Was ist da los?
Der FC Sion hat vor dem Ajax-Knüller vor allem ein Problem

Letzte Saison stellte der FC Sion die beste Abwehr der Liga. In dieser Spielzeit ächzt und knarrt es allenthalben. Doch Sportchef Barthélémy Constantin ist vor dem Knüller gegen Ajax Amsterdam kein bisschen beunruhigt.
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Numa Lavanchy sucht noch nach der perfekten Position auf dem Platz.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sion empfängt Ajax zum Conference-League-Hinspiel vor 9000 Fans im Tourbillon
  • Defensive mit Problemen: Sechs Gegentore nach drei Ligaspielen
  • Sportchef Barthélémy Constantin sieht Fortschritte in der Defensive
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Alain KunzReporter Fussball

Die Good News vorneweg: Die Stimmung wird am Donnerstagabend, wenn sich das grosse Ajax Amsterdam zum Conference-League-Showdown-Hinspiel ein Stelldichein im Tourbillon gibt, elektrisierend sein. Die normalpreisigen Tickets waren schon wenige Minuten nach Online-Verkaufsstart vergriffen. Es verblieben bloss noch einige Business-Plätze für 200 Franken. Weil die Uefa nur Sitzplätze zulässt, dürfen nur 9000 Fans ins Stadion.

Wenig zulassen sollte grundsätzlich auch die beste Abwehr der Super League in der letzten Saison. Doch genau das ist für Sion zu einem unerwarteten Problem geworden. Dem Glanz der letzten Spielzeit mit dem Bestwert von bloss 40 Gegentoren haftet massiv Patina an!

In der Liga sind es bereits sechs Gegentore nach drei Spielen. In der Conference-League-Qualifikation gegen Gegner von Challenge-League-Niveau waren es auch schon vier in ebenso vielen Spielen. Und dann kassiert man beim FC Kerzers dieses 1:1. Dabei hat die Sittener Defensive artig zugeschaut, wie sie von den Freiburger Ballartisten nach allen Regeln der Kunst schachmatt gesetzt wurde.

Positionsfehler – vor allem von Noé Sow

Was ist da los? Es handelte sich nicht nur um kollektives Versagen, sondern vielen Toren lagen krasse individuelle Fehler zugrunde. So wurde Nias Hefti in Armenien vom Platz gestellt, weil er sich, bereits verwarnt, ein dämliches zweites Gelbfoul leistete. Numa Lavanchy verlor – anders als in der letzten Saison – immer wieder das perfekte Flair für seine Position. Und auch Captain Ali Kabacalman leistete sich ungewohnte Fehlzuspiele.

Aber vor allem hatte Noé Sow, der Back-up des langzeitverletzten Kreshnik Hajrizi, Spiel für Spiel Probleme mit Positionierung und Zweikampftiming. Bei einigen Toren sah er nicht gut aus. Und zu schlechter Letzt passierte etwas, was man für passé gehalten hatte: Anthony Racioppi leistete sich Aussetzer wie einst in Bern mit YB. So gleich deren zwei beim in extremis erzwungenen 3:2-Sieg gegen Vaduz.

Was man feststellen konnte: Die Absenz von Hajrizi, der sich vor Saisonstart an den Adduktoren operieren lassen musste, fällt stärker ins Gewicht als erwartet. Und er ist wohl erst im Oktober zurück. «Kreshnik und Jan Kronig, die gemeinsam bei YB grossgeworden waren, verstehen sich blind», sagt Sportchef Barthélémy Constantin. «Dass mit Noé die Automatismen nicht gleich sein können, ist normal. Aber er ist Spiel für Spiel besser geworden», sagt der Präsidentensohn vor dem Clash mit Ajax. Und reagiert hat er auch schon auf den Engpass. Von Juventus Turin hat man Lorenzo Villa (23) geholt, der im Cup bei Kerzers zu seinen ersten Einsatzminuten gekommen ist. «Er hat die Vorbereitung einen Monat später begonnen. Nun hat er das aufgeholt. Nach einer tollen Saison mit Padua in der Serie B wird er eine nachhaltige Verstärkung sein. Sonst hätte ich ihn ja nicht geholt.»

Ausgeruhtes Sion

Letzte Woche hatte Constantin junior noch von einer gewissen Naivität gesprochen. Nun relativiert er: «Wenn man die Bilanz der Defensive von letzter und der aktuellen Saison schon jetzt zieht, ist das viel zu früh. Die Reisen nach Aserbaidschan und Armenien haben überdies zu einer gewissen mentalen Müdigkeit geführt, die hatten wir vor einem Jahr nicht. Dennoch sind wir gegen Vaduz zurückgekommen.»

Dank des Cups – nur drei Spieler haben das Spiel in Kerzers begonnen, die auch gegen Ajax in der Startelf stehen werden, und alle drei sind Verteidiger – ist man nun ausgeruht, um das grosse Ajax herauszufordern. Mit einer hoffentlich hellwachen Defensive. Schlusswort Constantin: «Ich bin kein bisschen beunruhigt.»

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
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3
9
9
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
3
8
7
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
3
2
7
4
FC Sion
FC Sion
3
2
6
5
FC Basel
FC Basel
3
2
6
6
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
3
1
5
7
Servette FC
Servette FC
3
-1
3
8
FC Zürich
FC Zürich
3
-5
3
9
FC Thun
FC Thun
3
-6
3
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
3
-4
1
11
FC Luzern
FC Luzern
3
-5
1
12
FC Vaduz
FC Vaduz
3
-3
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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