Darum gehts
- Letztes Duell der Nati gegen Argentinien an WM 2014
- Deutschland wurde damals Weltmeister, Basel Schweizer Meister
- 2014 gewann Österreich den ESC, Flug MH370 verschwindet spurlos
Die Nati trifft am Sonntag um 3 Uhr Schweizer Zeit im WM-Viertelfinal in Kansas City auf Argentinien. Das letzte Duell gegen den amtierenden Weltmeister bestritten die Schweizer 2014 im WM-Achtelfinal in Brasilien.
Damals verlor die Nati 0:1 nach Verlängerung. Angel Di Maria besiegelte das Schweizer WM-Aus mit seinem Treffer in der 118. Minute. Argentinien schaffte es anschliessend bis in den Final, wo sich Messi und Co. Deutschland nach Mario Götzes Treffer in der Verlängerung 0:1 geschlagen geben mussten.
Deutschland wurde also 2014 in Brasilien Weltmeister. Was lief sonst im Jahr des letzten Aufeinandertreffens zwischen der Nati und Argentinien im Sport, in der Schweiz und der ganzen Welt? Hier kommt der Überblick der wichtigsten Geschehnisse.
FCB wird Schweizer Meister
Bleiben wir beim Fussball. Zum Schweizer Meister kürte sich 2014 der FC Basel. Zum fünften Mal in Folge und zum insgesamt 17. Mal durften die Bebbi den Meisterpokal in die Höhe stemmen. Der Titel stand dabei eine Runde vor Meisterschaftsende in der 35. Runde fest, nachdem Basel auswärts in Aarau 3:1 gewann.
Was passierte ansonsten in der höchsten Schweizer Liga? Zum Torschützenkönig der Super League kürte sich Shkelzen Gashi, der damals bei GC im Einsatz stand – die Hoppers wurden ihrerseits 2014 Vizemeister. Lausanne-Sport stieg in die Challenge League ab, während Vaduz ins Oberhaus zurückkehrte. Bei den Frauen sicherten sich derweil die FCZlerinnen den Titel in der damaligen Nationalliga A, dies zum dritten Mal in Serie.
Schweizer Tennisstars schreiben Geschichte
Bei den Schweizer Tennisspielern wurde das Jahr 2014 zu einem historischen Jahr. In Monte-Carlo duellierten sich im Endspiel im April Stanislas Wawrinka und Roger Federer – es war der erste rein schweizerische Final eines ATP-1000-Turniers. Wawrinka setzte sich gegen Federer in drei Sätzen mit 4:6, 7:6 und 6:2 durch.
Der Romand sorgte dabei für zwei Premieren. Erstmals holte sich ein Schweizer in Monaco den Titel. Und für Wawrinka persönlich war es der erste Sieg in einem ATP-1000-Turnier.
Die beiden Tennisstars schrieben rund ein halbes Jahr später nochmals Geschichte. Das Schweizer Davis-Cup-Team um Wawrinka und Federer gewann erstmals den Davis Cup. Im Final bezwangen sie Frankreich.
Goldrekord an den Olympischen Winterspielen
Auch den Schweizer Wintersportlerinnen und -sportlern lief es 2014 hervorragend. An den Olympischen Winterspielen in Sotschi holte die Schweizer Delegation dank Langlauf-Doppelsieger Dario Cologna (Skiathlon und 15 km klassisch), Iouri Podladtchikov (Snowboard Halfpipe), Dominique Gisin (Ski alpin Abfahrt), Sandro Viletta (Ski alpin Super-Kombination), Patrizia Kummer (Snowboard Parallel-Riesenslalom) und dem Zweierbob-Duo Beat Hefti und Alex Baumann siebenmal Gold und knackte so den Goldrekord aus den vorherigen Winterspielen 2010 in Vancouver (6). In Bezug auf die Goldmedaillen sind es heute noch – gemeinsam mit Peking 2022, wo sich die Schweiz ebenfalls sieben Mal Gold sicherte – die erfolgreichsten Winterspiele.
Burkhalter war Bundespräsident
Gehen wir vom Sport zu den Ereignissen in der Schweiz. Wer regierte 2014 eigentlich unser Land? Teil des Bundesrats waren Doris Leuthard, Eveline Widmer-Schlumpf, Ueli Maurer, Johann Schneider-Ammann, Simonetta Sommaruga, Alain Berset und Didier Burkhalter. Letzterer hatte die Funktion als Bundespräsident inne. Dauerbrenner in der Schweizer Politik war vor allem die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im Februar 2014.
Zugunglück von Tiefencastel
Am 13. August 2014 kam es bei Tiefencastel zu einem schweren Unfall auf der Albula-Strecke. Am frühen Nachmittag fuhr ein Personenzug, der von St. Moritz nach Chur unterwegs war, in einen Erdrutsch, in der Folge entgleisten mehrere Waggons und stürzten teilweise den Abhang hinunter. Beim Unglück wurden elf Personen verletzt, fünf davon schwer. Einer der fünf Schwerverletzten verstarb an den Folgen des Unfalls eine Woche später im Spital.
Österreich gewinnt den ESC
Unser Nachbar Österreich sicherte sich 2014 zum zweiten Mal den Sieg am Eurovision Song Contest. In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen holte sich Dragqueen Conchita Wurst mit der Ballade «Rise Like a Phoenix» mit 290 Punkten die begehrte Trophäe bei der 59. Ausgabe des Musikwettbewerbs. Für die Schweiz klassierte sich Sebalter mit dem Folk-Popsong «Hunter Of Stars» auf dem 13. Rang (64 Punkte).
«Happy» dominiert die Charts
Bleiben wir beim Thema Musik. Der Song «Happy» von Pharrell Williams dominierte 2014 und hielt sich 80 Wochen in den Schweizer Charts. Zu den Top-Songs gehörten des Weiteren der Remix «Prayer in C» von Lilly Wodd & The Prick und Robin Schulz, «I See Fire» von Ed Sheeran und «Atemlos durch die Nacht» von Helene Fischer, das als inoffizielle Hymne des Fussball-Weltmeisters 2014 Deutschland auch in der Schweiz überall zu hören war.
Annexion der Krim
International war das Jahr 2014 vor allem vom Start des russisch-ukrainischen Krieges geprägt. Nach einem regionalen bewaffneten Konflikt und der Besetzung der Krim verkündete der russische Präsident Wladimir Putin am 18. März 2014 den Anschluss der ukrainischen Halbinsel an Russland. Die völkerrechtswidrige Annexion markiert den Beginn des Konflikts, der seit Februar 2022 durch Russland auf das gesamte ukrainische Territorium ausgeweitet wurde.
Verschollener Flug MH370
Auch ein Mysterium hielt die Welt in Atem. Ein Passagierflugzeug der Malaysia Airlines mit der bekannten Flugnummer MH370 mit 239 Personen an Bord verschwindet am 8. März 2014 auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking spurlos vom Radar. Trotz intensiver monatelanger Suche mit Flugzeugen und speziellen U-Booten wurde die Boeing 777 bis heute nicht gefunden.
Wie Untersuchungen später zeigten, hatte das Flugzeug vor dem Verschwinden seinen Kurs plötzlich geändert. Mittlerweile sind zwar vereinzelte Trümmerteile des Flugzeuges aufgetaucht, das Wrack und der Flugschreiber bleiben aber bis heute verschollen. Das Verschwinden von Flug MH370 gilt als eines der grössten Rätsel der Luftfahrtgeschichte.
Ebola-Epidemie
Ab Mitte des Jahres breitete sich das Ebola-Fieber in Westafrika zunehmend aus und nahm ein epidemisches Ausmass an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die Epidemie am 8. August 2014 zum internationalen Gesundheitsnotfall. Die Grenzen zwischen einzelnen afrikanischen Staaten wurden geschlossen und der internationale Verkehr aufgrund von Reisewarnungen teilweise eingeschränkt. Ende Oktober nimmt die Zahl der Neuinfektionen ab, bis Ende Dezember wurden offiziell 17'800 Infektionen gemeldet, 6300 Menschen starben.
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