Bald öffnet der Transfermarkt wieder seine Tore. Für die Fans der Super League bedeutet das wie fast jedes Jahr: Abschied nehmen von einigen der grössten Talente der Liga.
Zu den heissen Abgangskandidaten zählen Alvyn Sanches (23), Metinho (23), Jonathan Asp Jensen (20), Omar Janneh (19) oder Bung Meng Freimann (19) – gut möglich, dass sie schon in den kommenden Wochen den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen.
Ein Wechsel ins Ausland ist dabei nicht nur für die Spieler selbst ein Meilenstein. Auch die Super League kann davon profitieren: Den Ruf als Sprungbrett-Liga bestärken, die Talente auf die grosse Bühne vorbereitet – und damit wiederum neue Hoffnungsträger anzieht. Wie eindrücklich das sein kann, zeigt ein Blick auf jene Spieler, die die Schweiz vor einem Jahr verlassen haben: In stärkeren Ligen konnten viele ihren Marktwert deutlich steigern, bei einigen ist er regelrecht explodiert.
Teure Luzerner Fraktion
Ein Beispiel dafür ist Sascha Britschgi (19). Vor einem Jahr stand der Rechtsverteidiger noch als U21-Spieler beim FC Luzern unter Vertrag, sein Marktwert wurde auf 100’000 Franken geschätzt. Heute ist er gemäss dem Portal Transfermarkt als Serie-A-Spieler bei Parma rund hundertmal so viel Wert mit 10 Millionen.
Eine ähnlich markante Entwicklung hat mit Aleksandar Stankovic (20) auch ein anderer Ex-Luzerner genommen. Als er im Sommer 2024 in die Innerschweiz ausgeliehen wurde, betrug sein Marktwert rund 2,5 Millionen Euro. Nach seiner Saison beim FC Luzern sowie dem Wechsel zu Brügge steigerte der Mittelfeldspieler seinen Marktwert von zwischenzeitlich 11 auf 25 Millionen Euro – Tendenz steigend. Inzwischen steht sogar eine Rückkehr zu Inter Mailand im Raum.
Die Hoffenheimer Avdullahu und Hajdari
Britschgi und Stankovic sind zwei prominente Beispiele, aber längst nicht die einzigen. Leon Avdullahu (22) ist nach seinem Wechsel vom FC Basel zur TSG Hoffenheim geschätzt 25 Millionen Euro wert – das entspricht einer Zunahme von 15 Millionen.
Und mit Albian Hajdari (22; von 12 auf 20 Millionen Euro) hat sich in Hoffenheim ein weiterer Ex-Super-League-Spieler mit starken Leistungen in den Fokus gespielt. Hoffenheim-Direktor Paul Pajduch sagte kürzlich im Gespräch mit Blick, Hajdari und Avdullau hätten «einen grossen Anteil an unserer überraschend erfolgreichen Saison».
Das Hamsterrad Fussball
Die Liste mit Spielern, die seit ihrem Super-League-Abgang an Wert gewonnen haben, lässt sich problemlos fortsetzen: Zachary Athekame (21; bei Milan von 5 auf 10 Mio.), Anton Kade (22; bei Augsburg von 5 auf 7.5 Mio.) oder auch Nestory Irankunda (20; bei Watford von 4 auf 6 Mio.).
Wer ihnen als Nächstes folgt? Spätestens in einem Jahr werden wir es wissen – wenn sich die Super League erneut von ihren nächsten Talenten verabschiedet. Fussball, das nie stillstehende Hamsterrad.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 34 | 37 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 34 | 25 | 63 | |
3 | FC Lugano | 34 | 13 | 60 | |
4 | FC Sion | 34 | 18 | 55 | |
5 | FC Basel | 34 | 4 | 53 | |
6 | BSC Young Boys | 34 | 4 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 34 | 4 | 43 | |
2 | Servette FC | 34 | 2 | 43 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 34 | -7 | 42 | |
4 | FC Zürich | 34 | -21 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 34 | -26 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 34 | -53 | 19 |









