Darum gehts
- Yann Sommer besucht ZSC-Spiel gegen Davos in Zürich
- Präsident Lorenz Frey-Hilti führt Ex-Nati-Goalie in Garderobe
- Um HCD-Stürmer Enzo Corvi gibts ein Rätselraten
Sommer in der ZSC-Garderobe
Die ZSC Lions ziehen die Sport-Prominenz an. Während der letzten Playoffs war Tennis-König Roger Federer in der Swiss Life Arena zu Besuch, beim 3:1-Sieg im zweiten Halbfinalspiel gegen Davos Fussballer Yann Sommer. Der ehemalige Nati-Goalie sah dabei weniger Tore als am Vorabend, als er in der Serie A beim 5:2-Sieg von Inter gegen die AS Roma selbst zwischen den Pfosten stand, dafür erlebte er mehr Spannung. Nach dem Spiel wurde Sommer von Präsident Lorenz Frey-Hilti noch im Daheim der ersten Mannschaft herumgeführt, er zeigte sich im Trainerbüro und auch kurz in der Spielergarderobe. Nicht, um das Wort zu erheben, sondern lediglich, um kurz Hallo zu sagen.
Rätselraten um Corvi
Seit Mitte Januar und einem Spiel gegen Ajoie fehlt Enzo Corvi dem HCD. Um die Verletzung des 33-Jährigen wurde lange ein Geheimnis gemacht, bis Trainer Josh Holden in der «Südostschweiz» von einer «Verletzung mit dem Kopf» sprach, bei der Vorsicht geboten sei und nichts forciert werden dürfe. Nachgehakt, bestätigt Sportchef Jan Alston vor Halbfinal-Spiel 2 lediglich, dass die Situation «von Tag zu Tag neu beurteilt wird». Im Mannschaftstraining lässt sich Center Corvi noch nicht auf dem Eis blicken. Er geht davor alleine aufs Eis.
Malgin fehlt sein Spielgefährte
Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Sven Andrighetto während der Viertelfinal-Serie gegen Lugano hat ZSC-Zauberer Denis Malgin seinen kongenialen Partner verloren. In die erste Linie zu ihm und Rudolfs Balcers hat Trainer Marco Bayer anschliessend Harrison Schreiber befördert. Das harmonierte gegen Lugano noch sehr gut, doch gegen den HCD ist es schwieriger. Die Davoser gehen Malgin jeweils hart an, und weil diesem sein Spielgefährte fehlt, fehlen jeweils auch die Räume für die zauberhaften Überraschungsmomente. Bayer dazu: «Logisch fehlt Andrighetto und es ist nicht einfach, ihn zu ersetzen. Aber ich finde, dass Schreiber ein Element reinbringt, das passt – er macht einen guten Job.» Punktuell hat es Bayer auch mit Derek Grant oder Justin Sigrist neben Malgin/Balcers versucht. Ob und wann Andrighetto zurückkehrt, ist offen. Doch von der sportlichen Führung wird jeweils ein zeitnahes Comeback in Aussicht gestellt.
Auch Lemieux hat eine Schwäche
Ist Brendan Lemieux bei Heimspielen der überzählige Ausländer, bekommt man den US-Stürmer nicht zu Gesicht. Der Grund: Er schaut sich die Partie in Ruhe in der Garderobe an. Im Halbfinal gegen Zürich wie schon davor im Viertelfinal gegen Zug taucht der 30-Jährige hingegen auf der Medientribüne auf. Warum in Davos nicht? «Ist sie hoch oben?», lautet Lemieux’ Gegenfrage. Hat der Haudegen etwa Höhenangst? «Ein bisschen», gesteht er. Die Info, dass die Medientribüne in Davos in der Halle ähnlich hoch oben ist wie in Zürich, blickt er kurz nach unten auf die Eisfläche und sagt: «Dann ginge es auch noch.»
Erlösung für Rohrer
Es ist keine einfache Saison für ZSC-Sturmjuwel Vinzenz Rohrer. Letzte Saison erzielte der Österreicher mit Schweizer Lizenz in der Quali 15 Tore, in dieser noch vier. Nicht, dass Rohrer schlecht spielen würde, aber das Selbstvertrauen vor dem Tor hat beim von den Montréal Canadiens an den ZSC ausgeliehenen Stürmer gelitten. Doch womöglich ist mit dem wichtigen Treffer zum 3:1 gegen Davos am Ostermontag der Knoten beim Vorarlberger gerade noch rechtzeitig geplatzt. Er krönte damit seinen sehr engagierten Auftritt. «Er bringt viel Herzblut und Energie ins Spiel. Jetzt ist er dafür belohnt worden», freute sich Trainer Marco Bayer.
Jungs Kurz-Analyse
Sven Jung sieht das Zürcher 2:1 durch Chris Baltisberger von der Strafbank aus, der HCD-Verteidiger ist mit ZSC-Stürmer Rudolfs Balcers aneinandergeraten. Nur kurz, weil der Lette seinen Stock zu nahe an seinem Gesicht hatte. «Dabei hatten wir sie im Mitteldrittel im Griff, da wurden sie frustriert», so Jung. Für den 31-Jährigen sind die Gründe für die Davoser Niederlage: «Wir haben zu wenig Torchancen kreiert.» Sein Rezept? «Wir stellen uns auf eine enge Serie ein und dürfen deshalb den Kopf nicht verlieren.» Dabei spricht er vermutlich die acht Minuten im Schlussdrittel an, in denen die Lions die zwei entscheidenden Tore zum 3:1-Sieg schossen.
U21 des ZSC geht ein, U18 Meister
Nachwuchsteams der ZSC-Organisation waren am Ostermontag gleich doppelt an einem Final-Showdown beteiligt. Die U21 Elit der GCK Lions war beim entscheidenden Playoff-Spiel vor 5843 Fans (!) in Biel chancenlos und ging mit 1:5 unter. Das 16-jährige Sturmjuwel Jonah Neuenschwander zeigte bei den Seeländern mit einem Tor und zwei Assists einmal mehr eine vorzügliche Leistung. Dafür sicherte sich die U18 Elit der ZSC Lions vor 1167 Zuschauern mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen Kloten den Meistertitel. Der entscheidende Treffer gelang Lionel Dedial in der 64. Minute. Das 15-jährige Ausnahmetalent erzielte drei der vier ZSC-Tore.


