«Christian Fassnacht hat in Familienchat geschrieben»
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Steilvorlage für Obexer?«Christian Fassnacht hat in Familienchat geschrieben»

Mitten im Barrage-Stress
Aaraus Obexer freut sich über WM-Aufgebot für Cousin

Die Barrage – eine unvergleichliche Drucksituation? Nicht mehr für Linus Obexer. Für den Aarau-Verteidiger ist sie schon fast Routine. Und ihm drückt der Torschützenkönig der Super League die Daumen. Es ist sein Cousin.
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Obexer (l.) und Jäckle jubeln. Doch das war bei einem Spiel im März. Kommts auch am Donnerstag dazu?
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Linus Obexer geht schon in sein achtes Barrage-Spiel
  • Sein Cousin hat mit einem persönlichen Titel und dem WM-Ticket vorgelegt
  • «Früher war die Zeit zwischen den Spielen Horror», sagt Obexer
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Da hat einer so richtig vorgelegt. Christian Fassnacht (32) schiesst sich zum Torschützenkönig der Super League und erfährt fast im gleichen Zug, dass er an die WM fahren darf. Danach strahlt der YB-Spieler wie ein Maienkäfer.

Ganz anders ist die Gefühlslage bei Fassnacht-Cousin Linus Obexer (28). Mit Aarau steckt der Linksverteidiger noch zwischen Himmel und Hölle. Eine riesige Spannung. Am Donnerstag steigt das alles entscheidende Rückspiel in der Barrage gegen GC. Das Hinspiel auf dem Brügglifeld endete 0:0.

Es winkt eine Wiedervereinigung

Hat Christian Fassnacht mit seinem Erfolg die Steilvorlage für den Cousin geliefert? «Ganz so hohe Ziele werde ich dieses Jahr nicht erreichen», lacht Obexer. «Aber herzliche Gratulation an dieser Stelle, ich bin noch gar nicht dazu gekommen, zu gratulieren. Er hat am Montag in den Familienchat geschrieben, aber mein Fokus liegt noch voll auf der Barrage.»

Die Traumvorstellung: Direktduelle zwischen den beiden Cousins nächste Saison – natürlich auch im Wankdorf. Da ist Linus Obexer als Berner und langjähriger YB-Junior gross geworden, bevor er in der Fussball-Schweiz herumgezogen ist. Aber das sind alles noch Träume.

Zuerst muss Aarau eine Herkulesaufgabe bewältigen und endlich durch die Barrage kommen. Vor einem Jahr hatte das Team von Brunello Iacopetta (41) gegen GC keine Chance. Vor sieben Jahren scheiterten die Rüebliländer nach einem 4:0 im Hinspiel gegen Xamax beim Rückspiel zu Hause dramatisch im Penaltyschiessen. 2012 verlor Aarau gegen Sion. 2007 gelang Aarau gegen Bellinzona der einzige Barrage-Erfolg.

«Die Tage zwischen den Spielen waren Horror»

Fast schon Routine ist eine solche Drucksituation für Obexer. Er bestreitet am Donnerstag sein achtes Barrage-Spiel! Mit Aarau ist er bis jetzt immer gescheitert. Einmal war er jedoch mit Stade Lausanne-Ouchy erfolgreich: Als die Waadtländer vor drei Jahren Sion in die Challenge League schossen.

«Wenn ich zurückdenke an die ersten Male, da waren die Tage zwischen den beiden Barrage-Spielen jeweils Horror», sagt Obexer. «Man wusste nicht, was man mit der Zeit anstellen soll. Mittlerweile ist die Situation für mich greifbarer geworden.»

Doch wie siehts für die weniger erprobten Aarauer aus? «Die Mannschaft hat einen eigenen Charakter entwickelt», sagt Trainer Iacopetta. «Vor einem Jahr waren wir nie so weit. Das ist für mich unbestritten.» Damals verlor Aarau das Hinspiel gegen GC 0:4. Jetzt vor dem Rückspiel – diesmal allerdings auswärts – ist alles offen.

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