Darum gehts
- Inter Mailand siegt, AC Milan verliert: Neu sieben Punkte Vorsprung für Leader
- PSV Eindhoven holt frühesten Meistertitel der holländischen Geschichte am 6. April
- Bayern München erreicht 100 Tore in Freiburg: 3:2-Sieg, neun Punkte Vorsprung
Die Meisterrennen in Europas Top-Ligen gehen in die entscheidende Phase. Am Osterwochenende haben sich in Italien, Frankreich und Spanien die möglichen Titelaspiranten abgesetzt. Ein Meister ist in Holland gekürt – und in anderen Ländern bahnen sich dicke Überraschungen an. Ein Überblick.
Italien: Napolis Sieg hilft Inter
Mit einem überzeugenden 5:2-Sieg gegen die AS Roma erledigt Tabellenführer Inter am Sonntagabend seine Pflicht – und darf sich 24 Stunden später über eine Niederlage des Stadtrivalen und ersten Verfolgers freuen: Die AC Milan verliert auswärts in Napoli nach einem Gegentor in der Schlussphase mit 0:1, wodurch die Rossoneri neu neun Punkte von der Spitze trennen. Damit tauschen die AC Milan und Napoli die Positionen. Die Hypothek der Süditaliener auf Inter beträgt aber sieben Zähler, dazu kommt eine deutlich schlechtere Tordifferenz – das Team von Yann Sommer und Manuel Akanji befindet sich weiter auf Meisterkurs.
Frankreich: PSG setzt sich ab
In Frankreich hat es lange nach einem Fussball-Märchen ausgesehen: Das kleine Lens aus der Industriestadt im Norden Frankreich forderte das scheinbar übermächtige PSG heraus und führte die Tabelle der Ligue 1 mehrere Spielrunden lang an. Von diesen Meisterhoffnungen ist aber nicht mehr viel übrig: Am Wochenende gibt es die deutlichste Niederlage der Saison. Lens geht im Nord-Derby gegen Lille mit 0:3 unter. Mit einem souveränen 3:1-Sieg gegen Toulouse kann PSG von diesem Ausrutscher des ersten Verfolgers profitieren und das Polster an der Tabellenspitze auf vier Punkte ausbauen – und hat gegenüber dem ersten Verfolger erst noch ein Spiel in der Hand.
Spanien: Real verliert Barça aus den Augen
Dieser Mallorca-Trip endet für Real Madrid mit einem Kater: Gegen den Abstiegskandidaten von der Mittelmeerinsel kassieren die Königlichen in der Nachspielzeit das 1:2 und erleiden so die erste Pleite nach zuletzt drei Siegen. Es ist eine mit Folgen, denn Leader Barcelona ringt am späteren Samstagabend Atlético Madrid nieder und hat damit sieben Punkte Vorsprung auf den Dauerrivalen – die Vorentscheidung im Titelrennen?
Deutschland: Bayern dank 100. Saisontor auf Kurs
Die Bayern knacken beim Gastspiel in Freiburg zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte die Marke von 100 Toren. Und der Jubiläumstreffer ist ein ganz wichtiger: Youngster Lennart Karl (18) schiesst die Münchner in der 99. Minute nach einer irren Wende zum 3:2-Sieg. Damit behalten die Bayern sechs Runden vor Schluss ihren Neunpunkte-Vorsprung auf den ersten Verfolger Dortmund, das seinerseits beim 2:0-Sieg in Stuttgart ebenfalls zwei Tore in der Nachspielzeit erzielt.
England: Keine Veränderungen in der Meisterschaft, aber ...
Die Premier League hatte über Ostern spielfrei, weshalb der Vorsprung von Arsenal auf Manchester City bei einem Spiel mehr noch immer neun Punkte beträgt. Allerdings: Die Stimmung bei den beiden heissesten Titelanwärtern könnte nach den FA-Cup-Viertelfinals unterschiedlicher nicht sein. Während die Londoner bei Zweitligist Southampton ein 1:2-Debakel erleiden, deklassieren die Skyblues Liverpool gleich mit 4:0 – ein Vorbote für den Saison-Endspurt?
Eindhoven ist schon Meister
In Holland steht der Meister schon fest: Weil Feyenoord nicht über ein torloses Unentschieden hinauskommt, holt sich der PSV Eindhoven dank einem 4:3 gegen Utrecht den Titel – am 5. April und damit so früh im Jahr wie noch keine holländische Mannschaft. Für das Team aus dem Südosten des Landes ist es der dritte Titel in Folge und der 27. insgesamt.
Glasgower Klubs sind Sieger des Wochenendes
Es ist ein ungewohntes Bild: Weder Celtic noch die Rangers führen aktuell die Tabelle der schottischen Top-Liga an. Diese Ehre kommt dem Überraschungsteam Heart of Midlothian zu, das die seit 1985 anhaltende Dominanz der beiden Glasgower Verein beenden könnte. Am Wochenende gibts für die Equipe aus der Hauptstadt Edinburgh aber einen Rückschlag: Gegen Tabellenschlusslicht Livingston setzt es ein 2:2 ab. Weil die Rangers und Celtic gleichzeitig ihre Pflicht erfüllen, schrumpft das Polster der Hearts gegenüber den Rangers auf einen Punkt, auch Celtic liegt nur drei Punkte zurück.
Und in Bulgarien könnte die am längsten anhaltende Meisterserie Europas zu Ende gehen: Lewski Sofia liegt acht Runden vor Schluss an der Tabellenspitze. Sieben Punkte beträgt das Polster auf Ludogorez Rasgrad (mit dem Schweizer Kwadwo Duah), das zuletzt 14 (!) Meistertitel in Serie aneinanderreihte.















