Darum gehts
- Luzern-Trainer Frick und Vizepräsident Bieri umarmen sich in Sion-Katakomben
- Frick betont Vertrauen aller, trotz Gerüchten über seinen gefährdeten Job
- 51-jähriger Frick agierte emotional und präsent beim Spiel in Wallis
Manchmal sind es kleine Gesten, die mehr sagen als tausend Worte. So auch am Samstagabend. Drei Tage nach der Cup-Blamage und nach dem torlosen Remis in Sion umarmen sich Luzern-Trainer Mario Frick (51) und Vizepräsident Josef Bieri (68) in den Katakomben des Stade de Tourbillon.
Eine Umarmung mit Symbolkraft. Zumal sich in den vergangenen Wochen die Gerüchte gehäuft hatten, Fricks Job sei trotz mehrfacher öffentlicher Rückendeckung durch Sportchef Remo Meyer (45) in Gefahr.
«Habe das volle Vertrauen»
Für Frick selbst ist die Szene mit Bieri allerdings kaum der Rede wert. «Wir verstehen uns menschlich gut, daran hat sich nie etwas verändert. Momentan wird sehr viel von aussen in den Klub hineingetragen. Es werden Gerüchte gestreut, teilweise Dinge geschrieben, die schlicht nicht stimmen», sagt der Liechtensteiner.
Und er wiederholt, was auf der Luzerner Allmend von allen Beteiligten seit Wochen wie ein Mantra betont wird: «Ich habe das volle Vertrauen vom Sportchef, vom Verwaltungsrat und – was für mich am wichtigsten ist – von der Mannschaft. Deshalb bin ich weiterhin überzeugt, dass wir gemeinsam aus dieser Situation herauskommen.»
Aktiver Trainer an der Seitenlinie
Ganz spurlos ist die Cup-Blamage gegen SLO von letzter Woche dennoch nicht geblieben. Am Donnerstag kam es zu einer internen Aussprache – mit Wirkung. «Wir haben versucht, die Spieler bei der Ehre zu packen. Und so, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist, hat das offenbar gefruchtet», sagt Frick.
Auffällig war am Gastspiel im Wallis auch der Coach selbst. Frick agierte an der Seitenlinie noch emotionaler und präsenter als normal, fieberte bei nahezu jeder Aktion mit. Doch irgendwie ein Zeichen, dass auch für ihn persönlich viel auf dem Spiel stand? «Nein», winkt er ab. «Die Energie, die wir von den Spielern verlangen, müssen wir auch selbst ausstrahlen. Ich kann nicht erwarten, dass sie alles geben, wenn ich nur auf der Bank sitze. Ich muss vorleben, was ich fordere.»
FCL stehe über allem
Eines will Frick dabei klarstellen: «Der Klub steht über allem. Niemand ist grösser als der FC Luzern – auch ich nicht. Es geht nicht um meine Person, sondern darum, eine junge Mannschaft zu unterstützen und sie durch diese Phase zu führen.»
Aktuell werde die Situation sehr negativ wahrgenommen – zu Recht, wie Frick betont. «Wir sind selbst sehr kritisch mit uns. Aber wenn wir hier gemeinsam rauskommen, ist das ein enorm wichtiger Entwicklungsschritt für die Jungen.» Dann sei er überzeugt, dass sich die Leistungen nachhaltig verändern würden. «Der Weg kann jetzt nur nach vorne führen. Und dann wird diese Mannschaft den nächsten Schritt machen.» Angefangen am Dienstag gegen GC.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 22 | 22 | 49 | |
2 | FC Lugano | 23 | 11 | 41 | |
3 | FC St. Gallen | 21 | 14 | 38 | |
4 | FC Basel | 22 | 8 | 36 | |
5 | FC Sion | 23 | 6 | 34 | |
6 | BSC Young Boys | 23 | -2 | 33 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 22 | 2 | 28 | |
8 | Servette FC | 22 | -5 | 25 | |
9 | FC Zürich | 22 | -11 | 25 | |
10 | FC Luzern | 23 | -3 | 24 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 23 | -11 | 20 | |
12 | FC Winterthur | 22 | -31 | 14 |
