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Aarauer Drama, Luzerner Klatsche
Die fünf denkwürdigsten Duelle der Barrage-Geschichte

Am Montag und Donnerstag kämpfen GC und Aarau in der Barrage um den letzten Platz in der Super League. An die letzten Begegnungen haben die Hoppers deutlich bessere Erinnerungen als der kommende Gegner.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC und Aarau treffen in der Barrage aufeinander, 17. Duell insgesamt
  • Elf von 16 bisherigen Barragen gewann Team aus der Super League
  • Thun 2024: 48 Heim-Punkte, GC bleibt dank 91.-Minute-Tor in Liga
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Lucas WerderReporter Fussball

Mit den beiden Spielen zwischen GC und Aarau kommt es nicht nur zur Neuauflage der letztjährigen Barrage. Es ist das insgesamt 17. Mal, dass sich zum Saisonabschluss ein Team aus Super League und eines aus der Challenge League gegenüberstehen. Elf Mal behielt der Klub aus der höchsten Schweizer Liga die Oberhand, nur fünf Mal gelang ein Aufstieg. Eine Übersicht über die fünf denkwürdigsten Barrage-Duelle.

Xamax – Sion 2006

Nachdem Vaduz zuvor zweimal gescheitert war, setzt sich mit dem FC Sion erstmals ein Challenge-League-Vertreter durch. Nach einem 0:0 im Hinspiel schiessen zweimal Paulo Vogt und einmal Alain Gaspoz die Walliser zu einem 3:0-Erfolg in La Chaux-de-Fonds, wo Xamax aufgrund des Stadionneubaus auf der Maladière vorübergehend seine Heimspiele austrägt. Für Sion ist es der krönende Abschluss einer Traumsaison, in der man bereits einen Monat vor dem Aufstieg als erster unterklassiger Klub gegen YB den Cup (5:3 n.P.) gewann.

Torschütze Alain Gaspoz feiert den Ligaerhalt in Unterhosen.
Foto: Blicksport

St. Gallen – Bellinzona 2008

Nach einem 2:3 im Hinspiel benötigte der FC St. Gallen im letzten Spiel im Espenmoos einen Heimsieg. Doch die Tessiner entschieden dank den Toren von Neri und Senad Lulic auch das Rückspiel mit 2:0 für sich. Nachdem der Ostschweizer Abstieg feststand, kam es im Stadion zu wüsten Ausschreitungen. So endete das letzte Spiel im altehrwürdigen St. Galler Stadion mit der «Schande vom Espenmoos».

Nach Abpiff der Partie im Espenmoos kommt es zu wüsten Szenen.
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Luzern – Lugano 2009

Nach einem 1:0-Heimsieg träumten die Tessiner von der Rückkehr in die Super League. Doch dieses Unterfangen ging auf der Luzerner Allmend komplett in die Hose. Renggli, Chiumiento, Paiva, Scarione und wieder Paiva sorgten für den höchsten Sieg der Barrage-Historie. Der FCL blieb bis heute Teil der Super League. Für Lugano klappte es nach einer weiteren verlorenen Barrage dagegen erst 2015 mit dem Aufstieg.

Joao Paiva, Gerardo Seoane und Roland Schwegler bejubeln den 1:0-Dosenöffner für Luzern.
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Xamax – Aarau 2019

Logisch, das legendärste Barrage-Duell der Geschichte! Gleich mit 4:0 entschieden die Aarauer das Hinspiel in Neuenburg für sich. Der Aufstieg schien bereits Tatsache. Doch Serey Dié, Marcis Oss, Kemal Ademi und Geoffrey Tréand sorgten dafür, dass eine komplett verrückte Partie auf dem Brügglifeld ins Penaltyschiessen ging. Dort verschoss mit Elsad Zverotic der erste Aarauer, alle anderen Spieler trafen. Xamax blieb dank einer irren Wende in der Super League. Und Aarau wartet bis heute auf die Rückkehr in die höchste Schweizer Liga.

Aarau-Captain Elsad Zverotic muss nach seinem verschossenen Penalty getröstet werden.
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GC – Thun 2024

Im Hinspiel verhinderte Giotto Morandi mit seinem Penaltytreffer in der 91. Minute, dass GC mit einer Hypothek ins Berner Oberland reisen musste. Trotzdem schien in der Stockhorn Arena alles angerichtet für die grosse Thuner Aufstiegsparty. Schliesslich hatte der Zweite der Challenge League mit 48 zu Hause gesammelten Punkten einen neuen Rekord aufgestellt. Doch wieder schlugen die Hoppers in der Nachspielzeit zu. Asumah Abubakar traf erneut in der 91. Minute zum 2:1-Sieg. GC blieb in der Super League, musste aber auch in den beiden folgenden Saisons in die Barrage.

Asumah Abubakar trifft im Rückspiel in der Nachspielzeit zum 2:1 für GC.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus
Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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