So kam es zum Vogt-Deal mit Hoffenheim
«Natürlich hat uns die Klausel geholfen»

Kein anderer Bundesligist war im letzten Jahr so oft in der Super League auf Shoppingtour wie die TSG Hoffenheim. Paul Pajduch, Technischer Direktor, spricht mit Blick über Leon Avdullahu, Albian Hajdari und Alessandro Vogt.
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Paul Pajduch und Hoffenheim schauen gerne in die Schweiz.
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Hoffenheim ist so gut unterwegs wie lange nicht mehr. Die Europacup-Qualifikation ist den Kraichgauern nach dem Sieg gegen den BVB kaum noch zu nehmen. Mittendrin: Leon Avdullahu (22) und Albian Hajdari (22). «Sie haben einen grossen Anteil an unserer überraschend erfolgreichen Saison», schwärmt Technikdirektor Paul Pajduch (32) im Gespräch mit Blick.

Erst seit dieser Spielzeit stehen die beiden kosovarischen Nationalspieler bei Hoffenheim unter Vertrag. Avdullahu kam von Basel, Hajdari von Lugano. «Die Super League ist für uns ein spannender Markt», meint Pajduch. «Die geografische Nähe, die kulturelle Ähnlichkeit – und vor allem, weil wir gezielt junge Spieler aus Ausbildungsligen holen, sie entwickeln und auf den nächsten Schritt vorbereiten.»

«Es sind zwei super Typen»

Mit Avdullahu und Hajdari scheint diese Strategie voll aufzugehen. Beide standen bei Hoffenheim schon länger auf dem Radar – der Zeitpunkt ihrer Verpflichtung unterschied sich jedoch deutlich. Während Avdullahu bereits zum Saisonstart kam, stiess Hajdari erst in den letzten Tagen des Transferfensters dazu. «Durch die Verletzung von Koki Machida mussten wir nochmals reagieren. Weil wir Albian bereits länger beobachtet hatten, ging es dann aber schnell», erklärt Pajduch, der vor seinem Hoffenheim-Engagement viele Jahre bei Sturm Graz tätig war.

Inzwischen haben Avdullahu und Hajdari dank starker Leistungen ihren Marktwert deutlich gesteigert – und das Interesse anderer Klubs geweckt. Noch haben sie aber beide langfristige Verträge im Kraichgau. «Es sind zwei super Typen. Und ich hoffe, dass sie mit uns noch weitere Schritte machen», sagt Pajduch. Dabei hat er auch den Europapokal im Blick: «Auch internationale Spiele würden sie natürlich nochmals besser machen.»

Hoffenheim-Duo Avdullahu und Hajdari im Ich-oder-Du
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Wer hat das schönere Auto?Hoffenheim-Duo Avdullahu und Hajdari im Ich-oder-Du

Vogts Ausstiegsklausel

Neben dem Duo wird in der kommenden Saison noch ein weiterer Schweizer für Hoffenheim auflaufen: Alessandro Vogt (21). «Er ist uns im letzten Sommer in Testspielen aufgefallen. Seither ist der Kontakt mit ihm und seinem Umfeld nicht mehr abgerissen», erzählt Pajduch. Auch, weil Vogt in seinem ersten Profijahr voll eingeschlagen hat.

Im Winter entschied sich Hoffenheim, die vergleichsweise tiefe Ausstiegsklausel von 2,5 Millionen Franken für das Stürmertalent mit bisher 15 Ligatoren beim FC St. Gallen zu aktivieren. «Natürlich hat uns die Klausel geholfen», gibt Pajduch offen zu. Die TSG hätte sonst einen deutlich grösseren Batzen aufbringen müssen, um den Stürmer zu verpflichten. Gleichzeitig zeigt der Österreicher Verständnis für die wenig erfreuten Reaktionen in der Ostschweiz: «Ich kenne das, das ist uns auch schon passiert. Es bringt einen Verein in eine blöde Situation.»

Ist Zairi der nächste Schweizer?

Welche Rolle Vogt bei Hoffenheim künftig einnehmen soll? «In der kommenden Saison werden viele Spielminuten zu verteilen sein. Allein durch die Bundesliga und den Cup wird er zu Einsätzen kommen, und auch ein europäischer Wettbewerb ist ja noch offen. Konkurrenz gehört aber immer dazu. Wir sind aber überzeugt, dass seine gute Entwicklung hier weitergehen wird», so Pajduch.

Mit Vogt hat Hoffenheim innerhalb eines Jahres dreimal in der Schweiz zugeschlagen – häufiger als jeder andere Bundesligist. Schweizer Talente haben im Kraichgau ohnehin so was wie Tradition: Früher etwa Gregor Kobel (28), heute sorgt Zidan Tairi (18) in der U19 für Aufsehen. Bis zum ganz grossen Durchbruch ist es für den offensiven Mittelfeldspieler aber noch ein weiter Weg – Avdullahu, Hajdari und Vogt sind da bereits ein paar Schritte weiter.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
30
80
79
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
30
30
64
3
RB Leipzig
RB Leipzig
30
22
59
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
30
20
56
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
30
15
54
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
30
19
52
7
SC Freiburg
SC Freiburg
30
-4
43
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
30
-2
42
9
FC Augsburg
FC Augsburg
30
-16
36
10
FSV Mainz
FSV Mainz
30
-9
34
11
Union Berlin
Union Berlin
30
-18
32
12
1. FC Köln
1. FC Köln
30
-7
31
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
30
-14
31
14
Hamburger SV
Hamburger SV
30
-15
31
15
Werder Bremen
Werder Bremen
30
-18
31
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
30
-25
26
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
30
-25
24
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
30
-33
19
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