Darum gehts
- Alessandro Vogt wechselt für 2,5 Mio. Euro zu TSG Hoffenheim
- FCSG-Sportchef wollte Vogt länger halten, respektiert aber seine Entscheidung
- Vogt erzielte 13 seiner 14 Tore gegen Teams der unteren Tabellenhälfte
Vor einem Jahr noch in der 1. Liga, in dieser Saison in der Super League – und ab nächstem Jahr schon in der Bundesliga. So liest sich der steile Karriereweg von Alessandro Vogt (21). «Fussball ist eine Momentaufnahme. Mein Beispiel zeigt, wie schnell es gehen kann», sagt der FCSG-Stürmer am Freitag in einer Medienrunde.
Monatelang wartete man auf einen Medienauftritt von Vogt, dem grossen Aufsteiger dieser Super-League-Saison. Nun hat er endlich sein Schweigen gebrochen – und einen besseren Zeitpunkt hätte es kaum geben können. Zumal seit dieser Woche offiziell ist, was Blick bereits angekündigt hatte: Der Stürmer wechselt für 2,5 Millionen Euro zur TSG Hoffenheim und hat dort für fünf Jahre unterschrieben.
FCSG wollte Vogt länger halten
Der FCSG hätte Vogt gerne gehalten. Sportchef Roger Stilz (48) macht daraus auch kein Geheimnis: «Persönlich hätte ich mir gewünscht, dass er noch ein Jahr bleibt, vielleicht sogar zwei. Letztlich ist es aber total legitim, dass der Spieler sich anders entscheidet.»
Genau das hat Vogt getan. Zwar habe er erwogen, weiter in der Ostschweiz auf Torejagd zu gehen. Letztlich konnte er dem Werben von Hoffenheim jedoch nicht widerstehen. «Das Gesamtpaket passt perfekt. Sie planen langfristig mit mir und haben mir gezeigt, wie sie mich weiterentwickeln wollen», erklärt Vogt. Zudem sei der Klub nicht weit von Wohlen entfernt – dem Wohnort seiner Eltern.
«Am Ende muss ich entscheiden»
Dass es Vogt in die Bundesliga zieht, überrascht auf den ersten Blick fast schon. Schliesslich trägt er den Vornamen Alessandro nach Alessandro Del Piero, da seine Mutter grosser Juve-Fan ist. Trotzdem habe ihn die Bundesliga schon immer fasziniert: «Ich erinnere mich, wie ich früher zusammen mit meinem Vater am Samstagabend die Sportschau geschaut habe.»
Nun wird Vogt selbst bald in dieser Sendung zu sehen sein. Ob er sich in der Bundesliga durchsetzt, bleibt abzuwarten. Einige Experten sehen den Schritt als gross an, zumal 13 seiner 14 Tore gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte erzielt wurden. Andere hätten ihn lieber in einer anderen Liga gesehen. «Am Ende muss ich entscheiden. Und ich bin überzeugt, dass ich es packen werde», sagt Vogt selbstbewusst.
Stilz über die Ausstiegsklausel
Auch Stilz blickt optimistisch auf Vogts Wechsel: «Zwar bin ich nicht sein Lebensratgeber, aber ich glaube, dass Hoffenheim gut zu ihm passt. Sie spielen eine ähnliche Philosophie wie wir in St. Gallen – das war sicher ein Grund, warum Hoffenheim sich so intensiv bemüht hat.»
Die TSG hatte Vogt schon lange auf dem Zettel: «Bereits im August meldeten sie sich erstmals bei meinem Berater», erzählt Vogt. Er selbst habe davon einen Monat später erfahren. Wenige Monate später war der Deal perfekt – nicht zuletzt wegen der vergleichsweise niedrigen Ausstiegsklausel.
Vogt hat klares Ziel vor Augen
«Klar nervt mich das rückblickend», sagt Stilz über die Klausel. Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung hätten sich dieser Vertrag und die Höhe der Klausel aber richtig angefühlt. «Wir haben bis Januar mit Alessandro und seinem Management über eine Anpassung des Vertrags gesprochen. Dann hat er uns informiert, dass er im Sommer gehen möchte.»
Im Streit gehen die Parteien jedenfalls nicht auseinander. Vogt zeigt sich dankbar für die Chancen, die er in St. Gallen erhalten hat. Und er weiss genau, wie er sich am liebsten verabschieden möchte: «Ich will den Klub zum Cup-Sieg führen. Das ist mein grosses Ziel.»
Und danach vielleicht sogar an die WM? «Stand jetzt bin ich Teil der U21-Nati. Natürlich habe ich die WM im Hinterkopf, aber sie ist nicht das Wichtigste», sagt Vogt bescheiden. «Wenn es dazu kommen würde, wäre ich natürlich glücklich.» Kontakt mit Nati-Trainer Murat Yakin habe es bislang allerdings noch keinen gegeben, bloss mit seinem Assistenten Davide Callà.
Vorerst gilt es für den 21-Jährigen, die Ereignisse der letzten Tage zu verarbeiten. «Die letzten Tage waren sehr viel auf einmal», sagt Vogt, der für das Spiel gegen Lugano verletzungsbedingt passen muss. Jetzt will er erst einmal alles sacken lassen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 29 | 34 | 68 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 29 | 4 | 46 | |
5 | FC Sion | 29 | 8 | 42 | |
6 | BSC Young Boys | 29 | 3 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 29 | -2 | 36 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 29 | -16 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 29 | -14 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |

