«... dann dreht um»
Sion-Coach Tholot warnt nach Cup-Debakel seine Spieler

Chance auf Wiedergutmachung beim FC Sion nach dem Cup-Debakel in Zürich. Am Samstagabend ist Luzern im Tourbillon zu Gast (18 Uhr). Coach Tholot wird vor dem Duell sehr klar – während sich bei Gegenüber Frick eine Partie besonders eingebrannt hat.
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Die Miene ist ernster geworden: Sion-Trainer Didier Tholot.
Foto: Pius Koller

Die News der Woche

Den vierzehnten Stern wird Sion diese Saison nicht holen. Die bittere 3:4-Pleite nach Verlängerung im Cup gegen GC hallt nach. «Es ist so schwer, so etwas zu erreichen, dass man nur wütend sein kann, wenn man es so einfach aus den Händen gibt», schimpft Trainer Didier Tholot (61) am Freitag bei der Pressekonferenz. Die Halbfinals lagen mit dem Zweitore-Vorsprung schon griffbereit.

Die grosse Frage

Wie schnell erholt sich Sion von der riesigen Cup-Enttäuschung? Am Dienstagabend brach für die Walliser eine Welt zusammen. «Wir haben jetzt umso mehr etwas in der Meisterschaft zu erledigen. Wir müssen sofort weitermachen und etwas Positives in Gang setzen. Wir brauchen eine solidarische Gruppe, die die Maschine in Gang setzt», meint Tholot. Er erwartet von seinen Spielern eine Reaktion gegen den FC Luzern, der ebenfalls einen herben Dämpfer im Cup (gegen Lausanne-Ouchy) erlebt hat.

Gesagt ist gesagt

«Wenn ihr mit der Mannschaft nicht vorankommen wollt, dann dreht um.» Mit diesen Worten warnt Didier Tholot seine Spieler. Und der Mann aus Bordeaux fügt an: «Vielleicht mangelt es an Führungsstärke, wenn man ein Spiel wie dieses verschenkt. Aber was machen wir jetzt? Verschenken wir die Saison? Nein, nach einem schweren Schlag muss man den Kopf wieder hochnehmen. Ich als Erster. Ich werde sehr entschlossen sein und niemandem etwas schenken. Das habe ich von Anfang an nicht getan und werde es am Ende der Saison erst recht nicht tun. Wer rennt, wer es verdient, zu spielen, wer voll und ganz hinter dem Verein und der Mannschaft steht, den werde ich mögen.» Es herrscht eine aufgeheizte Stimmung im Wallis.

Mögliche Aufstellung

Racioppi; Sow, Hajrizi, Kronig; Marquinhos, Kabacalman, Baltazar, Hefti; Chouaref, Nivokazi, Berdayes.

Wer fehlt?

Rrudhani (verletzt), Surdez und Kabacalman (fraglich), Lavanchy (gesperrt).

Neben dem Platz

Der FC Sion wurde von der Liga mit einer Geldstrafe in Höhe von 18'900 Franken plus 3800 Franken Verfahrenskosten belegt. Der Grund? Das Verhalten eines Teils der Fans, die bei einem Spiel in Lausanne Anfang November Pyromaterial einsetzen. Die Vorfälle führten zu einem mehrminütigen Unterbruch des Spiels und stellten eine Gefährdung für Zuschauer und Spieler dar.

Hast du gewusst, dass...

... sich bei Luzern-Trainer Mario Frick ein Spiel im Tourbillon eingebrannt hat? Es war die 2:4-Niederlage vom 10. November 2024. Nach 18 Minuten lag Luzern 0:2 zurück, Frick griff durch und reagierte zur Pause mit einem Fünffach-Wechsel! Er wechselte unter anderem Goalie Loretz aus und brachte Ersatzmann Vasic. Luzern glich tatsächlich aus, verlor dann aber trotzdem. Eigentlich fahre er immer gerne nach Sion, weil er schon zu Vaduz-Zeiten im Tourbillon oft habe gewinnen können, meint Frick. Aber das besagte Spiel und das Heimspiel von anfangs Oktober dieser Saison seien Ausnahmen. Da kassierte Luzern nach 3:1-Führung in der Schlussphase das 3:3.

Aufgepasst auf

Marquinhos Cipriano (26). Weil Rechtsverteidiger und Dauerbrenner Lavanchy gesperrt ist und Sion auf dieser Position keinen wirklichen Ersatz hat, könnte Tholot seine 3-4-3-Formation testen. Hefti auf links, Marquinhos auf rechts. Der Brasilianer könnte den Vorzug vor Kololli kriegen, dieser wäre für ein 3-4-3 eher zu offensiv – und ist aktuell auch nicht in Topform. Dies sind allerdings erst noch Spielereien. Auffällig: Marquinhos war in dieser Saison 21 von 22 Mal im Spieltagskader, hat aber noch keine Minute absolviert!

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 22 Runden:

1. Racioppi 4,4
2. Baltazar 4,3
3. Chipperfield 4,2

Hier gehts zu allen Sittener Noten.

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Die Schiedsrichterin

Désirée Blanco.

Der Gegner

Gibts nach der Cup-Blamage einen Trainer-Urknall beim FC Luzern? Eine knappe Mehrheit der Leser spricht sich für Mario Frick aus. Die Ergebnisse gibts hier im FCL-Inside.

23

Runde

Sa., Sion – Luzern, 18 Uhr
Sa., Winterthur – Lugano, 18 Uhr
Sa., GC – YB, 20.30 Uhr
So., Servette – Thun, 14 Uhr
So., Basel – FCZ, 16.30 Uhr
So., Lausanne – St. Gallen, 16.30 Uhr

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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