Ex-DFB-Star zum Fall Adeyemi
«Ich dachte, der hat eine Panzerfaust im Keller»

Deutschland fegt über die Slowakei hinweg und qualifiziert sich für die WM. Die Euphorie ist zurück – und für die Konkurrenz gibts sogleich eine Ansage.
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Die Deutschen jubeln zum Abschluss der WM-Quali.
Foto: imago/Matthias Koch

Darum gehts

  • Deutschland qualifiziert sich mit 6:0-Sieg gegen Slowakei für die WM
  • Spieler und Medien feiern die starke Leistung der deutschen Mannschaft
  • Nur Karim Adeyemi hat nach erhaltenem Strafbefehl andere Sorgen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Am Freitag zittert sich Deutschland zu einem 2:0 gegen Luxemburg. Die Medien schreiben von «Rumpel-Fussball» und einem «Grusel-Auftritt». Drei Tage später zeigt das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) ein ganz anderes Gesicht.

6:0 – mit einer Gala gegen Slowakei löst die DFB-Elf das WM-Ticket. Die Revanche für das blamable 0:2 zum Auftakt der Quali in Bratislava ist mehr als geglückt. «Es hat sehr, sehr viel Spass gemacht», schwärmt Serge Gnabry (30) im Interview nach der Partie. «Es war ein geiler Auftritt unserer Mannschaft.» Auch Nick Woltemade (23) lobt das Team in den höchsten Tönen. «Wir haben von der ersten bis zur letzten Sekunde nichts anbrennen lassen.»

War die Stimmung nach dem Zittersieg gegen Luxemburg noch getrübt, siehts nun ganz anders aus. Die Deutschen feiern sich für ihre Gala. «Mit Hurra-Fussball zur WM!» schreibt «Sport1» und bei «Spox» ist es die «beste Leistung der vergangenen Monate», welche die DFB-Elf gezeigt hat. Bei «Sport.de» heisst es, «der amerikanische Traum lebt» und der Auftritt habe bei den «Fans plötzlich wieder Hoffnung auf einen begeisternden Turniersommer» geweckt, während bei «Sky» von einem «vergoldeten WM-Ticket» die Rede ist.

Schlotterbeck mit Ansage

Auch Trainer Nagelsmann ist «stolz auf die Mannschaft», denn «jeder Spieler hat ein extrem gutes Spiel gemacht und gearbeitet wie das rosafarbene Tier». Seine Ansage «wir müssen besser spielen» wurde umgesetzt. 

Und sorgt für grosse Euphorie. Nicht nur die Medien feiern die Mannschaft, sondern auch die Spieler selber. Von Nico Schlotterbeck (25) gibts schon eine Ansage an die Konkurrenz. Der erste Schritt sei gemacht, beim Turnier wolle man den nächsten gehen. «Wenn wir eine WM spielen wie die EM – mit etwas Glück und noch ein bisschen mehr Leistung von uns – dann glaube ich, dass wir richtig was reissen können.» Spiele man so wie gegen die Slowakei, könne man jeden Gegner schlagen. «Wir sind immer noch Deutschland. Ich will zur WM gehen, um das Ding zu gewinnen.»

Adeyemi hat andere Sorgen

Bei all der Freude über das gelöste WM-Ticket gibts aber auch einen, der im Moment ganz andere Sorgen hat: Karim Adeyemi (23). Vor wenigen Wochen ist bei ihm ein Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes ins Haus geflattert. Er muss eine Busse in Höhe von 450'000 Euro (rund 414'000 Franken) bezahlen und erhält einen Eintrag im Bundeszentralregister.

Damit ist die Sache noch nicht erledigt. DFB-Sportdirektor Rudi Völler (65) kündigt im ZDF an, dass man seine Version hören wolle. «Er hat wahrscheinlich gehofft, dass es nicht rauskommt.» Die Situation habe man beim Verband kritisch betrachtet, «wollen das aber nicht verdammen. Junge Spieler machen Fehler, in dem Fall war es ein dummer Fehler.»

Auch Ex-Nationalspieler und ZDF-Experte Christoph Kramer (34) äussert sich vor Anpfiff zum Fall Adeyemi. «Als ich die Schlagzeile und die Geldstrafe gelesen habe, da dachte ich, der hat ne Panzerfaust im Keller oder so.» Tatsächlich bekommt Adeyemi die Strafe wegen eines Schlagrings und eines Tasers aufgebrummt. Kramer appelliert an die Zuschauer, dass Waffen zu besorgen oder zu haben «scheisse ist». Und meint abschliessend: «Das kann keiner gebrauchen, aber wir wollen die Sache jetzt bitte auch nicht grösser machen.»

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WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
6
13
15
2
Slowakei
Slowakei
6
-2
12
3
Nordirland
Nordirland
6
1
9
4
Luxemburg
Luxemburg
6
-12
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
6
12
14
2
Kosovo
Kosovo
6
1
11
3
Slowenien
Slowenien
6
-5
4
4
Schweden
Schweden
6
-8
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
6
6
13
2
Dänemark
Dänemark
6
9
11
3
Griechenland
Griechenland
6
-2
7
4
Belarus
Belarus
6
-13
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
6
12
16
2
Ukraine
Ukraine
6
-1
10
3
Island
Island
6
2
7
4
Aserbaidschan
Aserbaidschan
6
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
6
19
16
2
Türkei
Türkei
6
5
13
3
Georgien
Georgien
6
-8
3
4
Bulgarien
Bulgarien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
6
13
13
2
Irland
Irland
6
2
10
3
Ungarn
Ungarn
6
1
8
4
Armenien
Armenien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
8
23
20
2
Polen
Polen
8
7
17
3
Finnland
Finnland
8
-6
10
4
Malta
Malta
8
-15
5
5
Litauen
Litauen
8
-9
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
8
18
19
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
8
10
17
3
Rumänien
Rumänien
8
9
13
4
Zypern
Zypern
8
0
8
5
San Marino
San Marino
8
-37
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
8
32
24
2
Italien
Italien
8
9
18
3
Israel
Israel
8
-1
12
4
Estland
Estland
8
-13
4
5
Moldawien
Moldawien
8
-27
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
8
22
18
2
Wales
Wales
8
10
16
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
8
3
13
4
Kasachstan
Kasachstan
8
-4
8
5
Liechtenstein
Liechtenstein
8
-31
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
8
22
24
2
Albanien
Albanien
8
2
14
3
Serbien
Serbien
8
-1
13
4
Lettland
Lettland
8
-10
5
5
Andorra
Andorra
8
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kroatien
Kroatien
8
22
22
2
Tschechien
Tschechien
8
10
16
3
Färöer
Färöer
8
2
12
4
Montenegro
Montenegro
8
-9
9
5
Gibraltar
Gibraltar
8
-25
0
Qualifiziert
Playoffs
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