Darum gehts
- Der FC St. Gallen verliert vier Spiele in Serie und steckt in Minikrise
- 45 Ballkontakte im Strafraum brachten keinen Erfolg, Selbstvertrauen fehlt
- FCSG spielt am Sonntag in Genf, Schlüsselspieler stehen vor Rückkehr
Zahlen lügen nicht. Vier Spiele in Folge hat der FC St. Gallen verloren. Das ist schwach. Zahlen lügen. Weil die Espen in allen vier Spielen hätten punkten können. Auch gegen GC.
Hätten Frokaj und Witzig ihre beiden Topchancen in der ersten Halbzeit verwandelt, wären die Hoppers wohl nicht als Sieger vom Platz gegangen. Hätten die insgesamt 45 (!) Ballberührungen im gegnerischen Strafraum ab und an gefruchtet, die Ostschweizer lägen nach Verlustpunkten auf dem zweiten Rang.
Weil der Konjunktiv aber einer der grössten Feinde eines jeden Fussballers ist, steckt der FCSG in einer Minikrise. Auf die Frage, was aktuell fehle, antwortet Captain Lukas Görtler: «Ich glaube, es ist ersichtlich, was fehlt – Selbstvertrauen. Wenn du in acht Monaten drei Spiele verlierst und dann in 14 Tagen vier? Dann liegt das nicht daran, dass wir auf einmal schlecht sind, sondern dass uns die Überzeugung und Power fehlt.» Auch bei ihm selbst, so Görtler: «Da schliesse ich mich mit ein, allgemein haben die Führungsspieler aktuell nicht die beste Form.»
Gerät der FCSG in eine Negativspirale?
Unter anderem laufen Jozo Stanic und Lukas Daschner neben Görtler wegen der Doppelbelastung der letzten Wochen auf dem Zahnfleisch. Weil die aber nach dem Europa-Out gegen Nordsjaelland vorbei ist, spricht viel dafür, dass sich der FCSG bald erholen und zur alten Stärke finden wird.
Zumal mit Behar Neziri und Carlo Boukhalfa zwei Schlüsselspieler vor der Rückkehr in die Startelf stehen. Wohl auch aus diesem Grund schickt Maassen trotz Minikrise eine Kampfansage an die Konkurrenz: «Wir werden stärker zurückkommen. Die Mannschaft ist gefestigt.» Am Sonntag müssen die Espen nach Genf.
Angst, dass man in eine Negativspirale gerät, hat Görtler nicht: «Solche Phasen gibts im Fussball und im Leben, das habe ich auch schon oft genug durchgemacht. Wir dürfen nun einfach nicht den Kopf in den Sand stecken.» Und daran denken, dass blanke Zahlen manchmal nur die halbe Wahrheit sagen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 6 | 12 | 14 | |
2 | FC Lugano | 4 | 10 | 12 | |
3 | FC Basel | 5 | 3 | 10 | |
4 | FC Luzern | 6 | -3 | 8 | |
5 | FC St. Gallen | 5 | -1 | 7 | |
6 | FC Thun | 5 | -5 | 7 | |
7 | FC Sion | 4 | 1 | 6 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 6 | -1 | 6 | |
9 | FC Zürich | 6 | -7 | 6 | |
10 | Servette FC | 4 | -1 | 4 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 5 | -5 | 4 | |
12 | FC Vaduz | 6 | -3 | 3 |
