Darum gehts
- Kurve wendet sich von Klubführung ab – Hintergründe
- GC-Scheiblehner ist aufgrund des Spiels ernüchtert
- «Wird sich nie ändern»: Hier will Scheiblehner ansetzen
Der Schlusspunkt im eiskalten Letzigrund ist ein für 4093 Fans ziemlich lautes Pfeifkonzert. Die GC-Fans tun ihren Unmut kund nach der klaren 1:3-Niederlage gegen Leader Thun, die gut auch höher hätte ausfallen können.
Nach ein paar Sekunden sind die Pfiffe aber wieder verstummt. Denn die Leistung an diesem Sonntag im Letzigrund ist wohl nicht das, was die Fans am meisten beschäftigt. Es ist die scharfe Botschaft zum Anpfiff und per Banner in der 13. Minute: Die GC-Kurve wendet sich von der Klubführung ab!
Es solle gemäss der Fanorganisation in der aktuellen Konstellation kein Dialog mit der Grasshopper Fussball AG (GFAG) mehr stattfinden. Eine Kernaussage: «Die GFAG arbeitet trotz gemeinsam erarbeiteten Plänen an den Zielen vorbei, verspielt mit undurchsichtigen Partnerschaften und Mandatsvergaben das erst gerade aufgebaute Vertrauen.» Eine Stellungnahme seitens GC zu den harten Vorwürfen ist nach Blick-Anfrage noch ausstehend.
Scheiblehner zu Fans: «Deshalb bin ich positiv»
«Ich höre es zum ersten Mal», sagt GC-Coach Gerald Scheiblehner direkt nach der Partie an der Pressekonferenz, angesprochen auf die neusten Distanzierungen der Kurve. «Mir ist wichtig, dass die Fans die Mannschaft unterstützen. Was draussen passiert, ist nicht in meinen Aufgabenbereich. Ich habe gehört, dass die Fans die Mannschaft auch nach dem Spiel wieder angefeuert haben. Deshalb bin ich diesbezüglich positiv.»
Spielerisch muss dieser GC-Sonntag für den Österreicher ein Dämpfer sein. Denn nach dem 1:7 im Testspiel gegen Nürnberg sprach er von einem Weckruf und einer anschliessend verbesserten Trainingswoche. Nach 9 Minuten gegen Thun lag GC aber schon wieder 0:2 hinten. «Ein hochverdienter Sieg von Thun», kommentiert Scheiblehner nach dem 1:3-Endstand.
Jetzt im GC-Fokus: Robustheit
Obwohl GC etwas überraschend in der 66. Minute durch eine Abschlusschance von Asp Jensen sogar zum Ausgleich kommen könnte, muss Scheiblehner eingestehen: «Wir müssen weitermachen jetzt und nicht alles schlechtreden. Aber jetzt so kurz nach dem Spiel sind wir schon sehr weit weg davon, behaupten zu können, wir hätten eine Chance.»
Wo Scheiblehner nun ansetzen will: «Wir müssen robuster sein in den Duellen. Unabhängig von Taktik und Ordnung gehts immer ums Durchsetzen, das wird sich nie ändern. Da muss jeder Spieler ansetzen.»
Scheiblehner hat nun den Negativrekord bei GC seit der Ligareform 2003 eingestellt: nur vier Siege aus seinen ersten 20 Ligaspielen bei den Hoppers. Wie Marco Schällibaum 2024, der danach entlassen wurde (aber in dieser Phase erfolgreich die Barrage bestritt).
Immerhin darf Scheiblehner behaupten: Nach deftigen Rückschlägen ist GC schon mehrmals stark zurückgekommen. Jüngstes Beispiel? Das 6:2 gegen YB im Dezember nach drei bitteren 0:1-Niederlagen in Folge. Nun wartet am Samstag Lausanne.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 20 | 18 | 43 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 20 | 8 | 36 | |
4 | FC Basel | 20 | 8 | 33 | |
5 | FC Sion | 20 | 6 | 31 | |
6 | BSC Young Boys | 20 | -2 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 20 | 3 | 27 | |
8 | FC Zürich | 20 | -7 | 25 | |
9 | FC Luzern | 20 | -3 | 21 | |
10 | Servette FC | 20 | -7 | 21 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 20 | -11 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 19 | -29 | 10 |

