Das Spiel
3:1-Sieg! Neues Jahr, altes Thun: Der Leader hat über die Winterpause nichts von seiner Geradlinigkeit und seiner Effizienz verloren, was er zum Rückrunden-Auftakt gegen GC bereits in den Startminuten eindrücklich unter Beweis stellt. Mit wenigen Pässen ist die GC-Abwehr zweimal ausgespielt – 2:0 nach zehn Minuten.
Für Thun allerdings kein Grund, zurückzuschalten: Die Berner Oberländer bleiben gegen die anfällige Zürcher Defensive weiter gefährlich. Noch vor der 30. Minute bleibt Labeau an Hammel hängen, ehe Rastoder den dritten Treffer nur knapp verpasst. Kurz vor der Pause klatscht eine Labeau-Flanke an den Pfosten.
Und GC? Ist offensiv praktisch inexistent – kommt dann aber gut aus der Pause: Steffen kann einen Schuss von Abels nur ins eigene Tor ablenken. Wirklich neu belebt wird das GC-Offensivspiel dadurch allerdings nicht. Einzig Asp Jensen kommt zu einer Ausgleichsmöglichkeit, er schiesst aber über das Tor.
Wenig später folgt der nächste Dämpfer für GC, als Fehr nach zauberhafter Vorarbeit den Zweitore-Vorsprung wieder herstellt. Damit ist die Entscheidung gefallen: Die Hoppers sind zu keiner Reaktion mehr fähig und haben Glück, dass Rastoder bei seinem traumhaften 4:1 knapp im Abseits steht – es ist der dritte aberkannte Thuner Treffer an diesem Nachmittag.
GC-Debütant Ismajl Beka fliegt kurz vor Schluss nach einem hässlichen Tritt gegen Justin Roth noch vom Feld.
Die Tore
5. Minute, Elmin Rastoder, 0:1: Mit einem langen Abschlag überlistet Thun-Keeper Steffen praktisch die gesamte GC-Abwehr. Stürmer Rastoder erledigt dann den Rest: Er überläuft GC-Captain Abels und lupft den Ball sehenswert zur frühen Thuner Führung ins Tor.
9. Minute, Kastriot Imeri, 0:2: Ein Zuspiel von Bertone findet im GC-Strafraum Rastoder, welcher den Ball sogleich zurücklegt. Dort steht Imeri völlig frei, er schiebt überlegt zum 2:0 ein.
50. Minute, Niklas Steffen (Eigentor), 1:2: Etwas aus dem Nichts kommt GC zum Anschlusstreffer. Tsimba leitet einen Einwurf sehenswert mit dem Aussenrist zu Abels weiter. Dieser zieht von innerhalb des Strafraums entschlossen ab und bezwingt Steffen im Thuner Tor. Weil dieser den Ball noch unglücklich ablenkt, wird der Treffer als Eigentor gewertet.
69. Minute, Fabio Fehr, 1:3: Rastoder zaubert noch einmal gegen Abels: Er lässt den GC-Captain mit einer hübschen Finte einfach stehen und beweist im gegnerischen Strafraum dann Übersicht, indem er auf Fehr ablegt. Dieser lässt Hammel mit einem trockenen Abschluss in die untere linke Torecke keine Abwehrchance.
Die Stimmen
Der Beste
Was für ein Nachmittag von Elmin Rastoder. Schon in der ersten Halbzeit steht er aufgrund seines frühen Tores und seiner Präsenz im Fokus. Nach dem Seitenwechsel beginnt er zu zaubern – und dies ausgerechnet gegen GC: Bei den Zürchern ist der Stürmer einst ausgemustert worden.
Der Schlechteste
Auch wenn Dirk Abels für das GC-Tor zuständig ist, das als Eigentor von Thun-Goalie Steffen gewertet wird: Beim 0:1 und vor dem 1:3 sieht der Holländer wie ein Schulbub aus.
Das gab zu reden
Die GC-Fans wenden sich von der Klubführung ab! Zum Anpfiff veröffentlicht der «Sektor IV», das Sprachrohr der Kurve, ein Statement. Die Fans wollen sich mit dem Klub in der aktuellen Konstellation nicht weiter austauschen. In der 13. Minute dann das Spruchband: «Wer glaubt en Berner Oberländer chan ‹Business› in Züri leite, het selber kei Ahnig vo sim Business.» Im Zentrum steht der Chief Business Officer von GC. Hier gehts zu den Hintergründen.
Die Schiedsrichter
Luca Cibelli. Schätzt das grobe Foul von Beka in der Schlussphase nicht richtig ein. Wird zum Bildschirm zitiert – und muss danach von Gelb auf Rot korrigieren. Ansonsten ist der Schiri nicht gross im Fokus.
Die Fans
Im eiskalten Letzigrund werden 4093 Fans gemeldet.
So gehts weiter
Auf GC wartet in der 21. Runde ein tückisches Auswärtsspiel bei Lausanne. Spielbeginn im Stade de la Tuilière ist am kommenden Samstag um 18 Uhr. Einen Tag später steht für Thun das Kantonsderby an: Am Sonntag um 14 Uhr reist YB in die Stockhorn-Arena.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 26 | 32 | 61 | |
2 | FC St. Gallen | 26 | 19 | 47 | |
3 | FC Lugano | 26 | 12 | 46 | |
4 | FC Sion | 26 | 9 | 40 | |
5 | FC Basel | 26 | 5 | 40 | |
6 | BSC Young Boys | 26 | 0 | 36 | |
7 | FC Luzern | 26 | 3 | 33 | |
8 | FC Zürich | 26 | -11 | 31 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 26 | -3 | 30 | |
10 | Servette FC | 26 | -7 | 28 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 26 | -13 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 26 | -46 | 14 |






