Darum gehts
- Christian Fassnacht steht vor seinem 100. Tor für YB
- Der Mann aus Thalwil ZH hat in 20 Spielen gegen GC zehn Tore erzielt
- YB-Rekordtorschütze Geni Meier hält (ewigen) Rekord mit 265 Treffern
Gut, die Marke von Geni «Bomben»-Meier (1930-2002) wird wohl nie geknackt werden. 14 Jahre lang spielte der gebürtige Schaffhauser für YB. In dieser Zeit schoss er 265 Tore.
Auf Platz zwei der ewigen YB-Torschützenliste liegt Jean-Pierre Nsame (32, jetzt bei Legia Warschau), der erreichte 140 Treffer. Dritter ist mit Ernst Wechselberger (1931-2013) ein zweiter Held der 50er-Jahre mit 131 Toren, vor Guillaume Hoarau (41) mit 118. Dann kommt schon ein aktueller Spieler der Young Boys: Christian Fassnacht.
Der 32-Jährige, man darf es so sagen, ist noch nicht ganz hundert. Momentan steht er bei 99 Treffern für die Berner.
Viel Lob – und ein Seitenhieb von Lauper
Nun steht der Gang zu GC an, in Fassnachts Zürcher Heimat. Das 100. Tor? «Es wäre schön, ja», sagt der Mann aus Thalwil ZH. «Aber eigentlich hatte ich es anders angepeilt gehabt. Ich wollte, als es mir besser lief, das hundertste Tor und den fünfzigsten Assist im 300. Spiel.» Die Marke mit den Partien erreichte er bereits letzte Woche beim bitteren Europa-League-Aus in Stuttgart. Für den Rest fehlen ihm noch ein Tor und zwei Assists.
Was Fassnacht als Torjäger so gefährlich macht, erklärt sein Teamkollege Sandro Lauper gegenüber Blick: «Sein ‹Näsli› im Sechzehner ist eines der besten in der Schweiz. Er trifft häufig mit dem ersten Kontakt. Auch weil er eine sehr saubere Schusstechnik hat. Und er leitet oft eigene Tore selbst ein mit einem Pass, der gefolgt ist von einem Sprint in den Strafraum.» Und Lauper ergänzt: «Seine Zahlen sprechen für sich.»
Einen Seitenhieb kann sich Lauper dann doch nicht verkneifen: «Ich will ihm ja nicht Unrecht tun, aber Fasi ist nicht der Typ Trainingsweltmeister. Da zieht er eher zurück, als dass er voll durchzieht. Dafür macht er es am Wochenende. Das ist für uns viel mehr wert.»
Voll des Lobes – ohne Seitenhieb – ist auch Trainer Gerardo Seoane (47): «Er kann das Spiel im Offensivbereich sehr gut lesen. Zwischen den Linien, im Timing der Laufwege. Und er hat einen sehr guten Abschluss. Egal ob per Kopf, rechts oder links.»
Die Statistik sagt: Fassnacht trifft gegen GC
Die Krisen-Wochen bei YB seien zuletzt aber bei allen im Team zur Kopfsache geworden, erklärt Seoane weiter. Darum liess er Fassnacht zuletzt gegen den FCZ vorerst auf der Bank schmoren. «Und ich wollte mit Virginius mehr Breite. Mit Fasi hat man mehr Zwischenraum. Diese Flexibilität gibt uns unser Kader.»
Gegen die Hoppers wird Seoane wohl wieder auf Fassnacht setzen. Gemäss Statistik ist die Chance gross, dass der offensive Mittelfeldspieler seinen 100. Treffer gegen GC macht. In zwanzig Spielen gegen die Hoppers hat er zehnmal getroffen. Also statistisch in jedem zweiten Match. Zuletzt gabs bei der 2:6-Klatsche im Dezember kein Fassnacht-Tor. Er wäre also wieder an der Reihe.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 22 | 22 | 49 | |
2 | FC Lugano | 22 | 11 | 40 | |
3 | FC St. Gallen | 21 | 14 | 38 | |
4 | FC Basel | 22 | 8 | 36 | |
5 | FC Sion | 22 | 6 | 33 | |
6 | BSC Young Boys | 22 | -2 | 32 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 22 | 2 | 28 | |
8 | Servette FC | 22 | -5 | 25 | |
9 | FC Zürich | 22 | -11 | 25 | |
10 | FC Luzern | 22 | -3 | 23 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 22 | -11 | 19 | |
12 | FC Winterthur | 21 | -31 | 13 |
