Joker Fassnacht erlöst YB im Krisengipfel
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Highlights im Video:Joker Fassnacht erlöst YB im Krisengipfel

Stabilität statt Rotation
Warum Seoane seine Strategie wechselte und wen YB noch sucht

YB ist zurück auf der Siegesstrasse. Weil Coach Gerardo Seoane befleissigt, was ihm Blick und Experte Blerim Dzemaili geraten haben. Und welche Transfers die Berner nach demjenigen von Stefan Bukinac noch ins Auge fassen.
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Mit dem Paradigmenwechsel, auf ein Gerüst von erfahrenen Spielern zu setzen, holt sich YB-Coach Gerardo Seoane prompt den ersten Sieg 2026.
Foto: Icon Sport via Getty Images

Darum gehts

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Alain KunzReporter Fussball

Blerim Dzemaili, 69-facher Nationalspieler, hatte es vor dem Spiel gegen Lyon schon festgestellt: «Man sollte mal 12, 13 Spieler definieren und auf die setzen. Auch wenn sie mal nicht gut spielen.» Zu diesem Zeitpunkt rotierte YB-Coach Gerardo Seoane noch, was das Zeug hält, wie es auch sein Vorgänger Giorgio Contini gehalten hatte. Teils gezwungenermassen, man denke an die Rotflut. Meistens aber freiwillig. Eine Maxime, welche die ganz grossen Klubs dieses Planeten wie Real Madrid oder Bayern München nicht befleissigen. Oder auch der damalige Gegner Lyon, immerhin der Sieger der Ligaphase in der Europa League.

Seoane: «Das war ein strategischer Entscheid von mir»

Seither? Für das Thun-Spiel, das wegen einer miserablen zweiten Halbzeit gehörig in die Hosen ging, definierte Seoane seine Stammelf grosso modo. Beim VfB Stuttgart ersetzte bloss der in Thun gesperrt gewesene Janko den jungen Andrews. Und Gigovic spielte für den gesperrten Raveloson. Das Spiel war nach dem frühen 0:2-Schock erstaunlich gut. Das Out bitter.

«Tut gut, endlich wieder einmal zu Null zu spielen»
2:36
Fassnacht nach Sieg:«Tut gut, endlich wieder einmal zu Null zu spielen»

Und nun, gegen den FCZ? Virginius kommt für den müde gewesenen Fassnacht rein. Mehr nicht. Seoane selbst sagt zu diesem Paradigmenwechsel: «Das war sicher ein Teil der Strategie in den letzten Spielen. Ich habe die Mannschaft dahingehend auf diesen Weg mitgenommen, dass wir Stabilität brauchen. Dass wir uns nicht mehr von einem Spiel auf das andere auf fünf, sechs, sieben Positionen verändern wollen. Das hat nichts damit zu tun, dass wir nicht zufrieden waren mit Leistungen von Spielern. Sondern es war ein reiner strategischer Entscheid von mir, eine gewisse Stabilität in den letzten Spielen zu finden, vor allem im Abwehrbereich, inklusive defensives Mittelfeld.»

Cordova soll, wenn immer möglich, ersetzt werden

Nun gut, vorne wird der Handlungsspielraum allenfalls kleiner, denn Sergio Cordova musste mit einer Oberschenkelverletzung drei Minuten nach seiner Einwechslung raus. Doch es gab sogleich Entwarnung: Es handelt sich nur um einen Schlag auf den Oberschenkel. Und da sind wir schon mittendrin bei den im Endspurt (das Transferfenster schliesst bei uns am 16. Februar) geplanten Transferaktivitäten von YB. Man sucht einen Abnehmer für den Venezolaner, der bei den Fans vollkommen untendurch ist und der selbst auch keinen Ausweg aus seiner misslichen Situation weiss, so dass auch er einen Wegzug als beste Option sieht. Findet man diesen Abnehmer, wird Cordova ersetzt.

Bukinac ersetzt den «stehenden Linksverteidiger»

Gefunden hat man bereits den Ersatz für den Langzeitverletzten Jaouen Hadjam: Stefan Bukinac, erst 20-jährig, und doch schon mit der Erfahrung von 34 Spielen bei Vojvodina Novi Sad, dem Dritten der serbischen Super Liga, wo er total auf 34 Einsätze kommt. Der serbische U21-Nationalspieler wird bald Loris Benito auf hinten links ablösen.

Seoane: «Wir hatten nach Jaouens Verletzung klar gesagt, auf dieser Position etwas machen zu wollen. Stefan ist ein dynamischer Spieler mit grosser Physis. Loris hat diese Rolle anders interpretiert als ein offensiver Aussenverteidiger. Aber wir wollten Erfahrung reinbringen. Loris ist nach diesem Rieseneffort am Limit. Er hat es aber als stehender Linksverteidiger sehr gut gemacht» Das bedeutet auch, dass mindestens einer er beiden Jungen hinten links, Rhodri Smith und Olivier Mambwa, ausgeliehen werden soll, um Spielpraxis zu sammeln. Benito rückt wieder in die Mitte. «In seiner jetzigen Phase der Karriere sehen wir ihn als Innenverteidiger», sagt der Coach.

YB sucht noch zwei Verteidiger

Und wo wird YB noch reagieren? Sicher hinten rechts, nachdem sich Ryan Andrews das Kreuzband gerissen hat. Saidy Janko, der gegen den FCZ sehr gut war, kann das alleine nicht prästieren. Dann aber auch in der Innenverteidigung. Damit Sandro Lauper auch mal ins defensive Mittelfeld rücken kann, auch als Backup für den unverzichtbaren Edimilson Fernandes. Denn Tanguy Zoukrou ist nach wie vor zu wild, um möglicher Stammelf-Kandidat zu sein. Diese Lösung würde bedeuten: Man sucht keinen Mittelfeldspieler mehr.

Namen kursieren auch schon für die beiden Defensivposition. So jener von Loïc Williams (24) vom spanischen Zweitligisten FC Granada. In Spanien wird kolportiert, das YB bereits drei Angebote abgegeben habe, das letzte über zwei Millionen Euro. Interesse am polyvalenten Defensivmann (Innen- und Rechtsverteidiger sowie Sechser) sollen auch Saint-Etienne und die Colorado Rapids aus der MLS haben. Und als Innenverteidiger Veljko Jelenkovic (22), ein Bulgarien-Serbe und ehemaliger bulgarischer U21-Nationalspieler, der derzeit für den slowenischen Spitzenklub Olimpija Ljubljana spielt.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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