Darum gehts
- GC-Fans stoppen Austausch mit GFAG wegen Vertrauensverlust und Kritik an Urech
- Vorwürfe: Undurchsichtige Deals und Mandatsvergaben belasten Beziehung zu Fans
- Christoph Urech seit Juni 2025 Chief Business Officer bei GC
Das erste Zeichen beim Rückrundenauftakt setzen bei den Hoppers gegen Leader Thun nicht die Spieler im kalten Letzigrund auf dem Feld, sondern die Fans. Zum Anpfiff geht von den Fans eine Mitteilung raus. Und die hat es in sich.
Das Sprachrohr der Fanszene von GC ist die Organisation «Sektor IV». Auf deren Website steht um 16.30 Uhr eine Mitteilung mit dem Titel: «Beendigung Austausch mit der GFAG.» GFAG? Grasshopper Fussball AG.
Nach 13 Minuten, als es bereits 2:0 für den FC Thun steht, erscheint in der Kurve das Spruchband: «Wer glaubt en Berner Oberländer chan ‹Business› in Züri leite, het selber kei Ahnig vo sim Business.»
Eine Erklärung steht in der Mitteilung: «Die aktuelle Situation und die jüngste Entwicklung bereiten uns zunehmend Sorge. Sie zeigen deutlich, dass die notwendigen Voraussetzungen für einen langfristigen, konstanten und ehrlichen Austausch zurzeit nicht gegeben sind.»
Kritik an Chief Business Officer
Im Zentrum der Kritik steht eine Personalie: Christoph Urech. Er ist seit Juni 2025 Chief Business Officer bei GC. Zuvor sass er ein Jahr lang im Verwaltungsrat bei Auftaktgegner Thun. Die Fans berichten: Im Sommer sei ein «institutioneller Austausch» ins Leben gerufen worden, mit dem Ziel, sich über «vereins- und fanrelevante Themen rund um GC» auszutauschen.
Der Vorwurf der Kurve lautet nun: «Die GFAG arbeitet trotz gemeinsam erarbeiteten Plänen an den Zielen vorbei, verspielt mit undurchsichtigen Partnerschaften und Mandatsvergaben das erst gerade aufgebaute Vertrauen.»
Vorwürfe rund um Bayern-Testspiel
Bereits im letzten August gab es rund um das Testspiel gegen Bayern München einen happigen Vorwurf aus der Kurve an GC-Business-Officer Christoph Urech wegen der Vergabe der TV-Produktion des Spiels. Auf einem Spruchband stand: «Urech: Immer wiiter – i die eigeti Täsche.» Von GC-Seite hiess es damals: «Er wird ein offensichtliches Missverständnis direkt mit den Fans klären.»
Dennoch musste man auch später die Frage stellen: Warum kommt GC immer wieder in Berührung mit Firmen, die eine Verbindung zu Christoph Urech haben? Es ging um einen Deal mit einer Kommunikationsfirma, den der Klub gegenüber Blick allerdings dementiert hat.
Blick hat GC für eine Stellungnahme zu den aktuellsten Vorkommnissen angefragt. Eine Antwort ist noch ausstehend.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun 3:1 | 20 | 18 | 43 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 20 | 8 | 36 | |
4 | FC Basel | 20 | 8 | 33 | |
5 | FC Sion | 20 | 6 | 31 | |
6 | BSC Young Boys | 20 | -2 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 20 | 3 | 27 | |
8 | FC Zürich | 20 | -7 | 25 | |
9 | FC Luzern | 20 | -3 | 21 | |
10 | Servette FC | 20 | -7 | 21 | |
11 | Grasshopper Club Zürich 1:3 | 20 | -11 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 19 | -29 | 10 |

