Fünf Gründe für die Aarauer
Weshalb der Fussball-Fan dem FCA die Daumen drückt

Am Freitagabend ist es soweit: Der FC Aarau empfängt den FC Vaduz (20.15 Uhr) zum grossen Duell im Kampf um den Aufstieg. Doch wen wollen wir im Sommer im Oberhaus sehen? Was für die Rüebliländer spricht.
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Aarau-Captain Valon Fazliu feiert seinen Siegtreffer gegen Rapperswil.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Aarau zieht mit 4800 Fans mehr Zuschauer als Vaduz mit 1560
  • Das Budget von Vaduz beträgt 4,5 Millionen CHF, Aarau hätte mehr
  • Vaduz gewann 51 Mal den Liechtensteiner Cup, Aarau 3 Schweizer Titel
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Stefan KreisReporter Fussball

Einverstanden, die Liechtensteiner Fürstenhütchen aus Schoggi sind ein wahrer Genuss. Und auch die Aussicht vom Rheinpark-Stadion auf den Alpstein ist nicht zu verachten. Ansonsten aber gibts keinen Grund, warum der FC Vaduz eine Bereicherung für die Super League wäre. Konkurrent Aarau hingegen liefert gleich fünf.

Die Fans

Aarau ist der Publikumsmagnet der Challenge League. 4800 Fans besuchen im Schnitt die Spiele, dagegen wirken jene 1560 Menschen im Rheinpark wie ein schlechter Witz. Zu allem Übel sollen Teile der Vaduz-Anhänger rechtsradikales Gedankengut propagieren. Im November 2025 befasste sich der liechtensteinische Landtag mit der Frage, ob die «Junge Tat», eine vom Nachrichtendienst des Bundes als rechtsextrem eingestufte Gruppierung, in der Vaduzer Fan-Szene ihr Unwesen treibt. Dies durch ein auf den sozialen Medien veröffentlichtes Bild einer liechtensteinischen Fan-Gruppierung, auf dem ein Anhänger der «Jungen Tat» im Fan-Sektor zu sehen ist.

Das Stadion

Einverstanden, das Brügglifeld ist aus der Zeit gefallen. Wer auf der Haupttribüne sitzend Pech hat, starrt einen Balken an und verpasst womöglich eine gute Torchance. Trotzdem ist das Stadion ein Sehnsuchtsort für Fussballromantiker. Am 12. Oktober 1924 wurde es eröffnet, 1982 wurde die heute noch bestehende Tribüne eingeweiht. Im Rheinparkstadion zu Vaduz haben zwar schon Zlatan Ibrahimovic und andere Superstars gekickt, mit dem Charme des Brügglifelds kann das 7'838 Zuschauerinnen und Zuschauer fassende und 1998 eröffnete Stadion aber nicht mithalten.

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Die Tradition

D'accord, in Sachen Titeln macht dem FC Vaduz keiner was vor. 51 (!) Mal stemmte der Hauptdorfklub die liechtensteinische Cup-Trophäe in die Höhe. Einzig der USV Eschen-Mauren konnte den unfassbaren Lauf der letzten Jahrzehnte stoppen, als man Gigant Vaduz 2012 im Elfmeterschiessen bezwang. Aarau hingegen war immer der Underdog. Und doch hat man mehr Meistertitel auf dem Konto als beispielsweise der FC St. Gallen und Luzern. 1912 und 1914 feierte der FCA seine ersten beiden Titel, 1993 kam ein weiterer hinzu. 1985 gewann man den Cup.

Die Möglichkeiten

Nein, Liechtensteins Fürst Hans-Adam II. ist kein Fussball-Fan. Und deshalb ist sein Vermögen von geschätzten 18 Milliarden für den FC Vaduz derzeit in weiter Ferne. Das Budget der Ländle-Kicker beträgt knapp 4,5 Millionen Franken, bei einem Aufstieg würde dieses auf sechs Millionen Franken erhöht. Zum Vergleich: Winterthur, der Bettler der Liga, hausiert mit knapp 16 Millionen Franken und hat keinen Stich. Auch Aarau wird bei einem Aufstieg nicht mehr mit der ganz grossen Kelle anrichten, aber man hätte trotzdem mehr Mittel zur Verfügung als Vaduz.

Der Sonderfall

Der FC Aarau hat sich in seiner 124-jährigen Geschichte insgesamt fünf Mal für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert, Liechtensteins Rekordcupsieger Vaduz ist praktisch jedes Jahr mit von der Partie. Allein dieser Fakt zeigt, wie bizarr der Sonderfall für den Schweizer Fussball ist. Zwar dürfen die Ländle-Kicker aufsteigen, Meister aber werden sie nie. Kurzum: Mit Vaduz im Oberhaus wäre die Super League eine Suppen-Liga.

Der Fleischspiess

Fussballerisch waren die Leistungen der Aarauer in den letzten Jahren nicht immer ein Leckerbissen, der Fleischspiess im Brügglifeld aber hatte und hat noch immer Super-League-Niveau.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
29
34
68
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
29
8
42
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
29
-16
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
29
-14
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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