«Meine Frau war schwanger, haben das Kind leider verloren»
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Fiala erklärt verspätete Reise:«Meine Frau war schwanger, haben das Kind leider verloren»

Nati-Star Fiala spricht offen über Schicksalsschlag
«Ich wollte nichts verstecken»

Kevin Fiala spricht nach seinem ersten WM-Einsatz offen darüber, dass er und seine Frau vor wenigen Tagen das zweite Kind verloren haben. Der NHL-Star sagt, warum er das getan hat.
Publiziert: 14.05.2025 um 18:37 Uhr
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Aktualisiert: 14.05.2025 um 18:43 Uhr
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Kevin Fiala reiste rechtzeitig fürs dritte Gruppenspiel gegen die USA von Los Angeles nach Dänemark.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Kevin Fiala offenbart Schicksalsschlag und erhält mitfühlende Reaktionen
  • Fiala gründete Wohltätigkeits-Stiftung für benachteiligte und kranke Kinder
  • Am 8. August organisiert Fiala ein Charity-Spiel mit über einem Dutzend NHL-Stars
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Nicole Vandenbrouck aus Herning

An den zwei spielfreien Tagen weilen Eltern, Freundinnen und Frauen der Nati-Spieler in Herning (Dä). Bei Zeit mit der Familie können die Schweizer auftanken, bevor am Donnerstag der Knüller gegen Deutschland ansteht. Dass auch Kevin Fialas Frau Jessica am Sonntag mit ihm aus Los Angeles angereist ist, bedeutet dem NHL-Star alles. Das wird 24 Stunden später klar, als der 28-Jährige den Grund für seine verspätete Anreise offenbart.

Ins Blick-Mikrofon sagt er nach dem 3:0-Sieg gegen die USA: «Meine Frau war zum zweiten Mal schwanger, aber wir haben das Kind leider verloren. Die letzte Woche war emotional nicht einfach für uns, für die ganze Familie nicht.» Der Schicksalsschlag ereilt die junge Familie erst am letzten Freitag. Mit seiner Offenheit hat Fiala deshalb Eltern von Sternenkindern Mut gemacht. Und auf allen Blick-Kanälen mitfühlende, dankbare und verständnisvolle Reaktionen ausgelöst.

«Niemand muss das alleine durchstehen»

Hat auch er selbst welche erhalten? «Ich bekomme immer viele Reaktionen, wenn ich für die Schweiz spiele. Aber ja, jetzt waren es natürlich noch mehr.» Ist ihm bewusst, dass er Betroffenen Zuversicht gespendet hat, weil er über ein Tabuthema spricht? «Ich wollte einfach die Wahrheit sagen und nichts verstecken. Mir ist bewusst, dass viele Familien und Eltern dies durchmachen müssen. Es ist nicht einfach, aber niemand muss das alleine durchstehen.» Der Nati-Stürmer bedankt sich für die vielen positiven und mitfühlenden Nachrichten. «Das schätze ich sehr.»

Als Fiala nach dem Training ins Team-Hotel zurückkehrt, schliesst er als erstes Töchterchen Masie-Mae in die Arme, die vor einem Jahr nur wenige Tage vor der WM in Prag zur Welt gekommen ist. Die Familie isst zusammen zu Mittag, seine Frau Jessica (29) hat auch Hündchen Foxi dabei. Und Fiala betont gerne nochmals: «Meine Frau tut alles, um mich zu unterstützen, nicht nur auf den Sport bezogen. Ich schätze das so sehr, ich kann es nur wiederholen: Sie ist die beste Frau. Das gibt mir das Vertrauen, erfolgreich sein zu können.»

Kinder liegen dem Spieler der LA Kings auch am Herzen. Er hat die Wohltätigkeits-Stiftung «Fiala’s Friends» gegründet, mit der er Geld sammelt für benachteiligte und kranke Kids. «Um ihnen etwas Gutes zu tun und sie abzulenken.» Er besucht regelmässig Kinder in Spitälern. «Weil ich auch ausserhalb des Hockeys etwas bewegen möchte.» Für noch mehr Unterstützung organisiert er mit «Fiala’s Friends» ein Charity-Game in Zürich: Am 8. August tritt eine Auswahl von über einem Dutzend NHL-Stars gegen Meister ZSC an. Doch das sei noch weit weg, sein Fokus liege auf dem Spiel gegen Rivale Deutschland.

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