Frick: «Hat mich extrem verärgert»
FCL-Torschütze hatte die falschen Schuhe an

Luzern kämpft nach einem aufwühlenden Ligaspiel um den Einzug ins Cup-Halbfinal – am Mittwochabend auf der Pontaise gegen Lausanne-Ouchy (19.15 Uhr). «Der Platz wird miserabel sein», kündigt Trainer Mario Frick an. Das FCL-Inside zum Cup.
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Oscar Kabwit (l.) blüht gegen Rivale St. Gallen auf – ihm gelingt Tor und Assist.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

  • Deshalb war Frick mit Super-Joker Kabwit nicht ganz zufrieden
  • Zur ganzen Wahrheit gehört: «Er kommt aus einer anderen Welt»
  • Das sagt Frick zum Pontaise-Spiel und möglichen Halbfinal-Einzug
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Die News der Woche

Nach einem schwierigen Winter scheint für Oscar Kabwit (20) wieder die Sonne. Der Kongolese war bei der umjubelten Aufholjagd zum 2:2 gegen Rivale St. Gallen mit einem Tor und Assist als Joker entscheidend. Nur etwas hat FCL-Trainer Mario Frick (51) so gar nicht gepasst: «Er hatte die falschen Schuhe an!» Kabwit lief mit Nocken auf – prompt rutschte er bei einer anderen Top-Chance weg. «Diese Szene hat mich extrem verärgert», sagt Frick. Die Schuhwahl sei auch im Hinblick auf den Pontaise-Acker für den Cup-Viertelfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy (SLO) entscheidend. Stollen habe Kabwit, aber: «Sie tun ihm weh.»

Der Schuh drückte beim neuen Hoffnungsträger in den letzten Monaten nicht nur wortwörtlich. Kabwit kam im Sommer vom kongolesischen Top-Klub TP Mazembe erstmals nach Europa. Die klimatischen Bedingungen setzten ihm zu. «Er ist so jung und kommt aus einer total anderen Welt zu uns, sieht das erste Mal Schnee. Bei diesen Minusgraden friert er erstmals so richtig», erklärt Frick. Gut möglich, dass Kabwit nach seinem Tor und Assist nun den Frühling spürt.

Die grosse Frage

Ist nun der Cupfinal das grosse FCL-Ziel in dieser Saison? «Nein! Uns interessiert nur das Spiel am Mittwoch», sagt Frick vehement. Der Viertelfinal gegen SLO. Letztmals im Halbfinal stand Frick 2022, drei Monate nach seiner Ankunft beim FCL. Danach waren Achtelfinals das höchste der Gefühle.

Gesagt ist gesagt

«Es gibt extrem Rückenwind. Es ist ein gefühlter Sieg.» – So äussert sich Mario Frick über das Last-Minute-2:2 gegen St. Gallen am Sonntag. Interessant, was der Liechtensteiner anfügt: «Im Nachhinein denke ich: Statt ausgiebig zu jubeln hätten wir den Ball wohl direkt holen und auf den Mittelpunkt setzen sollen. St. Gallen war platt.»

Mögliche Aufstellung

Loretz; Dorn, Knezevic, Bajrami, Ciganiks; Abe; Winkler, Owusu; Di Giusto; Kabwit, Villiger.

Wer fehlt?

Freimann, Von Moos (beide fraglich). Spadanuda, Löfgren, Zimmermann (alle verletzt). Gesperrt ist niemand.

Neben dem Platz

Die Regeneration: Ein entscheidendes Thema auch beim FCL bei den zwei englischen Wochen in Folge, die anstehen. Frick atmet nach dem erkämpften Remis gegen St. Gallen durch. «Nun hatte keiner eine schlaflose Nacht. Bei einer Niederlage hätte es wohl anders ausgesehen.» Wichtig, weil: SLO steigt mit zwei Tagen mehr Erholung in den Viertelfinal.

Hast du gewusst, dass ...

... Keeper Pascal Loretz (22) nun definitiv zum Schreckgespenst von St. Gallen geworden ist? Der Krienser hat bereits im August auswärts beim Rivalen aus der Ostschweiz bei einem gegnerischen Penalty den Sieg gerettet und am Sonntag seine Mannschaft auf dem Weg zum 2:2 wieder bei einem Penalty im Spiel gehalten. In Loretz' Profikarriere kommt ein dritter gehaltener Elfmeter hinzu: im August 2023 gegen Chadrac Akolo, den damaligen Stürmer von ... St. Gallen.

Aufgepasst auf

Andrej Vasovic (18). Sein erstes Super-League-Tor der Karriere in der 95. Minute lässt eine ganze Region aufatmen. «Er ist ein Box-Stürmer. Er kommt vor allem dann rein, wenn wir auf den Gegner drücken.» Deshalb ist er eher noch in der Jokerrolle. Aber gut möglich, dass er diese auch gegen SLO wieder ausfüllen kann.

Bisheriger Cup-Weg

1. Runde: 3:0 vs. Perlen-Buchrain
2. Runde: 6:0 vs. Bosna Neuchâtel
1/8-Final: 4:1 vs. Zug

Der Schiedsrichter

Schiedsrichter ist Sven Wolfensberger. Einen VAR gibts für das Spiel auf der Pontaise nicht, im Gegensatz zu den Viertelfinal-Duellen zwischen zwei Super-Ligisten.

Der Gegner

Stade-Lausanne-Ouchy ist in Fahrt gekommen, hat vier der letzten fünf Spiele gewonnen und zuletzt Leader Vaduz 5:2 geschlagen. In Erinnerung bleibt zudem das 1:0 im Cup-Achtelfinal anfangs Dezember gegen Super-Ligist Winterthur.

Cup-Viertelfinals

Di., Xamax (ChL) – Yverdon (ChL), 19.30 Uhr
Di., GC – Sion, 20.30 Uhr
Mi., SLO (ChL) – Luzern, 19.15 Uhr
Mi., St. Gallen – Basel, 20.15 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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