Beinahe hätten es die St. Galler doch noch geschafft und ein verrücktes Spiel auf ihre Seite gezogen. 1:4 liegen die Espen zwischenzeitlich hinten, doch St. Gallen kämpft sich nochmals ran, wirft mit der ganzen Energie des Stadions alles nach vorne und verkürzt bis auf 3:4. Doch zur grossen Wende reicht es nicht mehr – das geht auch in Ordnung so. Denn die Espen leisteten sich vor allem zu Beginn der Partie und kurz nach der Pause zu viele Unkonzentriertheiten und konnten ihre Power nicht auf den Platz bringen.
Görtler will nichts schönreden
Das hängt auch ein bisschen mit der Enttäuschung unter der Woche zusammen, als der FCSG in den Playoffs der Conference League ausgeschieden ist. Nach dem Spiel ist Captain Lukas Görtler bedient: «Die letzten 25 Minuten waren gut, dass wir nicht aufgesteckt haben. Aber es ist auch leicht im Fussball, wenn man nichts mehr zu verlieren hat.» Er habe sich aber erhofft, dass sie PS bereits von Beginn an auf den Platz bringen. «Es steckt in unserer DNA, dass wir nie aufgeben. Ich bin es aber leid nach Donnerstag, als wir uns gelobt haben, heute wieder zu sagen, dass wir alles Positive sehen. Es ist das dritte Spiel innert sieben Tagen, das wir verloren haben.»
Auch Trainer Enrico Maassen zieht nach dem Spiel ein Fazit: «Wir haben insbesondere in der ersten Halbzeit die entscheidenden Zweikämpfe nicht für uns entscheiden können.» Man habe oft den Kürzeren gezogen, so der Trainer: «Wenn man solche Geschenke verteilt, wird es schwierig. Man kann nicht jedes Spiel vier, fünf Tore schiessen, um das Spiel zu gewinnen.» Besonders die Fehler in der Defensive, wie der vor dem 0:1, nerven den Trainer. «Wir müssen zusehen, dass wir die Fehler hinten minimieren. Heute waren diese einfach zu krass.»
Erlösung bei Thun
Auf der anderen Seite stehen die Thuner, die seit dem Saisonauftakt Ende Juli zum ersten Mal wieder ein Ligaspiel für sich entscheiden. Trotzdem ist auch Trainer Gian-Luca Privitelli nicht ganz zufrieden: «Die ersten 60 bis 70 Minuten waren okay. Wir sind aber zu wenig ins Pressing gekommen.» Lobend hingegen erwähnt er die Effizienz nach der Pause. «Es sind eigentlich drei Schüsse und drei Tore. Bis zur 70. ist es okay, auch wenn das Resultat zu hoch ist. Ab da können wir es aber nicht mehr halten und das Spiel müsste eigentlich noch kippen.»
Trotzdem dürften die drei Punkte – nach zuletzt stürmischen Zeiten und schwachen Ergebnissen – auch für ihn Balsam auf der Seele sein. Unter der Woche stehen beide Teams erneut in der Liga im Einsatz und können es dort besser machen – bei beiden gibt es Verbesserungspotenzial.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 4 | 10 | 12 | |
2 | BSC Young Boys | 5 | 10 | 11 | |
3 | FC Basel | 5 | 3 | 10 | |
4 | FC St. Gallen | 4 | 1 | 7 | |
5 | FC Sion | 4 | 1 | 6 | |
6 | FC Thun | 4 | -5 | 6 | |
7 | FC Zürich | 5 | -5 | 6 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 5 | -1 | 5 | |
9 | FC Luzern | 5 | -4 | 5 | |
10 | Servette FC | 4 | -1 | 4 | |
11 | FC Vaduz | 5 | -2 | 3 | |
12 | Grasshopper Club Zürich | 4 | -7 | 1 |



