Darum gehts
- Granit Xhaka bleibt nach Covid-Wirbel in Sunderland statt Nations League
- Mitspieler und auch Aktivist Nicolas Rimoldi zeigen ihm öffentlich Solidarität
- Nati-Youngsters bedauern Xhakas Abwesenheit, wollen für ihn gewinnen
«Taking a moment to breathe», einen Moment durchatmen, schreibt Granit Xhaka auf Instagram. Anstatt wie ursprünglich geplant mit der Nati in Belek (Tür) zu trainieren und in der Nations League gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien zu spielen, ist Nati-Captain Granit Xhaka (wird am Sonntag 34) nach seinem Geständnis über sein gekauftes Impfzertifikat in Sunderland geblieben.
Der Nati-Captain zeigt sich an der nordenglischen Ostküste am Strand. «Danke für alle Nachrichten, für jedes Wort der Unterstützung», schreibt er.
In der Kommentarspalte erntet Xhaka viel Zuspruch – nicht zuletzt von ehemaligen und aktuellen Mitspielern. «Ich liebe dich. Du bist gut genug», schreibt beispielsweise Breel Embolo (29), in Anlehnung an den Song der Rapper von KitschKrieg, Blumengarten und Shirin David. Das Lied hat sich zu einem Renner auf den sozialen Medien entwickelt und der Ausdruck «Du bist gut genug» war sogar für das Jugendwort des Jahres nominiert.
Herzen von Rodriguez, Okafor und Co.
Auch für Ex-Nati-Verteidiger Johan Djourou (39), Trainer des Frauen-Teams von Étoile Carouge, seinen Bruder Taulant Xhaka (35) und den unlängst aus dem Nationalteam zurückgetretenen Noah Okafor (26) sind seine Verfehlungen kein Grund für einen Liebesentzug. Von ihnen gibt es auf Instagram ein (Okafor), zwei (Taulant) oder drei Herzen (Djourou).
Ricardo Rodriguez (34), der zu Xhakas besten Nati-Kollegen gehört, kommentiert: «Du weisch.» Was der Linksverteidiger damit meint, wissen nur die beiden selbst. Fest steht: Auch Rodriguez steht – ebenfalls ausgedrückt mit einem Herz – weiterhin zu seinem Freund.
Bekannter Impfskeptiker solidarisiert sich
Neben den Fussballern taucht in den Kommentaren auch ein prominentes Gesicht aus der Szene der Covid-Massnahmenkritiker auf. Mass-Voll-Chef Nicolas Rimoldi (31) sichert Xhaka seine «volle Solidarität» zu.
Die rechte politische Gruppierung machte sich in der Covid-Pandemie mit Widerstand gegen Massnahmen und die Corona-Impfung einen Namen.
Nati-Neulinge bedauern Xhakas Abwesenheit
In der Nations League stehen fussballerisch nun andere und auch neue Namen im Mittelpunkt. Doch auch die Nati-Youngsters Winsley Boteli, Sascha Britschgi und Johan Manzambi (alle 20) vermissen ihren Captain. «Er ist ein sehr guter Spieler auf dem Platz, eine sehr gute Person neben dem Platz und eine Legende in der Nati. Natürlich wollen wir, dass er bei uns ist. Das ist jetzt leider nicht möglich, wir geben alles für ihn und wollen in den kommenden Spielen auch für ihn gewinnen», erklärt Manzambi im Trainingslager.
Parma-Verteidiger Britschgi bedauert die Abwesenheit des Captains bei seinem ersten Zusammenzug: «Er ist einer der wichtigsten Spieler. Dass er nicht hier sein kann, ist sehr schade.» Dasselbe gilt für Boteli. «Es ist schade, dass er nicht da ist und ich ihn nicht kennenlernen kann. Wir werden versuchen, ihn bestmöglich zu ersetzen», so der Sion-Knipser.
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