Kommentar zu den FCZ-Bossen
Malenovic ist schwer angezählt

FCZ-Präsident Ancillo Canepa stellt klar, dass Sportchef Milos Malenovic nun Resultate liefern muss. Bleiben diese aus, könnte es bei den Zürchern plötzlich schnell gehen, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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FCZ-Boss Ancillo Canepa (links) will von Sportchef Milos Malenovic Resultate sehen.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ancillo Canepa setzt Sportchef Milos Malenovic beim FC Zürich unter Druck
  • Malenovic steht unter Beobachtung und muss in klaren Grenzen liefern
  • FCZ hat in der Ära Malenovic bei Fans und Sponsoren Schaden genommen
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Emanuel GisiSportchef

Ancillo Canepa lässt im Blick-Interview keine Zweifel offen, wer beim FC Zürich der Chef ist. «Niemand verfügt beim FCZ über eine Blankovollmacht.» Die Zeiten, in denen Sportchef Milos Malenovic im Klub scheinbar nach Belieben schalten und walten konnte, sind definitiv vorbei.

Das sind neue Töne. Nachdem der FCZ-Präsident den früheren Spielerberater bisher vehement verteidigt hatte, sagt er erstmals, was ihm in den letzten Monaten nicht gefallen hat an der Arbeit und am Auftreten seines höchsten sportlichen Angestellten. Von Fehlern bei der Auswahl der beiden bereits wieder gefeuerten Trainer Moniz und Van der Gaag bis zum katastrophalen Auftritt an einer Pressekonferenz in diesem Jahr. Der wichtigste Satz: «Der Bonus der Lernkurve ist nun vorbei.»

Das bedeutet: Malenovic ist schwer angezählt. Er steht ab sofort unter Beobachtung. Canepa hat gute Gründe dafür. Die reale sportliche Entwicklung hält nicht mit den vollmundigen Ankündigungen der letzten Jahre Schritt.

Vor allem aber muss dem Patron der Schaden Sorgen bereiten, den der Ruf seines Klubs in der Ära Malenovic genommen hat: bei den organisierten Fans in der Südkurve ebenso wie bei den Normalos auf der Osttribüne. Und nicht zuletzt bei potenziellen Sponsoren und Geldgebern.

Malenovic muss nun liefern. In dem klar abgesteckten Bereich, den ihm der Chef vorgibt. Vielleicht hilft ihm das sogar – er wäre nicht der Erste, der mit dem Sprung von der Ich-AG zur Führungspersönlichkeit mit Verantwortung über Hunderte Mitarbeiter überfordert ist. Gelingt ihm das nicht, braucht der FCZ schon bald einen neuen Sportchef. Denn die Vergangenheit hat gezeigt: Wenn Canepa einen nicht mehr durch alle Böden hindurch verteidigt, kann es plötzlich schnell gehen.

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