Trainer Hediger hofft
Der FC Zürich will noch einen Mittelfeldspieler holen

Der neue Abwehrchef dürfte gegen Winterthur sein Debüt geben. Aber das Kader bleibt dünn. FCZ-Trainer Dennis Hediger redet über einen möglichen Last-Minute-Zugang.
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Holen die Zürcher Ersatz für ihn? Matthias Phaëton wird dem FCZ rund einen Monat lang fehlen.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus
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Florian RazReporter Fussball

Die News der Woche

Einen wie ihn könnte der FC Zürich gut gebrauchen. Aber Matthias Phaëton (26) hat sich beim Warmmachen vor dem Spiel in Basel schwerer verletzt. Der Flügel wird rund vier Wochen ausfallen. «Bei uns kommt vieles zusammen», sagt Trainer Dennis Hediger (39) auf dem Youtube-Kanal des Klubs über den Ausfall. Und er kündigt an, dass der FCZ noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden könnte: «Natürlich sind wir froh, wenn wir in der Breite etwas machen können.» Schliesslich haben die Zürcher derzeit die dünnste Bank der ganzen Liga. Gemäss Blick-Informationen ist der Klub kurz davor, einen Mittelfeldspieler zu verpflichten. Seine Zukunft beim FCZ bereits hinter sich hat dagegen Vincent Nvendo (22). Der Stürmer, der in Basel sehr unbedarft einen Penalty verursacht hat, wird wenige Tage darauf an Xamax in die Challenge League abgegeben.

Die grosse Frage

Warum unterschreibt ein Liebling der Südkurve in Winterthur und nicht beim FCZ? Mirlind Kryeziu kehrt nach seinem Abgang im Sommer mit Winterthur zurück in den Letzigrund und könnte sein Debüt geben. Vergangene Woche einigten sich Winti und Kryeziu auf einen Vertrag bis Sommer 2027. Eine Verstärkung in der Abwehr, die auch der FCZ hätte gebrauchen können. Eine Rückkehr von Kryeziu zu seinem Jugendclub wurde diskutiert, Präsident Ancillo Canepa bestätigte Gespräche, und gemäss Blick-Informationen soll der Name Kryeziu auch auf grössere Zustimmung in der Transferkommission gestossen sein. Von wem also kam das Veto? «Es gab keines», sagt Dennis Hediger. Es sei eine Entscheidung für Neuverpflichtung Alexander Hack gewesen: «Er kommt mit einem Rhythmus zum FCZ, und Mirlind hat diesen nicht gehabt. Deshalb hat uns eine Referenz gefehlt, um zu beurteilen, ob er uns sofort helfen kann.» Hack dürfte gegen Winterthur sein Debüt im FCZ-Dress geben.

Gesagt ist gesagt

«Diese Niederlage war noch schlimmer als die vor zwei Wochen.» FCZ-Trainer Hediger über das 1:2 beim FC Basel, das ihn und die Spieler noch härter getroffen hat als das 3:4 gegen die Basler vor 14 Tagen. «Das bekommst du nicht aus den Köpfen», gibt Hediger auch noch zu. Und verliert trotzdem nicht seinen Optimismus: «Schön ist, dass alle Spieler gemerkt haben, dass wir in Basel über lange Zeit ein sehr gutes Spiel gezeigt haben.»

Mögliche Aufstellung

Huber; Kamberi, Hack, Vujevic, Comenencia; Krasniqi, Palacio; Di Giusto, Tsawa, Emmanuel; Kény.

Wer fehlt?

Innenverteidiger Ilan Sauter, gegen den FC Basel noch Torschütze, fehlt mit einer Gelbsperre. Matthias Phaëton ist ebenso verletzt wie Juan José Perea und Jill Stiel. Rechtsverteidiger Chris Kablan ist fraglich und dürfte das Winterthur-Spiel ebenfalls verpassen. Damienus Reverson wird als fraglich gemeldet.

Neben dem Platz

«Ich bin kein Influencer.» So beginnt Ancillo Canepa (72) seine Karriere als … Influencer. Der FCZ-Präsident hat letzte Woche ein Video auf die offizielle Website des Vereins stellen lassen, in dem er Werbung für ein Nahrungsergänzungsmittel macht. Die online einsehbaren Reaktionen auf das Video sind verhalten bis vernichtend. Wobei zu vermuten ist, dass die meisten Menschen den Höhepunkt des Videos verpassen, weil das Werk leicht länger dauert als die heutige Aufmerksamkeitsspanne: sieben Minuten. Richtig dramatisch wird es, als Canepa sehr ernsthaft erklärt, wie man ein Getränk anrührt. «Vom Gout her ist es am Anfang ganz leicht gewöhnungsbedürftig», sagt Canepa, «aber für mich heute und jetzt ist es ein wunderbares Getränk.» Na dann: zum Wohl!

Hast du gewusst, dass...

… kein anderes Team der Liga so viele späte Gegentore kassiert wie der FCZ? Bereits 17 Treffer haben die Zürcher nach der 75. Minute eingefangen. Auf Rang zwei dieser unschönen Rangliste? Der Gegner vom Mittwoch. Der FC Winterthur hat 14 späte Gegentore zugelassen.

Aufgepasst auf

Die Tabelle! Der FCZ spielt gegen den Abstieg. Immerhin hat er, dass inzwischen selber eingesehen, nachdem vor zwei Wochen noch öffentlich vom Erreichen der Top 6 geredet worden ist.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 23 Runden:

1. N. Di Giusto 4,5
2. Bangoura 4,5
3. Huber 4,0

Hier gehts zu allen Zürcher Noten.

Der Schiedsrichter

Sven Wolfensberger.

Der Gegner

Der FC Winterthur ist zwar in aufsteigender Form, stellt gleichzeitig aber einen neuen Negativrekord in der Super League auf: In den 22 Spielen hat das Schlusslicht bisher immer mindestens ein Gegentor erhalten – ein Novum seit der Ligareform 2003. Hier erscheint das Winti-Inside.

24

Runde

Di., Luzern – GC 4:3
Mi., St. Gallen – YB, 20.30 Uhr
Mi., FCZ – Winterthur, 20.30 Uhr
Mi., Lugano – Servette, 20.30 Uhr
Do., Sion – Basel, 20.30 Uhr
Do., Thun – Lausanne, 20.30 Uhr

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
23
24
52
2
FC Lugano
FC Lugano
23
11
41
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
22
14
39
4
FC Basel
FC Basel
23
9
39
5
FC Sion
FC Sion
23
6
34
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
23
-2
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
23
2
29
8
FC Luzern
FC Luzern
24
-2
27
9
Servette FC
Servette FC
23
-7
25
10
FC Zürich
FC Zürich
23
-12
25
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
24
-12
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
22
-31
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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