Gregor Kobel (600 Spielminuten, 6 Gegentore): Note 5
An seinem ersten Turnier als Nummer 1 blieb er mit Ausnahme des Gegentors gegen Kanada fehlerlos. Zeigte bereits nach 100 Sekunden gegen Katar seinen ersten Big Save und hielt die Nati auch gegen Argentinien im Spiel. Seinen grossen Moment hatte er gegen Kolumbien, als er mit seiner Penalty-Parade den Weg zum historischen Erfolg ebnete.
Manuel Akanji (600 Spielminuten/0 Tore): Note 6
Der Abwehrchef startete mit einem Aussetzer gegen Katar ins Turnier, steigerte sich aber danach von Spiel zu Spiel. Ab der K.o.-Phase in der Form der EM 2024, an der er zu den besten Verteidigern des Turniers gehörte.
Nico Elvedi (600 Spielminuten/0 Tore): Note 6
Der konstanteste und deshalb beste Schweizer an diesem Turnier. Vor gut einem Jahr noch Wackelkandidat avancierte er zusammen mit Akanji zum Fels in der Brandung in der K.o.-Phase. Er gewann am meisten Duelle und blieb über das ganze Turnier fehlerlos.
Luca Jaquez (74 Spielminuten/0 Tore): Note 5
Er hatte seinen grossen Auftritt im Spiel gegen Kanada, als er in der Startaufstellung stand und beide Tore einleitete. Fiel danach wegen muskulärer Probleme für den Rest des Turniers aus. Ihm gehört die Zukunft.
Miro Muheim (84 Spielminuten/1 Eigentor): Note 4
War in der Vorrunde der Pechvogel des Teams. Traf bei seinem ersten WM-Einsatz überhaupt gegen Katar in der Nachspielzeit ins eigene Tor und fiel danach vorübergehend verletzt aus. Kam gegen Kolumbien und gegen Argentinien wieder zu Teileinsätzen.
Denis Zakaria (360 Spielminuten/0 Tore): Note 5
Spielte sich auf der für ihn ungewohnten Rolle hinten rechts in der Viererkette ins Team und war ab der K.o.-Phase gesetzt. Erfüllte seine Aufgaben je länger je besser, nachdem er im Startspiel gegen Katar Mitschuld am Gegentreffer hatte.
Ricardo Rodriguez (520 Spielminuten/0 Tore): Note 5
Auf den ewigen Rodriguez war auch an dessen vierten WM Verlass, auch wenn der zusammen mit Granit Xhaka alleinige Schweizer Rekordhalter an WM-Spielen (18) körperlich an seine Grenzen stiess. Bereitete das 1:1 gegen Argentinien vor.
Silvan Widmer (172 Spielminuten/0 Tore): Note 4
Spielte nur im zweiten Spiel gegen Bosnien & Herzegowina von Beginn an, kam sonst nur – wenn überhaupt – als Joker rein. Ein absoluter Teamplayer, der weder ab- noch auffiel.
Eray Cömert (25 Spielminuten/0 Tore): Note 4
Als es darum ging, sich gegen Argentinien in Unterzahl ins Penaltyschiessen zu retten, erinnerte sich Yakin an ihn. Und der Basler hatte in der 107. Minute sogar die Chance auf den Lucky Punch, als er bei einer Freistossflanke von Xhaka einen Schritt zu spät kam.
Granit Xhaka (600 Spielminuten/1 Tor): Note 5
Der Captain spielt nicht so konstant wie an anderen Turnieren und hatte seine Aufs und Abs. Sorgte mit seiner harschen öffentlichen Kritik vor und zu Beginn des Turniers dafür, dass es intern zu Reibungen kam. Noch immer aber der Dreh- und Angelpunkt im Schweizer Spiel; ging auch im Penaltyschiessen gegen Kolumbien als erster Schütze voran.
Remo Freuler (594 Spielminuten/0 Tore): Note 5
Der unermüdliche Wasserträger erledigte auch in den USA und Kanada seinen Job unauffällig und praktisch ohne Fehl und Tadel. Liess aber Alvarez bei dessen Traumtor zum 2:1 einen Moment zu lange gewähren. Im Gegensatz zu anderen Turnieren konnte er offensiv keinen entscheidenden Akzent setzen.
Fabian Rieder (314 Spielminuten/0 Tore): Note 4
Hatte Mühe, ins Turnier zu finden, auch weil ihn in der Vorbereitung eine leichte Verletzung plagte. Rückte mit dem Ausfall von Manzambi aber wieder in die Startelf und erfüllte seinen Job gegen Kolumbien und Argentinien zumindest in der Defensive gut.
Ardon Jashari (71 Spielminuten/0 Tore): Note 3
Der legitime Nachfolger von Granit Xhaka oder Remo Freuler zahlte Lehrgeld. Machte beim Kurzeinsatz gegen Katar keine gute Figur und wurde gegen Kolumbien nach dem Ausfall von Manzambi ins kalte Wasser geworfen. Gegen Argentinien stand er während des Grossteils der Verlängerung auf dem Platz.
Djibril Sow (243 Spielminuten/0 Tore): Note 5
Einer der Gewinner dieser WM, bekam er doch mehr Einsatzminuten als man erwartet hatte. Der Zürcher entpuppte sich als perfekter Rollenspieler und erledigte die Aufgaben, die ihm gestellt wurden, nach bestem Wissen und Gewissen. Stand dreimal in der Startelf.
Michel Aebischer (155 Spielminuten/0 Tore): Note 4
Hatte seinen grossen Auftritt im Startspiel gegen Katar, als er in der ersten Halbzeit der Dreh- und Angelpunkt im Schweizer Team war. Danach nahm sein Einfluss aber von Spiel zu Spiel ab. Zuletzt war er wegen muskulärer Probleme keine Option mehr.
Johan Manzambi (200 Spielminuten/3 Tore): Note 6
Er kam, sah und traf. Der Genfer war auch international eine der Entdeckungen des Turniers. Mit drei Toren und zwei Assists brachte er den zu Beginn stotternden Nati-Motor in Schwung. Seine Knieverletzung war ein Schock. Nicht auszudenken, was mit ihm auch gegen Argentinien möglich gewesen wäre.
Dan Ndoye (409 Spielminuten/2 Tore): Note 5
Hatte Mühe, ins Turnier zu finden, weil ihm vor dem Tor gegen Katar und Bosnien & Herzegowina auch das Glück nicht hold war. Steigerte sich dann aber in der K.o.-Phase und schoss gegen Algerien und Argentinien wichtige Tore.
Ruben Vargas (284 Spielminuten/2 Tore): Note 5
Zeigte seine Skorerqualitäten gegen Bosnien und Algerien und sorgte mit seinem verwandelten Penalty gegen Kolumbien für Ekstase im ganzen Land. Konnte aber auch aufgrund von körperlichen Problemen nicht sein ganzes Potential ausschöpfen.
Breel Embolo (416 Spielminute/2 Tore): Note 3
Er kam als Letzter und ging als Erster. Es war nicht die WM des Baslers, der wegen seiner Esta-Affäre erst drei Tage später in die USA reisen durfte und dessen Platzverweis nach einer Schwalbe gegen Argentinien der Anfang vom Ende war. Trotzdem hatte der Teamplayer auch ein paar lichte Momente: Er schoss zwei Tore und bereitete zwei vor.
Zeki Amdouni (69 Spielminuten/0 Tore): Note 4
Er gewann nach seinem Kreuzbandriss zwar den Wettlauf gegen die Zeit, dass er aber noch nicht der Alte war, wurde offensichtlich. Abgezockt, wie er seinen Penalty gegen Kolumbien verwandelte, sonst konnte er bei seinen Kurzeinsätzen aber keine Akzente setzen.
Noah Okafor (19 Spielminuten/0 Tore): Note 3
Nach seiner sackstarken Saison in der Premier League (8 Tore) erhoffte man sich mehr vom Flügelflitzer von Leeds. Doch Yakin schenkte ihm nur gegen Algerien das Vertrauen und die Chance, sich aufzudrängen. Das gelang ihm aber nicht.
Cedric Itten (39 Spielminuten/0 Tore): Note 4
Kannte seine Rolle und tat in den wenigen Einsatzminuten, die er erhielt, sein Bestes. Hatte seinen grössten Moment im Penaltyschiessen gegen Kolumbien, als er seinen Penalty souverän verwandelte.
Christian Fassnacht (5 Spielminuten/0 Tore): Note 4
Der Torschütze der abgelaufenen Super-League-Saison spielte nur eine Nebenrolle. Immerhin kam er gegen Kanada in Vancouver zu ein paar Minuten WM-Feeling.
Die Torhüter Yvon Mvogo und Marvin Keller sowie Verteidiger Aurèle Amenda kamen nicht zum Einsatz und wurden deswegen nicht bewertet.
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