Darum gehts
- YB kassiert zehnte Rote Karte der Saison nach Gregory Wüthrichs Platzverweis.
- Neun der Karten wurden im Jahr 2025 verteilt, Problem bleibt präsent.
- Seit 2003 nur einmal ohne Europacup-Teilnahme, Platz drei gefährdet.
Natürlich, beim zweiten Foul, das zu einer gelben Karte für Gregory Wüthrich führt, läufts blöd für den Berner. Er will den Ball an der Strafraumgrenze wegschlagen, sieht den herannahenden Emmanuel Tsimba wohl nicht, zieht durch – und trifft nur den Ex-YBler, nicht aber den Ball. Marschbefehl!
Es ist der 10. (zehnte!) für einen Gelbschwarzen in der laufenden Saison. Im Detail: In der Meisterschaft sehen Tanguy Zoukrou, Olivier Mambwa, Saidy Janko, Edimilson Fernandes, Rayan Raveloson direkt Rot. Dazu Janko, Armin Gigovic und Gregory Wüthrich Gelb-Rot. Macht acht. Dazu erwischt es in der Europa League Gigovic mit Rot und Zoukrou mit Gelbrot. Das Total beträgt also zehn!
Seoane will Rote nicht mit Gelb-Roten vergleichen
Neun dieser Karten mit der unliebsamen Farbe gehen auf das Jahr 2025 zurück. Weshalb es in der Winterpause und im Trainingscamp ein grosses Thema war. In den ersten fünf Spielen gehts gut.
Im sechsten Spiel nicht mehr. Doch Coach Gerardo Seoane relativiert: «Eine Gelb-Rote ist natürlich nicht zu vergleichen mit einer direkten Roten. Das ist eine Konsequenz von vielen Zweikämpfen. Natürlich ist es für die Innenverteidiger eine spezielle Challenge gegen Michi Frey, der das physische Spiel perfekt beherrscht, der den Körper gut hineinhält. Zweimal hat Gregi die Aktionen vom Timing her falsch eingeschätzt. Das ist ärgerlich, denn ein Spieler wie er, mit seiner Erfahrung, kann diese Situationen besser lesen, ganz klar. In der Summe ist das jeweils eine zu grosse Hypothek und eine extreme Erschwerung. Über eine ganze Saison hinaus gehört die eine oder andere rote Karte sicher dazu. Aber das ist definitiv zu viel.»
Lauper: «Wir machen uns das Leben selbst schwer»
Doch der Coach ist nicht der Einzige, der sich ärgert. Auch die Spieler haben die Nase langsam voll von dieser Farbe. «Einmal mehr machen wir uns das Leben selbst schwer», klönt Sandro Lauper. Edimilson Fernandes ergänzt: «Gefühlt haben wir in jedem Spiel eine Rote. Das müssen wir endlich stoppen.» Und weil es einen Innenverteidiger getroffen habe, müsse man umstellen, was doppelt mühsam sei.
Darian Males ist da ganz klar: «Wir killen uns jedes Mal selbst mit diesen roten Karten. Wir haben es im Trainingslager angeschaut. Wir werden es wieder anschauen müssen.» Da schwingt eine gewisse Ratlosigkeit mit. Und Frust. Auch weil dieses 1:1 erneut einen Rückschritt darstelle. «Nach dem 3:0 wollten wir eine Siegesserie starten. Jetzt fängt wieder alles von vorne an …»
Erst einmal hat YB das internationale Geschäft verpasst
Doch irgendwann müsste YB damit beginnen. Sonst wirds eng mit Platz drei, der fix zur Teilnahme am Europacup berechtigt. Der Rückstand ist immer noch gross. YB droht das Worst-Case-Szenario mit dem Verpassen des internationalen Geschäfts. Etwas, das seit Einführung der Super League im Jahr 2003 erst einmal geschah, in der Saison 2012/13.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 23 | 24 | 52 | |
2 | FC Lugano | 23 | 11 | 41 | |
3 | FC St. Gallen | 22 | 14 | 39 | |
4 | FC Basel | 23 | 9 | 39 | |
5 | FC Sion | 23 | 6 | 34 | |
6 | BSC Young Boys | 23 | -2 | 33 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 23 | 2 | 29 | |
8 | Servette FC | 23 | -7 | 25 | |
9 | FC Zürich | 23 | -12 | 25 | |
10 | FC Luzern | 23 | -3 | 24 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 23 | -11 | 20 | |
12 | FC Winterthur | 22 | -31 | 14 |

