Nur Rumpf-Abwehr verfügbar
Das ist FCSG-Maassens Notfall-Plan gegen Sheriff

Der FCSG reist mit einer Rumpf-Abwehr nach Transnistrien. Warum Messi zu Beckenbauer werden könnte. Und welcher seit Saisonbeginn verletzte Spieler vor dem Blitz-Comeback steht.
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FCSG-Coach Enrico Maassen kämpft vor dem Duell mit Tiraspol mit Verletzungssorgen.
Foto: Michael Zanghellini/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der FCSG kämpft in Tiraspol um den Einzug in die Playoffs
  • Defensive geschwächt: Vier Verteidiger fehlen, Notlösungen wie Lukas Daschner nötig
  • Conference-League-Playoff-Gegner: Valur Reykjavík (Island) oder FC Nordsjælland (Dänemark)
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Stefan KreisReporter Fussball

Auf dem Platz findet Lukas Görtler meist die richtige Antwort. Neben dem Platz hat er auf jede noch so dumme Frage einen guten Konter parat. Darauf angesprochen, ob er aufgrund der Abwehrprobleme bald in die Dreierkette rücken müsse, antwortet der FCSG-Captain mit einem Schmunzeln: «Das habe ich mir vorgenommen, wenn ich 35 oder 36 Jahre alt bin, wenn ich nicht mehr so viel laufen kann. Drum haben wir da schon noch ein paar Optionen, bevor ich einspringen muss.»

Nun ja, viele sind es vor dem Conference-League-Quali-Spiel in Tiraspol (Do, 19 Uhr) nicht mehr. Jozo Stanic (gesperrt) und Tom Gaal (verletzt) sind erst gar nicht mit nach Transnistrien gereist. Mit May und Ambrosius fehlen zwei weitere Innenverteidiger mit Knieverletzungen. Hoffnung macht die Rückkehr von Colin Kleine-Bekel, der nach seiner Sprunggelenkverletzung wieder mit der Mannschaft trainiert. Ob es gleich für die Startelf reichen wird, ist aber fraglich. Weil der FCSG-Trainer in der Vergangenheit gezeigt hat, dass er lieber einen Tag länger wartet, als seine Spieler zu früh zu forcieren.

Beckenbauer statt Messi?

Maassens Notfallplan sieht vor, dass mit Lukas Daschner ein gelernter Zehner in der Dreierkette aushelfen könnte. Der wurde in seiner Jugend beim MSV Duisburg einst als «Ruhrpott-Messi» bezeichnet, nun könnte der gelernte Offensivkünstler bald den Spitznamen «Espen-Beckenbauer» bekommen. Beim 3:2-Sieg gegen Vaduz rückte der zentrale Mittelfeldspieler während des Spiels nach hinten – und machte seine Sache gut. 

Auch Betim Fazliji und Mihailo Stevanovic stabilisierten die Defensive nach ihrer Einwechslung. Gut möglich, dass sie ebenfalls zu Maassens Notfallplan gehören und zumindest mit Teileinsätzen rechnen dürfen. In die Karten blicken lässt sich der Trainer vor dem Spiel wie gewohnt nicht. Dass sein Kader aber schon nach dem vierten Saisonspiel auf dem Zahnfleisch läuft, dürfte den 42-Jährigen beunruhigen. 

Über die Doppelbelastung jammern will er aber nicht. Genauso wenig wie sein Captain. «Ich will mich nicht beschweren. Klar, es sind Umstände, die es schwieriger machen, aber ich habe die bewusste Entscheidung getroffen, Profi-Fussballer zu werden. Dann muss man durch solche Wochen durch. Ich hoffe, dass es für uns europäisch weitergeht.»

Sollte der FCSG den Sheriff eliminieren, würden in den Conference-League-Playoffs entweder Valur Reykjavík (Island) oder der FC Nordsjælland (Dänemark) auf die Ostschweizer treffen. 

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