Klappts am Samstag?
Für vier Thuner wäre ein Titel im Joggeli besonders speziell

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem geschafften Aufstieg kann der FC Thun am Samstag in Basel den Meistertitel sicherstellen. Es wäre der Höhepunkt einer unfassbaren Geschichte – und für einige noch etwas mehr.
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Niklas Steffen im St. Jakob-Park – früher war das sein Traum.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Niklas Steffen schnupperte am FCB-Durchbruch – aber es kam nie dazu
  • Tim Spycher war eines der grössten FCB-Talente – doch es stockte
  • Beide könnten nun in Basel Meister werden – wie auch Bürki und Bertone
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Wenn man in Basel im Nachwuchs kickt, träumt man vom Debüt im Joggeli mit dem FCB-Logo auf der Brust. Dazu ist es bei Niklas Steffen (25) nie gekommen. Aber nun könnte der langjährige FCB-Junior ausgerechnet im Joggeli Meister werden. Dafür braucht er den Sieg am Samstagabend mit Thun.

Am Durchbruch in Basel schnuppert Steffen früh. Im März 2017 kommt er bereits als U16-Goalie zum Debüt im Erwachsenenfussball. Der damalige U21-Trainer Raphael Wicky braucht einen Goalie für ein Spiel in der drittklassigen Promotion League, der heutige FCB-Spieler Dominik Schmid steht direkt vor Steffen in der Abwehr. Die «Basellandschaftliche Zeitung» schreibt danach: «Der 16-Jährige überzeugte mit einem ruhigen, abgeklärten Auftritt und strahlte Sicherheit aus.» Es sind die Eigenschaften, die Steffen neun Jahre später zu einem der solidesten Goalies in der Super League machen.

Bitter-süsser Auftritt im Joggeli – Wiedergutmachung?

Die Augen von Niklas Steffen glänzen, als ihn Blick vor Saisonstart im vergangenen Juli auf anstehende Highlights wie das Auswärtsspiel im St. Jakob-Park anspricht. Trotz einigen Jahren in der FCB-Jugend kennt der Solothurner den Joggeli-Rasen bis dahin nur vom Hörensagen – und einem 45-minütigen Einsatz in einem Testspiel mit Thun im Januar 2025.

Das erste Pflichtspiel für den Ex-FCB-Junior in der alten Heimat verläuft dann unglücklich. Es ist ein bitter-süsser 2:1-Auswärtssieg der Thuner im Februar, Steffen muss in der 67. Minute verletzt raus. Nun könnte es wenig später die Joggeli-Wiedergutmachung für den Senkrechtstarter geben.

Die grosse Show des Backups

Der vorzeitige Abgang von Steffen im Februar öffnet an jenem Tag den Vorhang für Tim Spycher (22). Der Winterzuzug des FC Thun glänzt bei seinem Super-League-Debüt. Zuerst auf dem Feld beim Sichern des Sieges, dann bei einem emotionalen Interview. Drei Wochen davor steht Spycher noch beim FCB unter Vertrag, bei dem er sämtliche Nachwuchsstufen durchlaufen hat.

Bei Blue sagt Spycher nach dem Sieg in Basel: «Es war keine einfache Zeit in den letzten Monaten. Deshalb ist es umso spezieller.» Danach wird seine Stimme zittrig. «Es war nicht einfach in Nyon, da gab es viele Probleme, worauf ich jetzt nicht weiter darauf eingehen muss.» Nach Nyon war er ausgeliehen, im Januar 2025 holte ihn der FCB vorzeitig zurück, weil er die Weiterentwicklung des jungen Goalies in der Westschweiz als «nicht mehr optimal» ansieht.

Auf dem Campus gilt Spycher lange als eines der grössten Talente und sogar als potenzieller Nachfolger von Marwin Hitz (38). Doch Spycher kommt nach der Rückkehr kaum mehr zum Zug, im Januar 2026 folgt der fixe Wechsel vom FCB zum Super-League-Leader, in der Rolle als ambitionierte Nummer zwei hinter Steffen. Drei Wochen später folgt sein persönliches Märchen im Joggeli. Und nun könnte er da einen Meistertitel feiern.

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Bürki und Bertone gegen Sommer, Xhaka und Shaqiri

Mit Meister-Feierlichkeiten in Basel sind Leonardo Bertone (32) und Marco Bürki (32) bereits vertraut. Als die legendäre FCB-Mannschaft um Spieler wie Huggel, Alex Frei, Sommer, Xhaka, Shaqiri, Stocker und Fabian Frei nach der Titelparty im Mai 2012 die Saison ausklingen lässt, geben die beiden für YB beim 2:1-Sieg im Joggeli ihr Super-League-Debüt!

Bemerkenswert: 178 Super-League-Spiele hat Bertone seither absolviert, 121 Bürki. Aber nur elf Minuten liegen zwischen den beiden Profi-Debüts der beiden Anführer des heutigen Thuner Sensationsteams. 14 Jahre nach dem Debüt könnten es in Basel plötzlich sie sein, die einen Meistertitel feiern. Ausgerechnet am 2. Mai, dem Tag, an dem die Thuner vor einem Jahr den Aufstieg klargemacht haben.

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
34
37
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
34
25
63
3
FC Lugano
FC Lugano
34
13
60
4
FC Sion
FC Sion
34
18
55
5
FC Basel
FC Basel
34
4
53
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
34
4
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
34
4
43
2
Servette FC
Servette FC
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2
43
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
34
-7
42
4
FC Zürich
FC Zürich
34
-21
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
34
-26
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
34
-53
19
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