Darum gehts
- Tiger Woods telefonierte nach Unfall angeblich «mit dem Präsidenten»
- Bodycam zeigt benommenen Woods, dieser verweigerte Urintest, plädiert auf unschuldig
- Erste Gerichtsverhandlung Ende April, Kaution nach Festnahme gezahlt
Alkoholtests, benommen im Polizeiauto und ein angebliches Telefonat mit dem Präsidenten: Knapp eine Woche nach Tiger Woods' Verkehrsunfall in Florida bringen Aufnahmen der Bodycams von Beamten neue Details ans Licht.
Nach eigenen Angaben soll die Golf-Ikone unmittelbar nach seinem Crash «mit dem Präsidenten» telefoniert haben. Das geht aus einem Video einer Polizeikamera hervor. Ob Woods damit tatsächlich US-Präsident Donald Trump meinte, geht aus dem Video nicht hervor – naheliegend ist es jedoch.
Woods und Trump sind befreundet. Während Trumps erster Amtszeit erhielt der Golfstar mit der «Presidential Medal of Freedom» die höchste zivile Auszeichnung der USA. Zudem ist Woods mit Vanessa Trump zusammen, der Ex-Frau von Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Präsidenten. Vor einer Woche äusserte sich Trump selbst zu dem Unfall und bezeichnete Woods als «sehr engen Freund».
Aufnahmen zeigen Woods völlig benommen
Auch die weiteren polizeilichen Massnahmen sind auf dem veröffentlichten Videomaterial dokumentiert. Zu sehen ist, wie der 15-fache Major-Sieger verschiedene Tests absolviert, ihm Handschellen angelegt werden und Beamte ihm die Taschen durchsuchen. Auf die Frage einer Beamtin, ob er Medikamente eingenommen habe, antwortet er: «Ich nehme ein paar.» Auf einem Video des anschliessenden Transports im Polizeiauto wirkt der 50-Jährige völlig benommen, scheint auch mehrere Male einzunicken.
Woods war vor einer Woche nur wenige Stunden nach seiner Festnahme wegen Drogenverdachts gegen Kaution aus dem Gefängnis in Martin County entlassen worden. Ein Atemalkoholtest ergab zwar einen Wert von null, einen Urintest verweigerte er jedoch. Ihm wird Fahruntüchtigkeit am Steuer sowie die Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Vorfall vorgeworfen. Der erste Gerichtstermin soll Ende April angesetzt sein.
Gerichtsdokumente zeigen, dass Woods auf unschuldig plädiert. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erklärte er bei der Vernehmung, er habe kurz auf sein Handy geschaut und den Radiosender gewechselt, bevor er mit seinem Geländewagen den Anhänger eines anderen Fahrzeugs streifte und sich anschliessend überschlug.