Cadieux legt sich mit norwegischer Bank an
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Nach Schlusspfiff:Cadieux legt sich mit norwegischer Bank an

«Neuling? Ich bin im Final»
Cadieux kontert im Trainer-Zoff – und wer muss Meier weichen?

Die Nati will im Final am Sonntagabend ein weiteres Mal eine Sternstunde gegen Finnland erleben. Dabei stellt sich die Frage, wer Timo Meier nach dessen Sperre weichen muss? Das Nati-Inside vor dem grössten Spiel der Schweizer Hockey-Geschichte.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Thoresen nennt Nati-Trainer Cadieux «Rookie» nach Halbfinal-Check-Diskussion in der Mixed Zone
  • Schweizer Sven Andrighetto führt mit 15 Punkten im WM-Topskorer-Duell
  • Finalwetter: Regenschauer erwartet, Fans sollten sich mit Schirmen ausrüsten

Thoresen tritt gegen Cadieux nach

Der Krach zwischen Nati-Trainer Jan Cadieux und seinem norwegischen Halbfinal-Widersacher Petter Thoresen wegen des Checks in den Schlusssekunden gegen Nino Niederreiter hallt nach dem Spiel auch noch in der Mixed Zone nach, wo die Spieler und Trainer Interviews geben. So wurde Cadieux von Thoresen gegenüber verschiedenen skandinavischen Medien als «Rookie» (Neuling) bezeichnet. Als anschliessend Cadieux damit konfrontiert wird, entgegnet dieser: «Ich bin ein Neuling? Ich bin im Final.» Und verabschiedet sich.

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«Das ist ein Mangel an Anstand»
1:14
Cadieux über Zoff mit Gegner:«Das ist ein Mangel an Anstand»

Schweden noch immer frustriert

Apropos Thoresen: Einige schwedische Journalisten (was machen die überhaupt noch hier?) sind offenbar noch immer sauer wegen der 1:3-Niederlage, die ihnen die Nati in den Viertelfinals beschert hat. Auf jeden Fall wollten sie nach dem mit 0:6 verlorenen Halbfinal von Norwegen-Trainer Petter Thoresen wissen, ob er es auch so empfand, dass die Schiedsrichter wie schon gegen Schweden für die Schweiz gepfiffen haben und sich von den Fans beeinflussen lassen. Doch Thoresen gab ihnen keine Munition und meinte ganz cool: «Keine Ahnung, die Schiedsrichter machen ihren Job, ich meinen. Da müsst ihr die Schweden fragen.»

Norwegen-Coach Petter Thoresen lässt die schwedischen Provokateure abblitzen.
Foto: keystone-sda.ch

Wer muss Meier weichen?

Nach seiner Sperre, die ihn den Halbfinal kostete, kann NHL-Star Timo Meier im Final wieder spielen. Er ist dann neben Captain Roman Josi, Nino Niederreiter, Nicolas Baechler, Simon Knak und Lukas Frick einer von sechs Feldspielern, die am Sonntagmittag im Warm-up mit den drei Goalies auf dem Eis stehen. Doch wer muss für den Appenzeller weichen? Erster Kandidat ist Théo Rochette, der zuletzt 13. Stürmer war und vorwiegend im Powerplay eingesetzt wurde. Zum vierten Mal wird der Mann für die K.-o.-Spiele, Leonardo Genoni, im Tor stehen. Er ist dann auch der erste Keeper, der das Eis verlässt, was gemäss einer ungeschriebenen Hockey-Regel besagt, dass er am Abend spielen wird.

Leonardo Genoni geht im Warm-up vor dem Final als erster Goalie vom Eis.
Foto: Stephan Roth

Finnen-Trainer mit Schiri-Schelte

Nach dem 4:2-Halbfinal-Sieg über Kanada ist Finnlands Headcoach Antti Pennanen nicht restlos zufrieden. Zwar spricht der 47-Jährige danach zuerst über die Final-Chance und mahnt seine Spieler, sich von der Stimmung im mit Schweizern vollen Stadion nicht ablenken zu lassen. «Das ist wohl die wichtigste Lektion.» Doch dann spricht Pennanen ungefragt ein Thema an, das innerhalb aller Teams für Diskussionen gesorgt hat: die Schiedsrichter-Leistung an dieser WM. «Wir hoffen, dass wir ein gutes, faires Spiel bekommen von ihnen.» Mit etwas Schalk fügt er an: «Vielleicht kriegen wir sogar ein Powerplay, was im Halbfinal gegen Kanada ja nicht der Fall war.» Die finnische Zeitung «Iltalehti» interpretiert seinen Monolog so, dass er vor dem Knüller gegen den Gastgeber jeglichen Kniff nutzen möchte.

Finnen-Coach Antti Pennanen hofft, dass die Schiris im Final nicht nur den Schweizern ein Powerplay zugestehen.
Foto: keystone-sda.ch

Ken Tore-Jäger

Nati-Stürmer Ken Jäger feierte am Samstag seinen 28. Geburtstag. Das Geschenk dazu machte er sich mit einem blinden Ablenker-Tor zum 3:0 beim 6:0-Sieg im Halbfinal gegen Norwegen gleich selbst. «Das kann man so sagen, cool ist er reingegangen», schmunzelte er. In der National League tat sich der Bündner diese Saison mit dem Skoren schwer, lediglich fünf Tore gelangen ihm in der Quali, dazu noch zwei in den Playoffs. An der WM hat der auf die kommende Saison von Lausanne zu Davos wechselnde Stürmer schon vier. «Ich versuche, vermehrt den Puck aufs Tor zu bringen. Bislang wurde ich einige Male dafür belohnt», sagt Jäger zu seiner Torejagd.

Ken Jäger (2.v.l.) ist in der Nati treffsicherer als im Klub – noch.
Foto: Pius Koller

Schweizer WM-Topskorer?

Das geniale Sturm-Duo Sven Andrighetto/Denis Malgin liefert sich ein heisses Duell um die Krone des WM-Topskorers. Denis Malgin hatte gegen Norwegen mit einem Tor zwischenzeitlich zu Andrighetto mit dessen 13 Skorerpunkten aufgeschlossen, ehe dieser mit zwei Assists wieder davonzog und nun 15 auf dem Konto hat. Den Topskorer-Titel streitig machen kann einem der beiden ZSC-Zwillinge wohl einzig noch Kanada-Star Macklin Celebrini (ebenfalls 13 Skorerpunkte).

Die ZSC-Zwillinge Sven Andrighetto (r.) und Denis Malgin duellieren sich um die WM-Topskorer-Krone.
Foto: Pius Koller

Andrighetto mit dem Jubiläum

Apropos Andrighetto. Der WM-Topskorer, der vergangenes Jahr von der IIHF als Spieler des Jahres ausgezeichnet wurde, absolvierte gegen Norwegen sein 100. Länderspiel.

Hecht singt für die Hockey-Nati

Die Mitglieder der erfolgreichen Mundart-Band Hecht sind grosse Fans der Hockey-Nati. Frontmann Stefan Buck wurde auch an Schweizer WM-Spielen gesichtet. Am Samstagabend hatten sie aber selbst einen grossen Auftritt bei ihrem ausverkauften Konzert im Zürcher Hallenstadion. Für das Schlussbouquet zogen die Musiker zu ihrem Hit «Mon Amour» Hockeytrikos der Nati an, und von Buck gab es eine Grussbotschaft an das Team: «Liebe Schweizer Hockey-Nati, morgen werdet ihr Weltmeister!»

15’000 Fans feiern die Nati vor dem WM-Final
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Hecht im Hallenstadion:15’000 Fans feiern die Nati vor dem WM-Final

Gewitter während Final

Seit über einer Woche ist die Heim-WM eine Hitze-WM mit Sonnenschein und Temperaturen um 30 Grad. Doch just auf Sonntagabend hin schlägt das Wetter um, und es kündigen sich gemäss den Prognosen heftige Regenschauer an. Wer ausserhalb der eigenen vier Wände mit der Hockey-Nati mitfiebert, scheint gut beraten, sich mit einem Schirm oder Regenschutz auszurüsten.

Der dritte Final für Cadieux

Als Headcoach stand Jan Cadieux zweimal in einem Spiel an der Bande, in dem es um einen Titel ging: Am 27. April 2023 holte sich Servette mit einem Heimsieg im siebten Spiel der packenden Playoff-Final-Serie gegen Biel mit einem 4:1-Sieg den ersten Meistertitel der Klubgeschichte. Und am 20. Februar 2024 besiegten die Genfer daheim im Final der Champions Hockey League Skelleftea 3:2.

Jan Cadieux hat 2024 den Final der Champions League gewonnen.
Foto: keystone-sda.ch

Sternstunden gegen Finnland

Das letzte ganz grosse Rendez-vous mit Finnland vermasselte die Nati an den Olympischen Spielen in Mailand, als sie im Viertelfinal in der Endphase eine 2:0-Führung verspielte und in der Overtime 2:3 verlor. Doch es gab auch schon Sternstunden gegen die Nordländer. Zum Beispiel bei Olympia 1988 in Calgary, als die Nati dank eines überragenden Goalies Richi Bucher die Finnen 2:1 bodigte oder 2018 in Herning, als die Schweizer mit Leonardo Genoni zwischen den Pfosten im WM-Viertelfinal (3:2) erstmals seit 30 Jahren einen Ernstkampf gegen die «Lejonat» gewann.

Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
7
32
21
2
Finnland
Finnland
7
20
18
3
Lettland
Lettland
7
7
12
4
USA
USA
7
4
11
5
Deutschland
Deutschland
7
1
10
6
Österreich
Österreich
7
-12
9
7
Ungarn
Ungarn
7
-24
3
8
Großbritannien
Großbritannien
7
-28
0
K.o.-Phase
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
7
20
20
2
Norwegen
Norwegen
7
11
15
3
Tschechische Republik
Tschechische Republik
7
2
13
4
Schweden
Schweden
7
11
12
5
Slowakei
Slowakei
7
2
11
6
Dänemark
Dänemark
7
-11
6
7
Slowenien
Slowenien
7
-12
6
8
Italien
Italien
7
-23
1
K.o.-Phase
Abstieg
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