskewitsch darf bei Olympia nicht starten. Grund: Sein Helm zeigt 20 Sportler, die im Ukraine-Krieg starben. Blick zeigt dir, wer die Athleten sind, denen er mit dem Helm ein Denkmal setzen wollte.
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Wladyslaw Heraskewitsch darf wegen der Bilder auf seinem Helm nicht starten. Er zieht das Urteil vor den CAS.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Skeleton-Fahrer Heraskewitsch vom IOC ausgeschlossen wegen Helm mit 20 Porträts
  • IOC sah Porträts von Kriegsopfern als Verstoss gegen olympische Charta
  • 20 Athleten auf Helm, jüngstes Opfer war nur 9 Jahre alt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Joël HahnRedaktor Sport

Der ukrainische Skeleton-Fahrer (27) wurde von den Olympischen Winterspielen ausgeschlossen. Grund: Sein Helm zeigte Porträts von 20 Sportlerinnen und Sportlern, die im Ukraine-Krieg ums Leben gekommen sind. Das IOC wertete dies als Verstoss gegen die Regeln der olympischen Charta. 

Heraskewitsch verteidigte sein Vorgehen im ZDF-Interview und nannte die Entscheidung des IOC ein «absurdes Theater». «Diese Athleten haben ihre Leben geopfert, und dank dieses Opfers kann ich heute hier sein», sagte der 27-Jährige. Er betonte, dass es bei seinem Helm nicht um politische Botschaften gehe, sondern um die persönliche Würdigung von gefallenen Kollegen und Freunden. Zum Ende des Interviews wandte er sich an die Zuschauer: «Das ist eine schwierige Zeit in der Ukraine. Und es ist wichtig zu helfen. Danke.»

Blick zeigt, wer die Menschen sind, denen Heraskewitsch mit seinem Helm ein Denkmal setzen wollte.

Yevhen Malyshev (†19) – Biathlon

Der junge Biathlet gehörte dem Junioren-Nationalteam an und nahm an den Youth Olympics teil. Neben dem Sport engagierte er sich früh für sein Land. Im Februar 2022 fiel er bei den Kämpfen um Charkiw. Malyshev galt als eines der grössten Biathlon-Talente seiner Generation.

Dmytro Sharpar (†25) – Eiskunstlauf

Sharpar war Medaillengewinner an ukrainischen Meisterschaften und Mitglied des Nationalteams. Mit Heraskewitsch trainierte er bereits 2016 an den Youth Games. Später schloss er sich der Armee an. 2022 kam er nahe Bachmut ums Leben.

Pavlo Ishchenko (†) – Strongman

Pavlo Ishchenko war mehrfacher ukrainischer und europäischer Meister im Strongman-Sport. Nach Beginn des Kriegs schloss er sich den Streitkräften an. 2022 fiel er während eines Kampfeinsatzes.

Kateryna Diachenko (†11) – Rhythmische Gymnastik

Kateryna Diachenko war Nachwuchsathletin in der rhythmischen Gymnastik. Sie starb 2022 bei der Bombardierung von Mariupol.

Viktoria Ivashko (†9) – Judo

Viktoria Ivashko trainierte Judo und nahm an Nachwuchswettkämpfen teil. 2022 wurde sie gemeinsam mit ihrer Mutter bei einem Angriff auf Kiew getötet.

Maria Lebid (†15) – Tanzsport

Maria Lebid war aktive Ballroom-Tänzerin und nahm an regionalen und nationalen Wettbewerben teil. Sie kam 2023 bei einem Raketenangriff auf Dnipro ums Leben.

Kateryna Troian «Miau» (†32) – Leichtathletik

Kateryna Troian war Leichtathletin und später Drohnen-Operatorin der ukrainischen Armee. Sie absolvierte über 1000 Einsätze. 2025 fiel sie nahe Pokrowsk.

Volodymyr Androshchuk (†22) – Leichtathletik

Volodymyr Androshchuk war ukrainischer Meister im Zehnkampf. Nach Beginn des Kriegs meldete er sich freiwillig. 2023 starb er bei Einsätzen nahe Bachmut.

Oleksiy Habarov (†31) – Sportschiessen

Oleksiy Habarov war Nationalrekordhalter im Sportschiessen und Mitglied des Nationalteams. Er trug den Titel «Meister des Sports». 2025 kam er im Einsatz ums Leben.

Daria Kurdel (†20) – Tanzsport

Daria Kurdel gewann mehrere internationale Tanzwettbewerbe. Sie wurde 2023 bei einem Angriff auf Krywyj Rih getötet.

Ivan Kononenko (†) – Strongman / Schauspiel

Ivan Kononenko war als Strongman-Athlet aktiv und arbeitete zusätzlich als Schauspieler. Er fiel 2023 im Krieg.

Alina Perehudova (†14) – Gewichtheben

Alina Perehudova war Nachwuchsathletin im Gewichtheben. Sie starb 2022 zusammen mit ihrer Mutter bei der Beschiessung von Mariupol.

Maksym Halinichev (†22) – Boxen

Europäischer Jugendmeister und Silbermedaillengewinner an den Youth Olympics. Einer der bekanntesten Namen auf dem Helm. Halinichev fiel im März 2023 in der Region Luhansk.

Andriy Kutsenko (†34) – Radsport

Mehrfacher ukrainischer Meister. Er verteidigte sein Land ab 2022 an der Front und kam im selben Jahr ums Leben.

Oleksiy Loginov (†23) – Eishockey

Mehrfacher ukrainischer Meister. Er verteidigte sein Land ab 2022 an der Front und kam im selben Jahr ums Leben.

Karyna Bakhur (†17) – Kickboxen

Karyna Bakhur war ukrainische und europäische Meisterin im Kickboxen. Sie wurde 2025 bei einem Raketenangriff in der Region Charkiw getötet.

Mykyta Kozubenko (†31) – Wasserspringen

Mykyta Kozubenko war Meister des Sports im Wasserspringen und als Trainer tätig. Er fiel 2022 im Krieg.

Roman Polishchuk (†) – Leichtathletik

Roman Polishchuk war Weitspringer und Soldat. Er kam 2022 im Einsatz ums Leben.

Andriy Varemenko (†25) – Ringen

Andriy Varemenko war Greco-Roman-Ringer und später Drohnen-Operator. Er starb 2025 im Kampf.

Taras Shpuk (†34) – Invictus Games / Trainer

Taras Shpuk arbeitete als Coach bei den Invictus Games und engagierte sich im Veteranensport. Er fiel 2024 im Krieg.

Fedir Yepifanov (†18) – Fechten

Fedir Yepifanov war nationaler Juniorenmeister im Fechten. Er kam 2022 im Einsatz ums Leben.

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