Darum gehts
- Stucki zum Zeitpunkt: FCB konnte es geheim halten
- Liegts an der Intensität des Jobs oder an der Unvereinbarkeit von Arbeit und Familiet?
- Gar wieder Polizist? «Nicht ganz ausschliessen»
Der FCB hat nach einem hitzigen Abend gerade einen Sieg gegen Meister Thun eingefahren, doch schon Minuten danach wirkt Sportchef Daniel Stucki (44) gefasst. Über sieben Minuten wird er vor den versammelten Medien auf dem Feld mit Fragen gelöchert. Stucki erklärt, warum er den FCB im Sommer vorzeitig – ein Jahr vor Vertragsablauf 2027 – verlässt. Es sind neue Einblicke.
Der überraschendste? Der FCB und Stucki wussten schon lange, dass sich die Wege trennen werden. «Es ist intern schon seit ein paar Wochen bis Monaten bekannt.» Man konnte die bevorstehende Trennung also lange geheim halten. Stucki cool: «Wir arbeiten professionell, davon bin ich ausgegangen.»
Ist es kein ungünstiger Zeitpunkt, es jetzt herauszubringen, mitten im Endspurt? «Die Diskussion ist obsolet. Wenn wir später kommuniziert hätten, wäre Kritik da gewesen. Wenn wir es früher getan hätten ebenfalls. Der Zeitpunkt ist wahrscheinlich nie optimal.» Der Klub habe es auch so gewollt, um die Nachfolgelösung vorzubereiten.
«Diese Niederlage muss auch ich wegstecken»
Klar ist: Hinter dem Abgang steckt mehr als nur eine berufliche Neuausrichtung. Der Meister-Architekt des FCB wurde zum Baustellen-Verantwortlichen. Er verantwortet zum Beispiel zwei missglückte Transferfenster nach dem Double-Sieg. Und nachdem er zum Beispiel die endende Ära von Klub-Legende Taulant Xhaka als neuer Sportchef mit Bravour gemeistert und viel Lorbeeren erhalten hat.
Von entstandenen Differenzen im Klub will Stucki nichts wissen. Aber er gibt zu: «Wir haben Ziele verfehlt, das ist für mich auch eine Niederlage, die ich wegstecken muss.» Jetzt gelte es einfach noch, das Minimalziel zu erreichen. Also die Qualifikation fürs internationale Geschäft. Dafür brauchts Platz drei oder vier.
Gleichgewicht als Grund? Stucki verneint
Im hauseigenen FCB-Podcast hat Stucki einmal gesagt, dass der Job des Sportchefs eigentlich nicht mit dem Familienleben vereinbar sei. Mit Betonung auf eigentlich. Zur Intensität des Jobs sagt er nun: «Nein, vielleicht mache ich diesen Job ja weiter, einfach an einem anderen Ort. Daran liegts nicht.» Stucki sagt: «Wir haben uns sehr gut eingelebt, auch mit der Familie. Der Job macht viel Spass, aber ich bin seit sechs Jahren da.»
Was ist es dann? Stucki nimmt nochmals Anlauf für einen Erklärungsversuch: «Es ist in mir gereift, dass ein Umfeldwechsel guttun würde. Das hat auch nichts mit der nicht so erfolgreichen Saison zu tun. Aber nach den unglaublichen sechs Jahren ist viel Dankbarkeit da, weil mir auch der Klub die Chance gegeben hat, immer weiter zu wachsen.»
Wieder Polizist? «Schliesse es nicht aus»
Im Winter gab es ja die Wolfsburg-Gerüchte. Einen Job im Ausland schliesse Stucki nicht aus. Aber er betont: «Mal schauen, was auf mich zukommt, es ist noch nichts konkret.» Er habe in den vergangenen zwei Jahren praktisch keine Ferien gemacht. Das würde nach Saisonende dann auch anstehen, bevor eine neue Aufgabe aktuell werde.
Und was ist mit dem alten Job, wird Stucki gar wieder Polizist? «Auch dort hatte ich zehn sehr schöne Jahre. Ich würde es nicht ausschliessen, aber denke, dass das im Moment eher unrealistisch ist.» Vielleicht will er nach Ablauf der FCB-Zeit einfach mal durchatmen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 35 | 22 | 63 | |
3 | FC Lugano | 35 | 14 | 63 | |
4 | FC Sion | 35 | 21 | 58 | |
5 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 35 | 3 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 35 | 6 | 46 | |
2 | Servette FC | 35 | 4 | 46 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 35 | -9 | 42 | |
4 | FC Zürich | 35 | -21 | 35 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 35 | -28 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 35 | -53 | 20 |
