Darum gehts
- Norwegen scheidet nach 1:2-Niederlage gegen England in WM-Viertelfinal aus
- Alexander Sörloth erhält Online-Drohungen nach verpasster Chance, Freundin teilt Hassnachrichten
- Trainer Stale Solbakken rät Spielern, soziale Medien an schwierigen Tagen zu meiden
Norwegen ist raus. Die Skandinavier scheiden nach einer 1:2-Pleite nach Verlängerung gegen England aus der WM aus.
Es hätte aber auch ganz anders kommen können. Kurz vor der Pause zieht Stürmer Alexander Sörloth (30) nach einem Konter auf das englische Tor zu. Der Akteur von Atlético Madrid müsste nur noch auf Haaland querlegen, dann wäre der norwegische Superstar alleine vor dem Tor.
Doch Sörloth machts alleine – und scheitert. Zu diesem Zeitpunkt führte Norwegen bereits mit 1:0. Kurz später trifft England zum Ausgleich. 1:1 statt 2:0. So etwas wie der Anfang vom norwegischen Ende.
Schlimme Kommentare
Im Internet wird Sörloth zum Buhmann. Und in den sozialen Medien hagelt es ganz wüste Kommentare. Am Sonntag teilt Sörloths Freundin Lena Selnes einige der schlimmen Nachrichten, die sie und ihr Freund erhalten.
«Die Weltmeisterschaft und der Fussball bringen viel Freude, aber auch viel Hass. Eigentlich möchte ich dem keine Beachtung schenken, aber nach solchen Kommentaren muss ich es tun», schreibt sie dazu in ihrer Instagram-Story.
Ein User schreibt: «Du wirst umgebracht werden.» Ein anderer fordert Sörloth dazu auf, sich das Leben zu nehmen. «Ich hoffe, dass jeder, unabhängig von der Situation, ein wenig mehr nachdenken kann, bevor er solche Kommentare abgibt», fährt Selnes fort.
Klare Worte vom Coach
«Es ist hart. Es gibt Dinge, bei denen man sich wünscht, man hätte es besser gemacht. Ich weiss aber auch, dass neue Chancen kommen werden. Natürlich ist es hart, wenn es um die grösste Bühne geht und wir um den Einzug in den Halbfinal der Weltmeisterschaft kämpfen», sagt Sörloth selbst nach dem Spiel.
Und Trainer Stale Solbakken (58) reagierte am Sonntag auf die Hassnachrichten: «Deshalb rate ich den Jungs, sich von den sozialen Medien fernzuhalten. Besonders an Tagen wie diesen.»
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