Fans trotzen Wind und Wetter
Riesige Ticket-Euphorie hält Thun auf Trab

Sensationsleader Thun reist am Sonntag zum Auswärtsspiel nach Lausanne (16.30 Uhr). Noch viel mehr bewegt aber ein Spiel, das noch zwei Monate entfernt liegt. Das Thun-Inside.
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Legendäre Szene vom Aufstiegsspiel im Mai: Thun-Torschütze Meichtry feiert. Auch jetzt ist die Fan-Euphorie riesig.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Dieses Spiel sorgt in Thun schon jetzt für Aufregung
  • Dieses selbstbewusste Ziel formuliert Lustrinelli
  • Bertone wird zum Philosophen – er spricht über seinen Weg
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Die News der Woche

Ein Mittwochmittag im nasskalten November. Ein Szenario, bei dem sich eigentlich nur wenige Menschen freiwillig ausserhalb der Stadt Thun im Durchzug zwischen Stockhorn Arena und Einkaufszentrum aufhalten. Doch diese Woche wimmelte es auf dem Vorplatz des Stadions von Leuten. Zwei riesige, über 50 Meter lange Schlangen hatten sich bei Wind und Wetter gebildet. Es lockten die letzten Tickets für ein Spiel, das erst in zwei Monaten stattfindet – das langersehnte Derby gegen Kantonsrivale YB am 25. Januar! Die Saisonabobesitzer hatten Vorrang für den Kauf eines zusätzlichen Tickets, die restlichen 800 gingen am Mittwoch weg wie warme Semmeln. Thun führte den Verkauf dieser restlichen Tickets nur physisch vor Ort durch. Die ehrliche Begründung: «Wir wollen möglichst viele Thun-Fans im Stadion – deshalb haben wir uns für diesen Vorgang entschieden.» So konnten die YB-Fans nicht online zuschlagen, lokale Fans wurden bevorzugt. Für die, die nicht kommen konnten, gibts am 13. Januar voraussichtlich eine kleine, letzte Chance. Dann sollen restliche Tickets aus ungebrauchten Kontingenten auf den Markt kommen. Das Derby sorgt schon jetzt für eine riesige Ticket-Euphorie im Berner Oberland.

Die grosse Frage

Wird die Luft an der Spitze dünn? Vor kurzem hatte Thun als Leader ein 9-Punkte-Polster. Weil die letzte Runde verloren ging (0:1 gegen Lugano) und St. Gallen das Nachholspiel im Tessin am Mittwoch gewonnen hat (3:1), ist der Vorsprung auf vier Punkte geschmolzen. Dennoch: Egal, was passiert, Thun wird auch nächste Woche als Leader in die Runde steigen.

Gesagt ist gesagt

«Wir hätten einfach sagen können, in der Super League bleiben und gegen den Abstieg kämpfen zu wollen. Aber das ist für mich kein Ziel, bei dem ich wow sage. Deshalb haben wir die Vision, in den nächsten Jahren in den Top 6 präsent zu sein.» Das sagt Trainer Mauro Lustrinelli, nachdem er bei einem Treffen mit Blue ein Risotto zubereitet hat.

Lustrinellis Zielformulierung deckt sich mit jener von Präsident Andres Gerber, der vor Saisonstart zu Blick sagte: «Es macht keinen Sinn, den Nicht-Abstieg als Ziel zu formulieren. Dass wir das wollen, ist logisch. Selbstbewusst formuliert ist das Ziel die Top 6.»

Thun-Präsi Gerber über Möglichkeiten und Kaderplanung
1:39
«Top 6 wollen wir, aber...»:Thun-Präsi Gerber über Möglichkeiten und Kaderplanung

Mögliche Aufstellung

Steffen; Dähler, Bamert, Bürki, Heule; Bertone, Roth; Reichmuth, Meichtry; Ibayi, Rastoder.

Wer fehlt?

Käit, Ziswiler (beide verletzt).

Neben dem Platz

Leonardo Bertone (31) wird in der aktuellen Ausgabe des Fussball-Magazins «Zwölf» zum Philosophen. «Ich hatte lange Mühe, Dinge zu akzeptieren, zum Beispiel, wenn ich auf der Bank sass oder dass ich abgestiegen bin mit Thun und Waasland. Ich hatte lange das Gefühl, besser zu sein, als ich tatsächlich war.» Einen entscheidenden Impuls gegeben habe in der Versenkung in seiner Zeit bei Waasland in Belgien dann ein Spruch, der ihn nicht mehr losgelassen hatte. «In der Akzeptanz liegt die Kraft», lautete dieser. Bertone musste akzeptieren: «Ich bin jetzt ein Zweitligaspieler, nicht mehr und nicht weniger. Das hat mir solch eine Ruhe gegeben.» Mittlerweile darf er sich Schlüsselspieler und Vizecaptain beim Super-League-Leader nennen.

Hast du gewusst, dass...

... in dieser Saison bisher fünf Freistösse direkt verwandelt wurden und drei davon auf das Konto von Thun gehen? Standardspezialist Bertone hat schon zwei direkte Freistosstore erzielt, Königstransfer Kastriot Imeri eines.

Aufgepasst auf

Fabio Fehr (25). Kippt das Momentum auf der Rechtsverteidiger-Position wieder? Den Stammplatz, den Fehr zum Saisonstart innehatte, hat er trotz guter Leistungen an Lucien Dähler verloren, der dann Spiel für Spiel in einer Super-Form war. Die Formkurve beim Fribourger hat sich zuletzt etwas abgeflacht. Ausserdem spielte Fehr beim Test gegen Nyon in der Natipause (5:0) ansprechend. Zuletzt gegen Lugano kam erneut Dähler zum Zug. Wie siehts nun aus?

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 14 Runden:

1. Franke 5,0 (nur 1 Bewertung)
2. Bertone 4,8
3. Dähler, Bamert, Montolio 4,5

Hier gehts zu allen Thuner Noten.

Der Schiedsrichter

Marijan Drmic.

Der Gegner

Die Lausanner Künstler treffen nicht mehr. Beunruhigung im Waadtland? Hier erscheint das Lausanne-Inside.

15

Runde

Sa., Lugano – Sion, 18 Uhr
Sa., FCZ – GC, 18 Uhr
Sa., Luzern – Winterthur, 20.30 Uhr
So., Servette – YB, 14 Uhr
So., Basel – St. Gallen, 16.30 Uhr
So., Lausanne – Thun, 16.30 Uhr

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
2:1
27
33
64
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
0:1
27
18
47
3
FC Lugano
FC Lugano
26
12
46
4
FC Sion
FC Sion
26
9
40
5
FC Basel
FC Basel
26
5
40
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
26
0
36
7
FC Luzern
FC Luzern
1:2
27
2
33
8
FC Zürich
FC Zürich
26
-11
31
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
26
-3
30
10
Servette FC
Servette FC
26
-7
28
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
26
-13
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
1:0
27
-45
17
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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