Das sagen Mathematik und Geschichte
Können die USA vom WM-Titel träumen?

Nach dem Traumstart gegen Paraguay kennt die Euphorie in den USA kaum Grenzen. Doch trotz Lobeshymnen und Heimvorteil sprechen Statistiken und historische Daten klar gegen einen WM-Triumph der Amerikaner.
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Der Jubel über den Sieg gegen Paraguay ist im USA-Lager riesengross.
Foto: FIFA via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA, Mexiko und Kanada punkten bei WM-Auftakt, USA besonders beeindruckend
  • Mathematiker: USA nur 1 % Titelchance, Schweiz bei 1,16 %
  • Seit 1998 kein Gastgeber mehr Weltmeister, nur 6 schafften es je
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die drei Gastgeberländer Mexiko, Kanada und die USA sind verheissungsvoll in die WM gestartet. Alle konnten zum Auftakt punkten, am meisten Eindruck hinterliessen dabei die Amerikaner. Dass der Sieg gegen ein eher unscheinbares Paraguay zustande kam, spielt derzeit kaum eine Rolle. Für Bescheidenheit ist in den USA momentan kein Platz – im Gegenteil.

Nach dem gelungenen Auftakt scheint die Euphorie grenzenlos. «Die erste Halbzeit war wahrscheinlich die beste, die die USA je an einer Männer-Weltmeisterschaft gespielt haben», schreibt «The Athletic». Auch zahlreiche andere Medien feiern den Auftritt der Gastgeber in den höchsten Tönen.

Gastgeber haben es schwierig

Doch wie realistisch sind die Titelträume tatsächlich? Laut den Berechnungen des Mathematikers Jonas Bächinger eher begrenzt. Er simulierte vor Turnierstart die gesamte WM mithilfe von einer Million Monte-Carlo-Simulationen – jedes Spiel und jede K.-o.-Runde nach dem offiziellen Fifa-Reglement. Das Resultat: Die USA kommen auf eine Titelchance von 1 Prozent. 18 Nationen liegen vor ihr – darunter unsere Nati (1,16 Prozent). Mexiko und Kanada kommen derweil beide auf 0,4 Prozent.

Auch die Geschichte spricht nicht unbedingt für die Gastgeber. Seit Frankreich 1998 hat keine Gastgebernation mehr den WM-Pokal gewonnen. Mehr noch: Seither hat es kein Gastgeber mehr bis in den Final geschafft. Insgesamt gelang es überhaupt erst sechs Nationen, eine Heim-WM zu gewinnen (alle sechs siegreichen Nationen und ihre Finalspiele gibt es unten in der Übersicht).

Die Vergangenheit zeigt also, dass Heimvorteil allein keine Erfolgsgarantie ist. Träumen dürfen die Amerikaner nach diesem Auftakt dennoch. Nur allzu realistisch sind diese Träume derzeit noch nicht.

1998: Frankreich (Finalsieg gegen Brasilien)

Es war die WM von Zinédine Zidane. Die französische Nummer 10 begeisterte im Finale nicht nur mit seiner eleganten Spielweise, sondern trug auch zwei Treffer zum 3:0-Sieg gegen Brasilien bei.

1978: Argentinien (Finalsieg gegen die Holland)

Das Turnier in Argentinien stand im Schatten einer Militärdiktatur. Entsprechend gut tat dem Volk der WM-Titel. Die grosse Figur war dabei Mario Kempes. Im Final trug er zwei Tore zum 3:1-Sieg gegen Holland bei.

1974: Deutschland (Finalsieg gegen die Holland)

Mit Franz Beckenbauer als Captain krönte sich die Bundesrepublik Deutschland im Finale von München gegen Holland zum zweiten Mal zum Weltmeister. Nach je einem Penalty erzielte Gerd Müller das Siegtor für die Deutschen.

1966: England (Finalsieg gegen Deutschland)

Im Wembley feierte England den ersten Weltmeistertitel nach einem 4:2-Sieg gegen die Bundesrepublik Deutschland. In die Geschichte ging dieses Spiels wegen des berühmt-berüchtigten Wembley-Tores von Geoff Hurst ein.

1934: Italien (Finalsieg gegen die Tschechoslowakei)

In Rom setzte sich Italien in der Verlängerung gegen die Tschechoslowakei durch. Nach 90 Minuten stand es 1:1, ehe in der fünften Minute der Verlängerung Angelo Schiavio der Siegtreffer für die Azzurri gelang.

1930: Uruguay (Finalsieg gegen Argentinien)

In Montevideo triumphierte Gastgeber Uruguay durch einen 4:2-Sieg im Final gegen Argentinien. Fifa-Präsident Jules Rimet überreichte dem siegreichen Team die WM-Trophäe, die später nach ihm benannt wurde.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
1
2
3
2
Südkorea
Südkorea
1
1
3
3
Tschechien
Tschechien
1
-1
0
4
Südafrika
Südafrika
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
1
0
1
2
Kanada
Kanada
1
0
1
3
Katar
Katar
1
0
1
4
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
1
1
3
2
Marokko
Marokko
1
0
1
3
Brasilien
Brasilien
1
0
1
4
Haiti
Haiti
1
-1
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
1
3
3
2
Australien
Australien
1
2
3
3
Türkei
Türkei
1
-2
0
4
Paraguay
Paraguay
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
1
6
3
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
1
1
3
3
Ecuador
Ecuador
1
-1
0
4
Curacao
Curacao
1
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
1
4
3
2
Japan
Japan
1
0
1
3
Niederlande
Niederlande
1
0
1
4
Tunesien
Tunesien
1
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
0
0
0
2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
0
4
Uruguay
Uruguay
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
0
3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
K.o.-Phase
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