Verlust für die Nati?
Fifa will den WM-Teams noch mehr Prämien zahlen

Weil die Kosten so hoch sind, könnte die Nati an der WM Geld verlieren. Auch andere europäische Nationen fürchten Verluste. Nun reagiert der Weltfussballverband.
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Die Fifa will die Prämien für die WM-Teilnehmer erhöhen.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fifa will zur WM 2026 Preisgeld auf 566 Millionen Franken erhöhen
  • Hohe US-Lebenskosten und Steuern könnten Teilnehmern Verluste bescheren
  • Schweiz müsste Stand jetzt Viertelfinal erreichen, um finanzielle Einbussen zu vermeiden
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Florian RazReporter Fussball

Es wirkt auf den ersten Blick absurd: Der Weltfussballverband Fifa wird an der WM 2026 so viel Preisgeld wie noch nie ausschütten. Rund 566 Millionen Franken werden an die 48 Teilnehmernationen verteilt. Und doch befürchten einige Verbände, dass sie an der WM Geld verlieren könnten.

Auch der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat deswegen bereits Bedenken angemeldet. Ende Februar bestätigte der SFV gegenüber Blick, dass die WM für die Schweiz zum Verlustgeschäft werden könnte: «Dieses Szenario ist realistisch. Wir haben deswegen unsere Bedenken am Fifa-Kongress in Brüssel aktiv platziert.»

Nun reagiert die Fifa. Ein Sprecher des Weltverbandes erklärt gegenüber Blick: «Im Vorfeld einer Sitzung des Fifa-Rates am 28. April 2026 in Vancouver, Kanada, kann die Fifa bestätigen, dass sie derzeit Gespräche mit Verbänden weltweit führt, um die verfügbaren Einnahmen zu steigern. Dazu gehört ein Vorschlag zur Erhöhung der finanziellen Zuwendungen an alle für die Fifa-Weltmeisterschaft 2026 qualifizierten Mannschaften sowie der Entwicklungsgelder, die allen 211 Mitgliedsverbänden zur Verfügung stehen.»

Bestätigung steht noch aus

Noch ist der Entscheid nicht offiziell gefallen: «Vorbehaltlich der weiteren Gespräche werden zu gegebener Zeit weitere Einzelheiten bekannt gegeben.» Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass die Fifa im Vorfeld eines Kongresses öffentlich über erhöhte Preisgelder redet – und sie dann nicht auch einführt.

Dass die Fifa so kurz vor dem Start der WM das Preisgeld erhöhen will, hat mehrere Gründe. Einer davon sind die ausserordentlich hohen Lebenskosten in den USA. Essen, Transport, Hotels – das alles kommt die Teams mit ihrem Tross teuer zu stehen. Obwohl die Fifa jedem Team Kost und Logis für 50 Personen bezahlt.

Ausserdem ist es der Fifa nicht gelungen, die WM-Teilnehmer von den US-Steuern zu befreien. Das führt dazu, dass die Einnahmen der Nationen unterschiedlich hoch sind. Wer in Kanada oder Mexiko spielt, tut das steuerbefreit. Wer dagegen zum Beispiel in Kalifornien antritt, muss 13,3 Prozent Steuern bezahlen.

Der Schweizerische Fussballverband hat deswegen ausgerechnet, dass die Nati in den Viertelfinal kommen müsste, damit Geld in der Verbandskasse bleibt.

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