Kopf in letzter Minute aus der Schlinge gezogen
Für die Bayern war das schon «ein kleines Down»

Bayern München steht gegen Abstiegskandidat St. Pauli mit dem Rücken zur Wand – und erlöst sich in der Nachspielzeit. Es ist nicht die einzige wilde Schlussphase an diesem Bundesliga-Spieltag.
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Kopf aus der Schlinge gezogen: Luis Diaz (r.) bewahrt die Bayern vor Patzer-Woche.
Foto: imago/Ulmer/Teamfoto

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • So liefen die verrückten Nachspielminuten in der Bundesliga
  • Das sagt Manuel Neuer: «Hatten jetzt ein kleines Down»
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Eine Sensation. Das Ende eines Fluchs. Und ein dickes Ausrufezeichen gegen den Tabellennachbarn. Dies alles bahnt sich am Samstagnachmittag auf drei verschiedenen Bundesliga-Plätzen an. Aber Minuten später, um 17.30 Uhr, ist dann doch wieder alles anders. Die Bayern ziehen gegen St. Pauli gerade noch den Kopf aus der Schlinge (3:1). Union verspielt gegen Heidenheim alle drei Punkte und kann den Aufsteiger von 2023 weiterhin einfach nicht schlagen (1:2). In fünf Anläufen gab es einen mickrigen Punkt. Und Bremen kommt um den Sieg gegen Köln (1:1), weil das 19-jährige DFB-Supertalent Said El Mala in der heissen Nachspielzeit eiskalt ist und seine Top-Leistung krönt. Praktisch alles zeitgleich.

94. Minute für Münchner Glück

In München stehen schon 3 Minuten und 18 Sekunden in der Nachspielzeit auf der Uhr. Dann nickt Luis Diaz eine Flanke von Joshua Kimmich zum 2:1 ins Netz. St.-Pauli-Goalie Nikola Vasilj grinst nur noch, als hätte er es kommen sehen. Ein Zähler in der Allianz Arena vor 75 000 Fans wäre für St. Pauli eine Sensation gewesen: Die Hamburger haben zuvor acht Ligaspiele in Folge verloren. In der 90. Minute hat Louis Oppie sogar die Top-Chance zum Sieg, den ersten von St. Pauli in München seit 1991. Tief in der Nachspielzeit macht Jackson für die Bayern dann den Sack mit dem 3:1 zu.

Beim Rekordmeister musste man sich fragen, ob die erste Saisonniederlage nicht doch Spuren hinterlassen hatte. Es war das 1:3 in der Champions League am Mittwoch gegen Arsenal. Davor hatten die Münchner nicht nur alle Bundesligisten weggeputzt, sondern auch Weltklubs wie Chelsea oder PSG. Einzige Ausnahme war das 2:2 gegen Union Berlin am 8. November.

«Hatten ein kleines Down, muss man sagen»

Dies sind für die Bayern nicht bloss Ausrutscher, sondern schon mehr. In den Worten von Goalie Manuel Neuer (39): «Wir hatten jetzt ein kleines Down gehabt, muss man sagen, einmal mit dem Unentschieden und dann auch mit dem Spiel bei Arsenal.» Ein Patzer gegen St. Pauli hätte schon erste Alarmglocken läuten lassen. Der fünffache Weltgoalie liess sich beim frühen 0:1 übrigens in der nahen Ecke erwischen.

Aber am Ende bauen die Bayern die Führung an der Spitze sogar aus, weil Leipzig am Freitag gepatzt hat. Der geschlagene St.-Pauli-Verteidiger Hauke Wahl schildert: «Das ist ihre grosse Klasse. Wenn du nur einmal einen Schritt falsch machst, spüren sie das sofort und spielen den Ball genau in diesen Raum.» Die Bayern hatten neben dem Last-Minute-Dusel auch Pech: drei Pfostenschüsse durch Karl (23.), Bischof (35.) und Kane (81.).

Dortmund bleibt Last-Minute-Wahnsinn erspart

Potenzial für eine Nachspielzeit-Wende hat dann auch noch das Samstagabend-Spiel zwischen Leverkusen und Dortmund. Im Duell der Spitzenteams und Bayern-Verfolger verkürzt das Heimteam in der 83. Minute durch Kofane. Doch Dortmund mit Nati-Goalie Gregor Kobel zwischen den Pfosten bringt den 2:1-Sieg ins Trockene und stösst auf Rang drei vor.

Ein Schnuppern am Leaderthron? Nach dem wilden Bundesliga-Samstag liegt weiterhin viel Abstand dazwischen.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
29
78
76
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
30
30
64
3
RB Leipzig
RB Leipzig
30
22
59
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
29
22
56
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
30
15
54
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
30
19
52
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
30
-2
42
8
SC Freiburg
SC Freiburg
29
-5
40
9
FC Augsburg
FC Augsburg
30
-16
36
10
FSV Mainz
FSV Mainz
29
-9
33
11
Union Berlin
Union Berlin
30
-18
32
12
1. FC Köln
1. FC Köln
30
-7
31
13
Hamburger SV
Hamburger SV
30
-15
31
14
Werder Bremen
Werder Bremen
30
-18
31
15
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
29
-14
30
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
30
-25
26
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
30
-25
24
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
29
-32
19
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