WM als Schaufenster
Wie lange brennt Zigi noch für St. Gallen?

253 Mal zog Publikumsliebling Lawrence Ati Zigi für seinen FC St. Gallen die Goalie-Handschuhe an. Nun läuft sein Vertrag im Juni 2027 aus. Nutzt der Ghanaer das WM-Schaufenster für einen Auslandstransfer? Oder bleibt er den Espen treu?
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Zigi macht sich in St. Gallen mit dem Cupsieg unsterblich.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lawrence Ati Zigis Vertrag beim FCSG läuft im Juni 2027 aus
  • Der Goalie fühlt sich wohl, Verlängerung aber wegen Gehalt ungewiss
  • Zigi spielt bei Ghana und könnte seinen Marktwert bei der WM steigern
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Stefan KreisReporter Fussball

Wie gross Lawrence Ati Zigi (29) in St. Gallen ist, zeigt eine Fan-Aktion vom Oktober 2025. Der komplette Espenblock enthüllt eine überdimensionale Choreo und huldigt ihrer unumstrittenen Nummer 1, ihrem absoluten Publikumsliebling. «Zigi, Zigi, Zigi»-Rufe hallen durchs Stadionrund. In solchen Momenten ist schwer vorstellbar, dass der Ghanaer den FCSG irgendwann verlassen wird. Zumal sich der Goalie, das betont er immer wieder, in der Ostschweiz pudelwohl fühlt. 

Trotzdem riechts derzeit ein wenig nach Abschied. Weil Zigis Vertrag im Juni 2027 ausläuft – und bislang noch nicht verlängert wurde. Laut Blick-Infos würde der FCSG zwar gerne mit Zigi weitermachen. Weil der Goalie aber bereits zu den Top-Verdienern im Kader gehört, gibts für den Klub eine finanzielle Schmerzgrenze. 

Für Goalie-Legende Markus Schüepp, der in den 70er-Jahren sechs Saisons lang für den FCSG spielte und auch heute noch jedes Spiel verfolgt, ist klar, dass Zigi eine Riesennummer ist: «Er ist über den gesamten Zeitraum gesehen der wohl beste Goalie, den der FC St. Gallen je hatte. Das Volk liebt ihn. Auch weil er ein attraktiver Goalie ist, der mit seinen Einlagen für Unterhaltung sorgt. Ich würde ihn aus diesen Gründen behalten.» Zu welchem Preis sei aber «schwierig zu sagen», so Schüepp. 

Zigi lässt sich nicht stressen

Sollte Zigi die Espen verlassen, hätte man mit Lukas Watkowiak einen Goalie, dem Schüepp die Rolle als Nummer 1 zutrauen würde. «Unabhängig von seinem Lapsus im Cupfinal könnte man mit ihm in die Saison gehen.» Mit Gentrit Muslijia (20, FC Wil) hat Grün-Weiss ein Goalie-Talent aus dem eigenen Nachwuchs in seinen Reihen. Auch Bela Dumrath (22), der zuletzt für die Stuttgarter Kickers spielte, hat beim FCSG noch einen Vertrag. 

So wie Zigi, der sich auch deshalb nicht stressen lässt – und seinen Fokus stattdessen auf die WM-Vorbereitung mit Ghana legt. Unter dem neuen Trainer Carlos Queiroz scheint er die Nummer 1 zu sein. Im letzten Test vor der WM, beim 1:1 gegen Wales, steht der Espen-Goalie von Beginn an zwischen den Pfosten. Viel spricht deshalb dafür, dass er auch in den Gruppenspielen gegen Panama, England und Kroatien in die Hosen darf. Und er seinen Marktwert, dem internationalen Schaufenster sei Dank, steigern wird.

Spätestens dann darf weiter über Zigis Zukunft spekuliert werden. 

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