Deutliche Worte über Malenovic
FCZ-Hediger: «Ich bin der Chef auf dem Platz»

Vor dem Zürcher Derby äussert sich Interimstrainer Dennis Hediger klar zur Situation rund um Sportchef Malenovic. Und wie wollen die Zürcher die 0:3-Derbypleite vom Oktober wiedergutmachen? Hier kommt das FCZ-Inside.
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FCZ-Trainer Dennis Hediger in Aktion.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • So sehen die Trainer-Abmachungen neu beim FCZ aus
  • Warum kassiert der FCZ immer das erste Tor der Partie? Hediger auf Spurensuche
  • Hediger sagt, welchen FCZ er im heissen Derby nun sehen will
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Die News der Woche

Das Blick-Interview mit Präsident Ancillo Canepa (72) schlägt hohe Wellen. Darin sprach er erstmals kritisch über seinen Sportchef Milos Malenovic (40) und sagte, dass dieser während der Trainings nicht mehr auf den Platz darf.

An der Pressekonferenz vor dem Derby bestätigt dies auch Interimstrainer Dennis Hediger (39). «Das ist für uns klar, seit der Entscheid gefallen ist, dass ich bis zur Winterpause weitermachen darf. Schon an diesem Tag wurde besprochen, dass Milos nicht auf dem Trainingsplatz sein wird und auch nicht am Rande stehen wird.»

Dahinter steckt eine klare Botschaft: «Ich bin der Chef auf dem Platz. Ich bin der Chef gegenüber der Mannschaft und derjenige, der die Entscheidungen trifft. Und das muss der Mannschaft und allen anderen auch klar sein. Das hat mit Präsenz zu tun und ist ein gemeinsamer Entscheid, der so gefällt wurde.»

Er habe das Interview seines Chefs übrigens «kurz überflogen», so der FCZ-Trainer. «Ich versuche eigentlich, alles wegzulassen, was nicht meine Arbeit mit dem Staff betrifft, aber ich wollte mich natürlich auf die Pressekonferenz vorbereiten», führt er aus.

Die grosse Frage

Ist der FCZ zu Spielbeginn mental nicht bereit? In den letzten acht (!) Liga-Spielen kassierten die Zürcher jeweils das erste Tor der Partie. Zuletzt lag man auch gegen Sion mit 0:2 zurück. 

Hediger fällt es schwer, eine Erklärung zu finden: «Wir haben viele Dinge schon probiert. Manchmal war das Abschlusstraining überragend, in der Kabine hat es gebrannt und die Energie war super. Und auf dem Platz kommt dann alles anders.» Man versuche aber immer, mit den Spielern über die Vorbereitung zu sprechen, um so neue Lösungen zu finden. Doch Hediger weiss auch: «Es gibt kein Patentrezept.»

Und wie will man im Derby von Beginn weg bereit sein? «Es hilft, wenn du am Samstag schon beim Warm-up die Kurve und das volle Stadion siehst. Ich als Nicht-Zürcher brenne schon heute und ich habe das Gefühl, das ist bei jedem Spieler auch so. Wir werden von Anfang an bereit sein.»

Gesagt ist gesagt

«Wir hatten zu wenig Derby-Charakter. Zu wenig Wille, Intensität und Energie», sagt Hediger über die 0:3-Derbypleite von Anfang Oktober gegen GC. Damals stand noch sein Vorgänger Mitchell van der Gaag (54) an der Seitenlinie. Unter Hediger solls anders sein: «Wir müssen verstehen, um was es geht. Für den ganzen Verein und die Stadt. Das ist mir wichtig.»

Mögliche Aufstellung

Brecher; Comenencia, Kamberi, Gomez, Rodic; Zuber, Tsawa, Krasniqi; Phaeton, Kény, Markelo.

Wer fehlt?

Perea (fraglich). Palacio (verletzt).

Hast du gewusst, dass ...

… der FC Zürich in seinen letzten acht Super-League-Heimspielen jeweils immer mindestens ein Tor kassiert hat? 17 sind es an der Zahl. Das letzte Mal, als der FCZ zu Hause eine weisse Weste bewahren konnte, war am 10. Mai 2025 – ausgerechnet beim 3:0-Derbysieg gegen GC. Ein gutes Omen?

Aufgepasst auf

Philippe Kény (26). Vier seiner bisher fünf Saisontore erzielte der Senegalese in den letzten fünf Partien. Zudem konnte er bei der 1:2-Niederlage gegen Servette eine Vorlage beisteuern. Einzig beim Spiel gegen Basel blieb Kény ohne Torbeteiligung – da erzielte der FCZ aber auch keinen Treffer.

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Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 14 Runden:
1. Reichmuth 4,5
2. Tsawa 4,2
3. Brecher 4,1
Hier gehts zu allen Zürcher Noten.

Der Schiedsrichter

Urs Schnyder.

Der Gegner

GC kommt von einem 1:1 gegen Basel, hat vor dem Derby aber mit Personalmangel zu kämpfen. Am Samstag laufen die Hoppers zudem in einem Sondertrikot auf. Das gefällt gar nicht allen so gut. Hier erscheint das GC-Inside.

15

Runde

Sa., Lugano – Sion, 18 Uhr
Sa., FCZ – GC, 18 Uhr
Sa., Luzern – Winterthur, 20.30 Uhr
So., Servette – YB, 14 Uhr
So., Basel – St. Gallen, 16.30 Uhr
So., Lausanne – Thun, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
14
11
31
2
14
12
27
3
14
7
25
4
14
6
23
5
14
-1
22
6
14
3
20
7
14
4
18
8
14
-6
17
9
14
3
16
10
14
-5
15
11
14
-9
14
12
14
-25
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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