Gegen den neuen Angstgegner GC
YB auf zweiter Mission «Revanche für die Mega-Klatsche»

Gegen Lausanne ist die Mission «Rache für die Mega-Klatsche» voll in die Hosen gegangen: Es gab ein 1:3 nach dem 0:5 letztes Jahr. Nun will man sich gegen GC für das 2:6 im Dezember schadlos halten. Gelingt wenigstens dies den Bernern?
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Im Dezember muste YB-Goalie Marvin Keller gegen GC gleich sechsmal hinter sich greifen. Ein Desaster!
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

  • YB trifft am Samstag in Zürich auf seinen neuen Angstgegner GC
  • YB will Revanche für die 2:6-Niederlage vom 17. Dezember
  • YB erzielte bisher 10 Joker-Tore – Ligabestwert
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Die News der Woche

Potenzielle Cupfinalisten sind zwei Teams, die über die Meisterschaft nicht europäisch spielen können: Die Challenge-League-Klubs Stade-Lausanne-Ouchy und Yverdon. Aber auch bei GC, dem dritten Halbfinalisten und Zweitletzten in der Liga, stehen die Chancen schlecht für ein Europa-Ticket via Meisterschaft. Was bedeutet: Nur wenn der FC St. Gallen den Cupsieg holt und auch unter den ersten drei in der Super League bleibt, berechtigt der vierte Rang dazu, in der Qualifikation zur Conference League anzutreten. Und die Espen liegen nur zwei Punkte vor Meister Basel. Was für YB bedeutet: Die Berner werden sich wohl auf Platz drei vorarbeiten müssen, um zum erst zweiten Mal in der Geschichte der Super League die Saison auf einem nicht europacup-berechtigenden Platz zu beenden. Der aktuelle Rückstand von sechs Punkten ist da das kleinste Problem. Das grössere ist wohl, gleich zwei aus dem Trio Lugano, St. Gallen und Basel hinter sich lassen zu müssen.

Die grosse Frage

Kann YB wenigstens gegen GC Revanche nehmen für eine der gewaltigen Klatschen, die man diese Saison eingefangen hat, als man am 17. Dezember 2:6 unterging – und das im Wankdorf? Gegen Lausanne hatte man dasselbe vor, doch das Unterfangen «Rache für eine Klatsche», dieses 0:5 im Waadtland am 5. Oktober, misslang gehörig. Zum Jahresstart gabs ein ernüchterndes 1:3 gegen das Team von Peter Zeidler.

Gesagt ist gesagt

Das 3:0 gegen den FC Zürich nach wettbewerbsübergreifend sechs Niederlagen kann für YB zum Gamechanger, zum Befreiungsschlag werden, was auch Trainer Gerardo Seoane hofft: «Natürlich ist die Erleichterung nach der negativen Resultatserie bei allen spürbar. Denn die vergangenen Wochen waren für alle nicht einfach, es kamen automatisch Selbstzweifel auf. Im Sport beeinflussen die nackten Ergebnisse immer den Gemütszustand.»

Mögliche Aufstellung

Keller; Janko, Wüthrich, Lauper, Benito; Fernandes, Gigovic; Fassnacht, Sanches, Monteiro; Bedia.

Wer fehlt?

Hadjam, Colley, Conte und Andrews sind verletzt.

Neben dem Platz

Es geht etwas in Sachen Trainingsplätze für YB! Die Stadt Bern hat die Bevölkerung eingeladen, an einer Online-Umfrage teilzunehmen, an welcher jeder und jede die Meinung kundtun kann, wie die grosse und kleine Allmend unmittelbar neben dem Stadion Wankdorf in Zukunft aussehen woll. Dabei führt YB auf, dass man vom Kunstrasen wegwolle, dass man für eine gute sportliche Entfaltung der Frauen- und Männer-Spitzenteams spätestens in ein paar Jahren den Wechsel zurück zu Naturrasen im Stadion Wankdorf schaffen müsse. Was als Nebeneffekt auch wieder die Möglichkeit für Spiele der Nationalmannschaften der Frauen und Männer in Bern eröffnen würde.

Hier der Wortlaut: «Unser Wunsch für die zukünftige Nutzung der Allmenden umfasst zwei hochwertige Rasenplätze (inklusive Heizung und Bewässerungsanlage) sowie einen zusätzlichen Kunstrasenplatz. Letzterer ist tagsüber für YB und ab dem späten Nachmittag für den Breitensport gedacht. Bezüglich der beiden Rasenplätze ist eine exklusive Nutzung für uns nicht zwingend. Bei guten Witterungsverhältnissen sowie weiteren Fortschritten in der Rasentechnologie sollten Nutzungen durch andere Teams möglich sein, zum Beispiel für den FC Breitenrain und für die Frauen des FC Ostermundigen. Wo die Plätze angeordnet werden, ist für uns von sekundärer Bedeutung.

Die Umzäunung der Spielfelder kann mobil ausgestaltet werden. Die Zugänglichkeit für Spaziergängerinnen und Spaziergänger ausserhalb der Trainingszeiten wird bei Bedarf gewährt sein. Wir möchten weiter festhalten, dass unsere Bedürfnisse nicht zu einer Verdrängung bisheriger Nutzerinnen und Nutzer führen sollen. Und schliesslich genügen uns Nutzungs- und Unterhaltsrechte (und -pflichten), Eigentum an allfälligen Plätzen streben wir nicht an.»

Der Hintergrund: Das Komitee «Berner Allmenden für alle» hatte sich in seinem Manifest gegen jegliche exklusive Nutzung von Plätzen und gegen eine permanente Einzäunung ausgesprochen. Beides ist nun vom Tisch. Bei dieser Charmeoffensive mit so viel Demut sollte doch dem YB-Traum wenig im Weg stehen ... Aber in Bern mit seiner linken Regierung weiss man nie.

Hast du gewusst, dass...

...YB die besten Joker der Liga hat? Die Berner erzielten in dieser Saison zehn Tore durch Einwechselspieler, darunter auch Christian Fassnachts Treffer gegen den FC Zürich am letzten Spieltag. Damit führen sie diese Kategorie ligaweit an.

...GC fast ein kleiner Angstgegner für YB geworden ist. Erstens, weil die Zürcher drei der letzten Duelle gegen die Berner für sich entschieden haben und in den beiden anderen Spielen gabs ein Unentschieden. Der letzte YB-Sieg datiert vom 4. April 2024, ein 3:0 durch Tore von Elia, Siebatcheu und Monteiro. Davor hatten die Hoppers in 26 (!) Spielen drei Siege gelandet ...

Aufgepasst auf

Stefan Bukinac (20), den neuen Linksverteidiger. Allerdings hat «Buki» wie er genannt wird, sein letztes Pflichtspiel am 20. Dezember bei einem 2:1-Sieg bei Javor-Matis in der serbischen Super Liga für Vojvodina Novi Sad bestritten. Für die Startelf wirds also nach nur einer Woche Training sicher nicht reichen. Vielleicht gibts einen Jokerensatz. Er bezeichnet sich selber als «offensiven Linksverteidiger». Bukinac wird die Nummer 33 tragen, «Weil ich bisher die drei und die dreissig hatte, die 33 ist eine Kombnation der beiden Zahlen.» Sein Englisch ist noch recht rudimentär. Gut für den U21-Nationalspieler, dass er sich mit Darian Males und Armin Gigovic auf Serbisch unterhalten kann.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 22 Runden:

1. Keller 4,0
2. Hadjam 3,9
3. Fassnacht 3,9

Hier gehts zu allen Berner Noten.

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Der Schiedsrichter

Ref ist Mirel Turkes, VAR Sven Wolfensberger.

Der Gegner

GC schwebt in der Cup-Euphorie. «Mentalität und Energie sind nun auf einem ganz anderen Level», berichtet Coach Gerald Scheiblehner im GC-Inside.

23

Runde

Sa., Sion – Luzern, 18 Uhr
Sa., Winterthur – Lugano, 18 Uhr
Sa., GC – YB, 20.30 Uhr
So., Servette – Thun, 14 Uhr
So., Basel – FCZ, 16.30 Uhr
So., Lausanne – St. Gallen, 16.30 Uhr

Externe Inhalte
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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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