Es ist ein Debakel, das die Hoppers am Sonntag im Fürstentum Liechtenstein erleben. Fünf Tore schenkt Aufsteiger Vaduz dem Rekordmeister ein.
Während GC in der zweiten Halbzeit vom zuvor punktlosen Vaduz vorgeführt wird, bleiben die Zürcher offensiv blass. Dabei erzielte man im ersten Durchgang noch selbst zwei Tore. Der beste Hopper: Nikolas Muci. Das erste Tor von Lee bereitet er vor, das zweite erzielt er selbst.
Plange braucht Spielzeit
Genau diesen Muci nimmt Trainer Peter Zeidler in der Pause aber vom Feld. Und dann geht offensiv nichts mehr. Muci-Ersatz Plange findet nie ins Spiel. «Wir haben vier gute Stürmer. Es war vorgesehen, dass Luke Plange reinkommt. Auch er braucht Spiele, um besser zu werden», erklärt Zeidler den Wechsel nach der Partie.
Schonen für die englische Woche wollte er Muci aber nicht, ergänzt Zeidler. Es sei um Plange gegangen: «Wir wissen, welche Qualitäten er hat. Heute hat es bei ihm nicht so geklappt. Aber er muss in den Rhythmus kommen.»
«Hatten nicht die mentale Kraft»
Mit der ersten Halbzeit war Zeidler zufrieden. «Wir haben viele Dinge richtig gut gemacht», so der Deutsche. Kurz nach der Pause wollte er dann umstellen, doch Vaduz machte ihm einen Strich durch die Rechnung: «Ich habe schnell gemerkt, dass wir dieses hohe Pressing nicht durchziehen können. Ich wollte auf eine tiefere Pressinglinie umstellen. Doch genau in diesem Moment fiel dann das 3:2.»
Danach sei seiner Mannschaft die Puste ausgegangen: «Wir hatten nicht die mentale und physische Kraft, um dann noch zurückzukommen.» Zu den Neuzugängen Bujar Pllana und Manex Guibelalde sagt er: «Sie haben angedeutet, dass sie gut Fussball spielen können. Aber nach 65 bis 70 Minuten war es dann fertig. Es gilt, jetzt fleissig zu trainieren. Wir brauchen Zeit.»
Abrashis Ansage
GC kann gar froh sein, nicht noch mehr Tore zu kassieren. Das vermeintliche 6:2 wird wegen eines hauchdünnen Offsides aberkannt. Da sind einige der mitgereisten GC-Fans schon aus dem Gästeblock geflüchtet. Und die, die noch da sind, stellen ihre Mannschaft nach dem Schlusspfiff zur Rede. «Sie haben uns gesagt, dass es zu wenig war», sagt Captain Amir Abrashi nach der Partie zu Blick. «Das war gar nichts heute. Wir bekommen die Gegentore viel zu einfach. Wir verteidigen nicht gut und hatten ein schlechtes Zweikampfverhalten. Es duldet nichts. Wenn wir ein Prozent nachlassen, haben wir keine Chance.»
Für die Hoppers steht eine schwierige Woche an. Am Mittwoch empfangen die Zürcher St. Gallen, ehe am Wochenende das erste Zürcher Derby der Saison steigt. «Ein happiges Programm», meint auch Abrashi, ehe der GC-Leader gefrustet in den Katakomben verschwindet.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 4 | 10 | 12 | |
2 | BSC Young Boys | 5 | 10 | 11 | |
3 | FC Basel | 5 | 3 | 10 | |
4 | FC St. Gallen | 4 | 1 | 7 | |
5 | FC Sion | 4 | 1 | 6 | |
6 | FC Thun | 4 | -5 | 6 | |
7 | FC Zürich | 5 | -5 | 6 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 5 | -1 | 5 | |
9 | FC Luzern | 5 | -4 | 5 | |
10 | Servette FC | 4 | -1 | 4 | |
11 | FC Vaduz | 5 | -2 | 3 | |
12 | Grasshopper Club Zürich | 4 | -7 | 1 |




