Der Klub dementiert
Noch ein Deal mit einer Firma, die GL-Mitglied von GC nahesteht?

Die TV-Produktion des Bayern-Spiels, eine Walliser Kommunikations-Agentur: Warum kommt GC immer wieder in Berührung mit Firmen, die eine Verbindung zu Christoph Urech haben?
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Der Vorwurf, den die GC-Fans Mitte August gegen Christoph Urech erhoben haben, den Chief Business Officer der Grasshoppers.
Foto: ZVG.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fans griffen GC-Chief-Business-Officer Urech im August an
  • GC vergab Projekte an Firmen mit Verbindungen zu Urech, darunter Yoline
  • GC betont klare Abläufe bei Aufträgen ab bestimmter Grössenordnung
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Florian RazReporter Fussball

Es war die eigene Fankurve, die den Partycrasher gab. Als die Grasshoppers Mitte August die Bayern empfingen, hielten die Fans ein Transparent in die Höhe: «Urech: Immer wiiter – i die eigeti Täsche.» Ein heftiger Vorwurf an Christoph Urech, seit Juni Chief Business Officer (CBO) bei GC.

Die Nachfrage von Blick, ob GC Aufträge mit einer engen Verbindung zu Urech vergeben habe, beantwortete der Klub damals mit einem kurzen: «Nein.» Und das, obwohl das Bayern-Spiel von der Firma Leguan Production AG produziert worden war.

Urech im Leguan-Verwaltungsrat

Inhaber und Betreiber dieser Firma stehen auch hinter dem TV-Sender Swiss 1, der dieselbe Adresse hat wie die Leguan AG. Die beiden Firmen arbeiten so eng zusammen, dass es schon gemeinsame Stellenausschreibungen gab. Im Verwaltungsrat von Swiss 1 sitzt laut Handelsregisterauszug GC-CBO Christoph Urech.

Nun stellt sich die Frage: War der Leguan-Deal nicht der einzige mit einer Firma, die eine Verbindung zu Urech aufweist? Laut Blick-Informationen soll im Sommer die Walliser Kommunikationsfirma Yoline ein Beratungsmandat erhalten haben. Auf der Website von Yoline steht: «Seit Jahren arbeiten wir eng mit Christoph Urech und der Acts AG in den Bereichen M&A, Unternehmensberatung und Investmentlösungen zusammen.» Die Acts AG ist Urechs eigene Firma, für die er weiterhin aktiv ist.

Yoline soll auch kurz davor gestanden haben, den Content für Internet-Auftritte der Grasshoppers zu übernehmen. Dieses Geschäft sei aber fast zeitgleich mit dem Bayern-Spiel gestoppt worden.

GC antwortet zunächst pauschal

Blick hat GC einen ausführlichen Fragenkatalog zur Zusammenarbeit mit Yoline geschickt. Unter anderem dazu, ob ein Interessenkonflikt besteht, wenn Aufträge an Firmen vergeben werden, die dem GC-CBO nahestehen? Dieser arbeitet bei den Grasshoppers laut seiner eigenen Linkedin-Seite nur «freiberuflich» und ist daneben weiterhin für mehrere andere Firmen tätig.

GC hat auf die Fragen erst bloss pauschal geantwortet: «Die Grasshopper Fussball AG verfügt über klare interne Abläufe für die Vergabe von Aufträgen ab einer definierten Grössenordnung. Entsprechende Entscheide werden geprüft und durch die Geschäftsleitung freigegeben. Zu Gerüchten nimmt der Verein keine Stellung.»

Dementi kurz vor Mitternacht

Erst am Tag der Veröffentlichung dieses Artikels schickte GC um 23.25 Uhr ein Dementi: «Der Grasshopper Club Zürich stellt klar, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Zusammenarbeit zwischen der GFAG und Yoline gegeben hat.»

Unbestritten ist der Auftrag an Leguan. Die Vergabe des Bayern-Spiels an Leguan war damals so erklärt worden: «Man hat sich für diese Option entschieden, weil sie kostengünstig war.» Auf die Anschuldigung der Fans, Urech arbeite in die eigene Tasche, antwortete GC: «Christoph Urech ist bei der Grasshopper Fussball AG beschäftigt und Mitglied der Geschäftsleitung. Sämtliche grösseren Aufträge dieser AG werden sorgfältig geprüft und von der Geschäftsleitung abgesegnet, wie es sich in einem normalen Unternehmen gehört.»

Dieser Artikel wurde nach Veröffentlichung mit dem GC-Dementi ergänzt.

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