Darum gehts
- Österreichs U17-Nationalmannschaft steht wegen Johannes Moser im WM-Final
- Moser war talentierter Skifahrer
- Im WM-Final wartet am Donnerstag Portugal
Es ist ein Märchen, das die österreichische U17-Nationalmannschaft derzeit in Doha schreibt. Am Donnerstag um 17 Uhr steht die Mannschaft im Final gegen Portugal. Mittendrin: Johannes Moser. Der 17-Jährige versetzt eine ganze Nation in Euphorie. Mit einer unglaublichen Quote von acht Treffern in sieben Spielen führt der Kärntner die Torschützenliste der Weltmeisterschaft an.
Doch während Moser nun in der Wüste Katars die Netze zappeln lässt, wäre sein Weg beinahe ganz anders verlaufen: auf den Pisten des alpinen Skizirkus.
Mit 12 Jahren kam der Entscheid
Moser stammt aus einer absolut sportverrückten Familie. Sein Talent war schon auf zwei Brettern unübersehbar. «Er hat von der U8 bis zur U12 stets die Gesamtwertung im Kinder-Cup gewonnen», erinnert sich Kärntens Landesskiverband-Präsident Dieter Mörtl.
Für Wegbegleiter kommt der Erfolg deshalb nicht überraschend. Elina Stary (18), die Paraski-Vizeweltmeisterin, drückte mit Moser im Gymnasium die Schulbank und ist sich gegenüber der «Kronen Zeitung» sicher: «Er hätte es fix in den Weltcup geschafft!». Doch vor fünf Jahren traf der heutige Nachwuchsfussballer eine Entscheidung, die Österreichs Fussballbund (ÖFB) heute jubeln lässt: Er entschied sich endgültig für den Fussball.
Moser kann nicht nur Sport
Der Wechsel vom Schnee auf den Rasen hat sich ausgezahlt. Moser durchläuft die Red-Bull-Akademie und kickt mittlerweile für das Farmteam FC Liefering in der 2. Liga. Seine Statistiken im Nachwuchs lassen sich sehen: In 297 Spielen für die Akademie erzielte der Sprössling aus dem 1500-Seelen-Dorf Guttaring wahnwitzige 347 Tore.
Moser überzeugt aber nicht nur mit dem Ball am Fuss, sondern auch mit Köpfchen. Er ist ein schlauer Spieler, der in der Volksschule sogar eine Klasse übersprang. Nun steht er kurz vor der Matura. Sein Berater Christian Sand ist sich sicher: Als Führender der WM-Torschützenliste klopfen bald Grossklubs an. Trotzdem sagt Sand: «Die langfristige Planung ist, in Liefering in der 2. Liga Fuss zu fassen und es dann zu Salzburg hinaufzuschaffen.»
Moser eifert seinen Idolen Cristiano Ronaldo und Ronaldinho nach. Er hat klare Ziele: «Ich will in die Premier League», so der Liverpool-Fan.
Der Finalgegner: Schweiz-Schreck Portugal
Im Endspiel heute wartet auf Österreich jetzt ein echter Brocken. Der Gegner heisst Portugal. Die Iberer sind uns Schweizern nach der 0:2 Viertelfinal noch in schmerzhafter Erinnerung.
Dass Österreich überhaupt im Final steht, verdanken sie Moser. Im Halbfinal gegen Italien war er es, der den Unterschied machte. Beim 2:0-Sieg erzielte er beide Treffer.
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