Covid-Skandal um Ex-Nati-Coach
Patrick Fischer wurde ein Stempel zum Verhängnis

Patrick Fischer hat sein Covid-Zertifikat gefälscht und wurde deswegen als Nati-Coach entlassen. Nun kommen neue Details ans Licht, wie das Ganze aufgeflogen ist.
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Patrick Fischer hat sein Covid-Zertifikat gefälscht.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Patrick Fischers gefälschtes Covid-Zertifikat ist nicht wegen einer Razzia aufgeflogen
  • Offenbar wurde ihm der Stempel einer deutschen Arztpraxis zum Verhängnis
  • Wegen dieses Vergehens verlor er kurz vor der Heim-WM den Posten als Nati-Coach
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Ein gefälschtes Covid-Zertifikat und eine damit verbundene Verurteilung wurden Patrick Fischer (50) zum Verhängnis. Weil er sich bei einem SRF-Dreh verplapperte, wurde das Ganze publik – und Fischer musste rund einen Monat vor der Heim-WM den Posten als Eishockey-Nati-Trainer räumen.

«Habe mich verleiten lassen, das Zertifikat zu fälschen»
1:50
Nati-Coach Fischer gesteht:«Habe mich verleiten lassen, das Zertifikat zu fälschen»

Letzte Woche wurden weitere Details bekannt. So hiess es beim «Klein Report», dass die Luzerner Staatsanwaltschaft im Zuge einer Razzia in Graubünden auf Fischer aufmerksam geworden sei. Die Bündner Behörden gingen demnach gegen eine kriminelle Gruppe vor, die sowohl Impfungen als auch gefälschte Zertifikate organisierte. Auch Fischer soll zu den Kunden gehört haben – und sein Fall an seinen Wohnkanton Luzern weitergegeben worden sein.

Wie die «Südostschweiz» nun berichtet, ist offenbar alles ganz anders gewesen. «Von allfälligen kriminellen Organisationen aus Graubünden, die systematisch mit gefälschten Zertifikaten gehandelt hätten, ist uns nichts bekannt», sagt Bruno Ulmi Stuppani, leitender Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Graubünden, der Zeitung.

Verdächtiger Stempel aus Deutschland

Fischer wurde demnach nicht eine Razzia zum Verhängnis – sondern ein Stempel. Um ein Zertifikat zu bekommen, musste bei der zuständigen Behörde der Nachweis über eine Impfung eingereicht werden. «Dies wurde durch den Stempel der Arztpraxis bestätigt, welche die Impfung vorgenommen hatte», erklärt Stuppani.

Bei der Prüfung ist aufgefallen, dass bei einem Teil der Anträge die Impfung durch eine Arztpraxis in Deutschland bestätigt wurde. «Das wirkte etwas verdächtig», so Ulmi Stuppani. Deswegen wurde bei der entsprechenden Praxis nachgefragt.

Heraus kam, dass sie in den betroffenen Fällen keine Impfnachweise ausgestellt hat. Das Ganze wurde dem Gesundheitsamt gemeldet und die betroffenen Personen – darunter auch Fischer – verzeigt.

Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
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1
Österreich
Österreich
0
0
0
1
Finnland
Finnland
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0
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Deutschland
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0
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1
Großbritannien
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Ungarn
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Lettland
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Schweiz
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0
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Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
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Kanada
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Tschechische Republik
Tschechische Republik
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Dänemark
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Italien
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Norwegen
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Slowakei
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Schweden
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