Nach langer Absenz
Der Schweizer Handball kehrt in die Champions League zurück

Der HC Kriens-Luzern startet am Mittwochabend in die neu formierte Champions League. Für den Schweizer Handball ist es eine Rückkehr auf die grosse Bühne, nachdem man jahrelang ignoriert wurde.
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Endlich Champions League: Marin Sipic und der HC Kriens-Luzern dürfen sich mit den ganz Grossen messen.
Foto: Benjamin Faes / freshfocus
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Christian MüllerRedaktor Sport

Die Handball Champions League ist bezüglich Geld, Fans und Ruhm mit ihrem grossen Bruder aus dem Fussball nicht zu vergleichen. Aber auch im Handball ist sie der grösste Titel, den ein Klub gewinnen kann. Und dank ausverkauften Heimspielen lässt sich auch hier der eine oder andere Franken verdienen. 

Diese Saison spielt mit Kriens-Luzern erstmals seit der Saison 2019/20 wieder ein Schweizer Team im Konzert der Grossen mit. In den letzten Jahren wurden Schweizer Anträge auf eine Wildcard vom europäischen Verband abgeschmettert. Das lag einerseits am sportlichen Potenzial, andererseits auch an Rahmenbedingungen wie Hallenauslastung oder TV-Verträgen. Insbesondere bei den letzten beiden Punkten schneidet unsere Liga im Vergleich mit der ausländischen Konkurrenz schlecht ab. Dass mit Kriens endlich wieder ein Schweizer Klub mittun darf, liegt auch an der Aufstockung von 16 auf 24 Teams.

Auf Kriens warten grosse Namen

Der Schweizer Meister startet am Mittwochabend mit einem Auswärtsspiel im polnischen Kielce. Die weiteren Gruppengegner sind der deutsche Meister SC Magdeburg und Kolstad – ein norwegisches Grossprojekt, das inzwischen in finanzielle Schieflage geraten ist. «Die Champions League ist natürlich super für uns», sagt Kriens-Trainer Andy Schmid. «Wir werden vor den grossen Namen nicht in Ehrfurcht erstarren. Aber klar: Wie viel für uns sportlich drin liegt, wird auch von der Leistung des Gegners abhängen.»

Schmid ist in seiner jungen Karriere als Vereinstrainer noch ungeschlagen. Vier Spiele, vier Siege lautet die Bilanz. Die Atmosphäre, die in Kielce auf sein Team wartet, kennt er aus seiner Zeit als Spieler der Rhein-Neckar Löwen bestens: «Auswärtsspiele in Kielce gehören zu den schwierigsten Aufgaben. Ich freue mich nur schon auf die Champions-League-Hymne vor der Partie.» Womit noch eine Parallele zum Fussball gefunden wäre. 

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