Darum gehts
- Köhler sagt, was Zeidler besser machen kann
- Bei GC überschlagen sich die Ereignisse
- Hast du gewusst? Köhler und Sané wurden zusammen Meister
Die News der Woche
GC setzt den Trainer-Impuls! Peter Zeidler (63) übernimmt kurz nach seiner Entlassung in Lausanne seinen vierten Super-League-Klub. Super League? Der Deutsche würde auch den Gang in die Challenge League mitmachen. Noch hat er aber die Chance, den Rekordmeister in der obersten Spielklasse zu halten. Das Spiel vom Sonntag gegen Servette bestreitet GC noch ohne Zeidler, ab der neuen Woche übernimmt der 275-fache Super-League-Trainer das Ruder von Interimstrainer Gernot Messner (45).
Die Trainermeldung rückt auch den Hammer von GC-Besitzer Los Angeles FC in den Hintergrund. Die Amerikaner reagierten auf die an sie gerichteten Fan-Proteste und gaben bekannt, offen für einen Verkauf oder Teil-Verkauf von GC zu sein. Oder die Schelte aus Aarau wegen des noch fehlenden Barrage-Stadions. Der Rummel ist gross. Ganz nebenbei geht es für GC um das nackte Überleben in der Super League.
Die grosse Frage
Gibts von Messner ein Abschiedsgeschenk? Der Österreicher bestritt sein erstes Spiel als Interimstrainer von GC nach der Entlassung von Gerald Scheiblehner am 21. März. Er kriegte in Genf gleich 0:5 aufs Dach. Einziger Erfolg in den fünf Spielen unter ihm war der kapitale 2:0-Sieg in Winterthur. Ansonsten gab es nur Niederlagen. Und nun steht erneut Servette vor der Brust.
Gesagt ist gesagt
«Natürlich kannte ich den Namen Peter Zeidler schon, bevor ich im Februar in die Schweiz kam. Er hat sich auch in Deutschland einen Namen gemacht. Bisher hat er im Mittelfeld meistens die Raute aufgestellt. Das finde ich sehr attraktiv und kann uns guttun.» – Blick erreicht GC-Spieler Sven Köhler (29) kurz nach der Teamsitzung, wo er und seine Teamkollegen über den Trainerwechsel informiert wurden. Weitere Hebel für den neuen Trainer? Wieder mehr Pressing und Aggressivität. Beim 1:2 gegen Luzern holte GC keine einzige Karte und beging nur sechs Fouls. Das ist sehr fair, aber auch ein Zeichen, nicht nah genug am Gegner dran zu sein.
Mögliche Aufstellung
Hammel; Arigoni, Ngom, Köhler, Stroscio; Abrashi, Meyer, Zvoranek; Tsimba, Lee, Asp Jensen.
Wer fehlt?
Clemente, Decarli, Diaby, Plange (alle verletzt). Frey (fraglich).
Neben dem Platz
Obwohl die grosse Abstiegsgefahr viel Druck erzeugt, gefällt es Sven Köhler bei seiner ersten Station in der Schweiz. «Klar ist die sportliche Situation sehr schwierig, aber mir persönlich geht es gut. Passend zu diesem schönen Wetter wird mir einmal mehr bewusst, warum ich den Schritt hierher gemacht habe. Und wenn wir den Klassenerhalt schaffen, bin ich sehr, sehr glücklich.»
In den drei Monaten seit der Ankunft in Zürich hat der ehemalige Braunschweig-Captain viele turbulente Tage erlebt. Aber Abstiegskampf kennt er aus der 2. Bundesliga schon. Für ihn steht im Vordergrund, selbstbewusst zu bleiben. Und zudem als Leader auch mal mit einem scharfen Ton anzusprechen, was nicht gut laufe. «Ich wurde als Anführer geholt. Zuerst habe ich mich hinten angestellt und versucht, mir durch Leistung Respekt zu verschaffen. Mittlerweile bin ich auch in der Kabine mehr im Vordergrund.»
Hast du gewusst, dass...
... Sven Köhler zusammen mit Leroy Sané (30) einst A-Jugend-Meister in Deutschland geworden ist? Mit dem DFB-Star habe er kaum mehr Kontakt, aber die Erinnerungen an den Triumph mit der U19 von Schalke bleiben für immer. Köhler: «Das hat in Deutschland einen riesengrossen Wert. Davon zehrt man immer noch.»
Aufgepasst auf
Das erste Tor des Spiels. GC hat in dieser Saison nach einem Rückstand noch nie gewonnen. Alle sechs Ligasiege folgten auf eine Führung. Die Ausnahme bleibt der Krimi-Sieg im Cup-Viertelfinal gegen Sion – beim 4:3 nach Verlängerung führte Sion sogar doppelt, GC drehte das Spiel noch. Nach den letzten Wochen ist dies aber kalter Kaffee. Übrigens: Auch Servette hat nach einem Rückstand bisher erst einmal gewonnen.
Die Klassenbesten
Blick-Notenschnitt nach 34 Runden:
- Abrashi 4,5
- Hammel 3,9
- Asp Jensen 3,8
Hier gehts zu allen Hopper-Noten.
Der Schiedsrichter
Sven Wolfensberger.
VAR: Michèle Schmölzer.
Der Gegner
13 Skorerpunkte in 9 Spielen – Servettes Junior Kadile ist der grosse Überflieger. Was bewegt die Genfer sonst noch? Hier erscheint das Servette-Inside.
Runde
Sa., Lausanne – Luzern, 18 Uhr
Sa., Winterthur – FCZ, 18 Uhr
Sa., Basel – Thun, 20.30 Uhr
So., St. Gallen – Sion, 14 Uhr
So., GC – Servette, 16.30 Uhr
So., Lugano – YB, 16.30 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 34 | 37 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 34 | 25 | 63 | |
3 | FC Lugano | 34 | 13 | 60 | |
4 | FC Sion | 34 | 18 | 55 | |
5 | FC Basel | 34 | 4 | 53 | |
6 | BSC Young Boys | 34 | 4 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 34 | 4 | 43 | |
2 | Servette FC | 34 | 2 | 43 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 34 | -7 | 42 | |
4 | FC Zürich | 34 | -21 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 34 | -26 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 34 | -53 | 19 |

