Nati-Coach Yakin macht Star-Entertainer sprachlos
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«Wir sind keine Bösewichte»:Nati-Coach Yakin macht Entertainer sprachlos

Ex-Bebbi-Stürmer Giménez adelt Murat Yakin
«Er gehört zu den besten Trainern dieser WM»

Ex-FCB-Stürmer Christian Giménez tröstet im Gespräch mit Blick seinen Freund Murat Yakin nach dem WM-Aus – und erklärt, weshalb Argentinien gegen die Schweiz solche Mühe hatte.
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Murat Yakin kriegt von seinem argentinischen Freund Christian Gimenez ein Sonderlob.
Foto: TOTO MARTI
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Das Schweizer Sommermärchen ist in der Nacht auf Sonntag jäh zu Ende gegangen. Argentinien dagegen darf weiter von der erfolgreichen Titelverteidigung und dem insgesamt vierten WM-Titel träumen.

Einer, der mit der Albiceleste kräftig mitfiebert, ist Christian Giménez (51), der ehemalige argentinische Stürmer von Lugano und Basel (dreimal Meister, zweimal Cupsieger).

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Den Viertelfinal verfolgte der heutige Spielerberater vor dem TV. «Nach der ersten Halbzeit von England gegen Norwegen und dem Anpfiff musste ich aber noch einen kurzen Nap einlegen», erzählt Giménez zu Blick mit einem Lachen. Dass ihn danach eine lange und umkämpfte Partie erwarten würde, habe er geahnt.

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2:45
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Gute Freundschaft mit Yakin

«Es tut mir sehr leid für die Schweiz, aber auch für Murat.» Giménez und Yakin bestritten zu gemeinsamen Basler Zeiten 103 Partien und sind bis heute eng befreundet. Sie stehen regelmässig in Kontakt und treffen sich immer wieder – etwa in der Yakin Arena in Unterengstringen. Vor eineinhalb Jahren reisten sie zudem gemeinsam nach Buenos Aires, um den damaligen Nati-Kandidaten Lucas Blondel kennenzulernen.

Wegen dieser Freundschaft und seiner Beziehung zur Schweiz hatte Giménez gehofft, dass es gar nicht erst zu diesem Viertelfinal kommen würde. «Murat kann stolz sein. Die Schweiz hat gekämpft und alles gegeben. Am Ende entscheiden im Fussball oft Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Genau das hat dieses Spiel wieder gezeigt.» Der Nati-Coach müsse sich keinerlei Vorwürfe machen. Im Gegenteil: «Er hat bewiesen, dass er zu den besten Trainern dieser WM gehört.»

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Er versteht die Platzverweis-Diskussion

Noch hat sich Giménez bei Yakin noch nicht persönlich gemeldet. «Ich werde ihm in den nächsten Tagen gratulieren. Die Schweiz hat ein fantastisches Turnier gespielt.» Gut möglich, dass die beiden dann auch über den Platzverweis von Breel Embolo sprechen werden. «Die Gelb-Rote Karte hat das Spiel natürlich verändert. Das können wir nicht ausblenden. Danach ist das Momentum auf unsere Seite gekippt. Davor hatten wir grosse Mühe mit der Intensität der Schweiz. Sie haben perfekt gespielt und uns kaum Räume gelassen.»

Ob die Nati in Überzahl gegen Argentinien gewonnen hätte? Giménez überlegt kurz und schmunzelt. Dann sagt er: «Das ist schwierig zu sagen. Die Partie wäre aber sicher bis zum Schluss ausgeglichen geblieben.» Dass in der Schweiz nun intensiv über die umstrittene Szene diskutiert wird, kann er nachvollziehen. «Das ist Fussball. Wenn du gewinnst, denkst du über solche Szenen nicht nach. Wenn du verlierst, schon. Das ist völlig normal.»

«Ich hoffe es aber sehr»

Im Halbfinal wartet nun England. «Für das argentinische Volk ist das ein besonderes Spiel – emotional wie sportlich. Sie kommen aber immer besser in Fahrt. Man merkt, dass diese Mannschaft bereits ihre dritte WM gemeinsam bestreitet. Sie ist ein echtes Team.» Besonders gefreut habe ihn, dass gegen die Schweiz nicht nur Lionel Messi getroffen habe. «Auch die anderen Offensivspieler haben endlich ihre Tore gemacht.»

Ob der Traum von der Titelverteidigung tatsächlich Realität wird? Giménez bleibt vorsichtig. «Das wird sich zeigen. Ich hoffe es aber sehr.»

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