«Wir haben nichts zu verlieren, sondern zu gewinnen»
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Zeidler nach Hinspiel-Remis:«Wir haben nichts zu verlieren, sondern zu gewinnen»

«Aarau hat viel zu verlieren»
GC-Trainer Zeidler greift nach Barrage-Hinspiel zum Psycho-Trick

Nach dem 0:0 im Barrage-Hinspiel gegen Aarau steht GC unter Druck. Warum Trainer Peter Zeidler (63) mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden ist.
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GC muss nach dem Barrage-Hinspiel weiter vor dem Abstieg zittern: Lovro Zvonarek reagiert nach dem 0:0.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC und Aarau trennen sich im Barrage-Hinspiel 0:0
  • Hoppers-Trainer Zeidler nennt das Ergebnis «schmeichelhaft» und lobt Aaraus Leistung
  • GC-Kader viermal wertvoller als Aarau, aber Teams auf Augenhöhe im Hinspiel
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Lucas WerderReporter Fussball

Auch wenn es die nackten Zahlen anders vermuten lassen, aber die Grasshoppers sind im Barrage-Hinspiel gegen Aarau mit einem dunkelblauen Auge davongekommen. Zwar haben die Hoppers in 90 Minuten nur zwei Abschlüsse weniger zu verzeichnen als die Gastgeber. Der FCA hat aber die klar besseren Chancen und verpasst in der zweiten Halbzeit mehrfach den so wichtigen Führungstreffer. Kein Wunder erklärt Peter Zeidler (63) nach Abpfiff: «‹Schmeichelhaft› ist sicher ein Adjektiv, das man verwenden kann, um dieses Ergebnis zu beschreiben.»

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Der GC-Trainer macht kein Geheimnis daraus, dass seine Mannschaft mit der Nullnummer auf dem Brügglifeld gut bedient ist. «Gefühlt hatte Aarau 20 oder 30 Einwürfe und 20 oder 30 Eckbälle. Das musst du dann auch immer erst verteidigen können. Am Ende steht da aber auch mit ein bisschen Glück ein 0:0», so Zeidler.

«Wir kommen von ganz unten»

Als ein Journalist den Deutschen danach fragt, ob sich seine Mannschaft im Hinspiel nicht zu stark auf die individuelle Klasse einzelner Spieler verlassen habe, greift der GC-Coach in die psychologische Trickkiste: «Individuelle Klasse hat der Gegner auch. Ob wir davon mehr haben, weiss ich nicht. Wir sollten Aarau nicht kleinmachen. Wer einen Shkelqim Vladi 90 Minuten auf der Bank lässt, muss auch individuelle Klasse auf dem Platz haben.»

«Wir haben dem Gegner Kopfschmerzen bereitet»
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FCA-Thaler zu Barrage-Fight:«Wir haben dem Gegner Kopfschmerzen bereitet»

Klar hat der Zweite der Challenge League mit Valon Fazliu (30) oder Elias Filet (24) Spieler mit Qualität auf dem Platz. Gleichzeitig weiss aber auch Zeidler, dass das GC-Kader ungefähr viermal so wertvoll ist wie dasjenige der Aarauer. Allein die beiden Bayern-Leihgaben Jonathan Asp Jensen (20) und Lovro Zvonarek (21) kommen gemeinsam auf fast denselben Marktwert wie die gesamte Mannschaft des FCA. Der Zürcher Trainer hält allerdings zu Recht fest: «Fussball ist kein Individualwettbewerb, Fussball ist ein Mannschaftswettbewerb.»

Und in diesem können auch mentale Faktoren entscheidend sein. Darauf angesprochen, dass der Rekordmeister am Donnerstag im Rückspiel deutlich mehr zu verlieren habe als der Gegner, packt Zeidler den nächsten kleinen Psycho-Trick aus. «Auch Aarau hat viel zu verlieren, sie haben sich ja schon oben gesehen», sagt der Hoppers-Coach und zielt damit auf den verpassten Direktaufstieg des FCA ab. «Wir sind zwar der Super-Ligist. Aber wir kommen von ganz unten. Gegen Winterthur waren wir 0:2 hinten. Da waren wir ganz weit weg ... Ich sehe es nicht so, dass wir viel verlieren können. Wir können viel gewinnen!», findet Zeidler.

Iacopetta ärgern verpasste Chancen

Doch nicht nur resultatmässig, auch mental scheint der Gegner nach der ersten Barrage-Hälfte mindestens auf Augenhöhe mit den Hoppers. «Das war eine gute Reaktion nach dem letzten Freitag, der sehr schwierig für uns gewesen ist. Auf unserer heutigen Leistung können wir aufbauen», findet Aarau-Captain Oliver Jäckle (33). Und auch Verteidiger Marco Thaler (31) will trotz der Nullnummer nichts von einem Gefühlschaos wissen: «Überhaupt nicht. Ich bin richtig stolz auf diese Mannschaft. Wir haben GC heute Kopfschmerzen bereitet.»

Zumindest Trainer Brunello Iacopetta (41) gibt aber doch zu, dass sich der Aussenseiter in seinem Heimspiel ein besseres Resultat gewünscht hätte. «Wir haben in der zweiten Halbzeit die eine oder andere Chance liegengelassen. Das müssen wir uns vorwerfen. Am Schluss zählen die Tore», so der Aarauer Coach. Gleichzeitig hält er eine ähnliche Botschaft für seine Spieler bereit, wie sich auch GC-Trainer Zeidler an sein Team richten dürfte: «Wir haben noch einmal 90 Minuten, um das in Zürich besser zu machen.»

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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